Archiv des Autors: Campus - Südkreuz

Neue Ausstattung im Alboin Kontor des Standorts Südkreuz

Am Standort Alboin, Nebenstandort von Campus Südkreuz, gibt es mittlerweile eine neue Ausstattung. Nachdem dieser Nebenstandort bereits im Sommer 2018 vollständig saniert wurde, sind im Laufe des Jahres 2019 neue Möbel eingetroffen. Der Alboin Kontor wurde nach dem Design von byandydesign saniert und mit neuen Möbeln von softlinefurniture ausgestattet. Im Werkraum, der sich im Erdgeschoss befindet, können die Schüler*innen nun an massiven Tischen ihrer Kreativität freien Lauf lassen und die leichten, rollenden Stühle machen sich ideal für handwerkliche Tätigkeiten. Dies stellen unsere Schüler*innen regelmäßig mit tollen Projekten unter Beweis, zum Beispiel beim Skulpturworkshop der SOR-Tage oder beim Erstellen von Traumwelten. Im großen Raum des Standorts befinden sich bequeme Bürostühle. Die neue Technik dafür steht bereits in den Startlöchern! Außerdem hat der Standort eine neue Küche bekommen. Diese wird sowohl von Schüler*innen als auch Lehrer*innen genutzt. Für Gruppenarbeiten, sportliche Aktivitäten oder sonstige Bedürfnisse nach alternativem Sitzen haben die Räumlichkeiten weiterhin Sitzhocker verschiedener Größen. So macht Schule Spaß!

 

       

 

Courage meets Soul

Die Aktionstage als Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage (kurz SOR) 2019 sind am Samstag den 12.10. Ende gegangen. Dank einer konzentrierten Lernatmosphäre konnten nachhaltige Diskussionen geführt und tolle Lernerfolge erzielt werden. Wie jedes Jahr, fanden Workshops zu den Themen Zivilcourage sowie Rassismus und Diskriminierung im Alltag statt. Dieses Jahr fokussierten sich die Veranstalter der Campus SOR Tage auf das Thema Menschenrechte. Es gab unter anderem Workshops zum Thema Diversität in Comics, einen Crashkurs für Gebärdensprache und Kurse die sich mit unterschiedlichen Ansätzen, dem Thema Menschenrechte annäherten. Simone Zaugg, Kunstlehrerin, hat in den Jahren zuvor mit einem Graffitiworkshop die SOR Themen auf beeindruckende Weise visualisiert. In diesem Jahr entschied sie sich für einen neuen Ansatz. Sie gestaltete einen Kurs, der sich mit der Sprache der Plakate im Zeitalter von YouTube und Influencern beschäftigte. Besonders beliebt war der Workshop Transmenschen in der Pflege, wo sich der Frage nach dem Geschlecht angenähert wurde. Auch die SOR-Klassiker haben stattgefunden: es wurden wieder ungeahnte Schauspieltalente und tolle Sänger*innen unter den Schüler*innen entdeckt.

Boussa Thiam bringt SOR Soul bei

Campus Berlin kann sich über eine neue SOR- Patin freuen – die Moderatorin und Sängerin Boussa Thiam. An den Workshoptagen im September hat Boussa die Schule besucht und mit den Stimmen der Schüler*innen einen spannenden Podcast erstellt. Die enorme Sensibilität gegenüber den Themen Diskriminierung und Alltagsrassismus der Schüler*innen ist absolut bemerkenswert und spiegelt sich im Podcast wider. Den gab es am Präsentationstag auch direkt auf die Ohren – SOR von Schüler*innen für Schüler*innen. Das Bühnenprogramm wurde von den Teilnehmenden leidenschaftlich getragen und zeigte die Potentiale der Berufsschüler*innen von Campus Berlin auf vielfältige Weise. Der Auftritt von Boussa und ihrer Schwester N’gone als The Thiams war ein souliger Ausklang arbeitsreicher Projekttage: bei den kühlen Temperaturen lassen sich die Gründe für die geringe Teilnehmerzahl gegen Ende erahnen. The Thiams sind ein stimmgewaltiges Frauenduo mit tollen Vibes, welche die Energie vom Campus SOR Projekt weitertragen.

SOR erstmals für Teilzeitklassen

Es gab eine Besonderheit in diesem Jahr: da die berufsbegleitenden Klassen zuvor nicht an den SOR Tagen teilnehmen konnten, wurde beschlossen, einen weiteren SOR Tag an einem Samstag anzubieten. Samstag, der 12. Oktober stand also dieses Jahr ganz unter dem Motto Courage. Mit dieser Botschaft kann man nie deutlich genug werden – mit einer Schweigeminute wurde an diesem Tag den Opfern des Terroranschlags in Halle gedacht, der am Mittwoch zuvor zwei Menschen aus dem Leben riss.

Alltag einer Schulleiterin

Frau Philbert-Hasucha, Schulleiterin des Standortes Berlin Südkreuz von Campus Berlin, hat zehn Tage lang die Geschehnisse aus Ihrem Alltag notiert

So mancher fragt sich, was eine Schulleitung eigentlich den ganzen Tag macht. Ich mache selten Unterricht, begrüße hin und wieder neue Klassen oder verabschiede Examensklassen mit einem Glas Sekt. Ansonsten sieht man mich mit meiner Hündin Mila und in der Küche, wenn ich mir einen Kaffee hole. Ich kann Sie aber beruhigen – meine Chefs passen in der Tat auf, dass ich auch arbeite. Am besten versteht man wahrscheinlich den Alltag einer Schulleitung wenn man sich mal den Ablauf einzelner Tage anschaut. Deshalb habe ich einmal zehn Tage lang für Sie Tagebuch geführt!

MONTAG

Ein langer Wochenstart

Die Facharbeiten der Erzieher stehen an. Ich hatte eine Besprechung mit der Koordination für die Erzieherausbildung bezüglich der Themen. Im Anschluss bekamen wir Besuch von einem Kooperationspartner aus der Pflege, mit einer kleinen Delegation aus der Ukraine. Die Leitung der ukrainischen Pflegeschule ist sehr interessiert an unseren Ausbildungen. Für ein Treffen in der Senatsverwaltung, welche am Donnerstag ansteht, musste ich ein Konzept ausarbeiten.

Am Abend war ich bei einem informellen Abendessen des Vorstandes vom Pflegeschulbund (dem ich angehöre) und Vertretern der Senatsverwaltung Bildung  sowie der Senatorin Kalayci (früher Kolat) mit ihrer Staatssekretärin. Das Treffen fand anlässlich der Pflegeausbildungsreform statt. Die neue Ausbildung soll im Frühjahr 2020 starten und finanzielle sowie organisatorische Probleme sind zu besprechen.

Schulleiterin Philbert-Hasucha

Frau Philbert-Hasucha und Herr Griesbaum

DIENSTAG

Ein neuer Tag

Nach diesem langen Montag (das Essen ging bis 23 Uhr) war ich heute etwas müde. Aber der Alltag geht selbstverständlich weiter! Der Morgen begann mit einem Gespräch mit meinem Chef über diverse organisatorische Dinge. Anschließend hatte ich ein weiteres Gespräch mit unserer neuen SOR Patin Boussa Thiam. Es ging um ihre möglichen Aktivitäten und ihre Teilnahme am SOR-Tag im September. Danach hatte ich ein Gespräch mit der Lehrerin, welche für das Bonusprogramm zuständig ist, zur Abstimmung des Konzeptes für das Bonusprogramm, das wir am Donnerstag in der Senatsverwaltung vorstellen müssen. Am Nachmittag habe ich eine Lehrprobe begleitet. Eigentlich wäre da noch ein Nachmittagstermin zum „Salongespräch des Berliner Bündnisses für Pflege“ gewesen. Aber dazu war es dann zu spät.

MITTWOCH

Kalender sind das A und O

Heute habe ich mit Herrn Fähnrich, Koordinator für die Heilerziehungspflege, die Dokumente für die neue Zertifizierung des Leitungslehrganges besprochen. Es mussten Kalender für die zwei neuen Sozialassistentenklassen erstellt werden und auch eine Abstimmung mit dem Raumplan war erforderlich. Ich habe den Kalender für die neue berufsbegleitende Klasse im September erstellt und ausprobiert ob wir einen Tageskurs anbieten können. Das Ergebnis: ja das geht! Die Räume reichen aus. Danach habe ich mich mit unserem Administrator getroffen um die Verteilung und Registrierung von Schlüsseln und diverse Kleinigkeiten zu besprechen. Am Nachmittag war große Teamsitzung mit allen Mitarbeitern.

DONNERSTAG

Der Tag der Entscheidung

Heute war der große Tag! Es fiel die Entscheidung, ob unser Konzept für die Gelder aus dem Bonusprogramm angenommen wird. Dazu hatte ich einen Termin mit meinem Chef und der verantwortlichen Mitarbeiterin für die Lernwerkstatt bei der Senatsverwaltung für Bildung. Hurra! Das Konzept wurde angenommen. Das bedeutet, dass wir Gelder für den Aufbau einer Lernwerkstatt erhalten.

Am Nachmittag habe ich zu Hause einen ersten Entwurf für ein Anschreiben verfasst, welches an mögliche zukünftige Kooperationspartner für die neue Pflegeausbildung gehen soll. Ich habe noch ein paar Mails beantwortet aber dann früh Feierabend gemacht und war lange mit Mila spazieren.

Freitag und Samstag

Pflege im Umbruch

Es fand die Delegiertenversammlung des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBFK) statt. Daran nahm ich als Vorstandsmitglied des DBFK Nord-Ost teil. Das wichtigste Thema war das Aktionsprogramm des Verbandes ‚Pflege 2020-2030‘.

Und wieder MONTAG

Alltag im Büro

Heute hatte ich keine festen Termine. Daher konnte ich diverse Büroarbeiten erledigen, wie zum Beispiel Zeugnisse und Verträge unterschreiben und Anfragen von Mitarbeitern beantworten. Ich habe den Brief für mögliche Kooperationspartner der neuen Pflegeausbildung fertig gestellt und die Absichtserklärung formuliert. Außerdem habe ich alle Mitarbeiter über das Vorgehen im Projekt Bonusprogramm‘ informiert. Dazu habe ich auch den Mitarbeiterworkshop zur Lernwerkstatt im August geplant.

DIENSTAG

Die Zukunft der Sozialassistenz

Der Alltag geht weiter: am Vormittag war der Hauptstadtkongress Pflege und Gesundheit. Am Nachmittag hatte ich eine Besprechung mit dem Sozialassistenten – Team über einen möglichen veränderten Schwerpunkt der Ausbildung. Anschließend habe ich neue Kurse und Mitarbeiter in Moodle Plattform eingepflegt.

MITTWOCH

Tag der Inspiration

Ich war wieder beim Hauptstadtkongress. Es fanden Budgetverhandlungen mit den Krankenkassen und dem LaGeSo über die die Finanzierung der Pflegeschulen im Rahmen der neuen Pflegeausbildung statt. In den Verhandlungspausen, in denen sich die Krankenkassenvertreter langwierig beraten, habe ich diesen Blogbeitrag über meine Tätigkeiten geschrieben. Am Abend habe ich noch die Post gelesen und die wichtigsten Dinge beantwortet.

So schnell vergehen zehn Tage –  und damit endet mein öffentliches Tagebuch.

Die Heilerziehungspflege in Berlin: ein steiniger Weg

Die Heilerziehungspflege ist ein Zukunftsberuf. Menschen mit kognitiven oder körperlichen Einschränkungen in ihrem täglichen Leben zu begleiten, macht Inklusion und Teilhabe möglich und damit das Ziel einer inklusiven Gesellschaft. Das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungender Vereinten Nationen ist seit mehr als zehn Jahren in Kraft. Seitdem wird fleißig geschraubt und gedreht, um Inklusionen in allen Lebensbereichen nachhaltig umzusetzen. Dafür wird gut ausgebildetes Fachpersonal benötigt. Doch diesbezüglich scheint man in Berlin anderer Meinung zu sein. Denn wer hier die Fachkraft für die Arbeit mit Behinderten werden will, wird nicht – wie anzunehmen wäre gefördert, sondern muss die Zähne zusammenbeißen. Viele Interessenten schrecken schon in der Bewerbungsphase zurück.

Ausbildung Heilerziehungspflege – ein Beruf mit Zukunft wird lebendig begraben

Da ist zum einen das Problem der Finanzierung. Auszubildende der Heilerziehungspflege sind weiterhin zur Zahlung von Schulgeld verpflichtet, während dies bei den Pflegeberufen und seit kurzem auch bei der Ausbildung Sozialpädagogik (Erzieher*in)abgeschafft wurde. Die berufsbegleitende Ausbildung zur Heilerziehungspflege dauert außerdem vier Jahre und ist damit ein Jahr länger als die zum/zur Erzieher*in. Als Erzieher*in kann man später auch im Bereich der Heilerziehungspflege arbeiten. Sie werden als Fachkräfte in der Behindertenhilfe anerkannt, obwohl sich Ausbildungsinhalte, die darauf vorbereiten, auf ein Minimum beschränken. Umgekehrt dürfen aber Heilerziehungspfleger*innen trotz einer umfangreichen pädagogischen Grundausbildung nicht in Kitas arbeiten. Und auch eine weitere Hürde macht die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger weniger attraktiv: Es ist in der Heilerziehungspflege laut der Ausbildungsprüfungsverordnung nicht möglich, das Kolloquium zur Facharbeit direkt zu wiederholen. Man müsste im Fall eines nicht bestandenen Kolloquiumsnoch ein halbes Jahr wiederholen, um seine Facharbeit nachzuschreiben und drei schriftliche Prüfungen erneut abzulegen. In der Praxis bedeutet das eine Verlängerung um ein Jahr, da die Ausbildung nicht halbjährlich angeboten wird. Angehende Erzieher*innen können ihren zweiten Versuch direkt starten. Interessenten der Heilerziehungspflege entscheiden sich also eher für die Erzieherausbildung.

Auch im Rahmen der generalistischen Pflege, welche 2020 in Kraft tritt, wird der Heilerziehungspflege kaum Beachtung geschenkt. Zusätzlich machen die neuen 2+2-Modelle Sorgen. Diese ermöglichen, dass man über die Ausbildung zum Sozialassistenten beziehungsweise Sozialpädagogen innerhalb von vier Jahren Erzieher*in werden kann. Das soll radikal vereinfachen, Erzieher*in ohne Abitur zu werden: bislang eine große Hürde auf dem Weg zu dieser Ausbildung. Die Modelle ermöglichen außerdem in der Sozialpädagogik, einen Bachelor zu machen. Dann hätte man zwei Abschlüsse in vier Jahren, während man bei der Heilerziehungspflegeausbildung nur einen Abschluss in der gleichen Zeit absolvieren würde.  Somit wäre es noch weniger attraktiv,die anspruchsvolle Ausbildung zum/r Heilerziehungspfleger*inzu absolvieren.

Heilerziehungspflegende wollen Zukunft mitgestalten

Ist das fair? Torsten Fähnrich, Koordinator für die Heilerziehungspflege bei Campus Berufsbildung e.V.,schüttelt resigniert den Kopf. Die politisch forcierten Hindernisse seien frustrierend, eine Erhöhung der Attraktivität dieses Berufs ist nicht abzusehen. Fähnrich ist seit 1996 in diesem Berufsfeld tätig. Zunächst in Form des Zivildienstes entdeckte er diese Arbeit schließlich für sich, man erfahre viel Dankbarkeit. Die Einsatzmöglichkeiten nach dieser Ausbildung sind sehr vielfältig. Es ist möglich in Wohneinrichtungen, betreuten Wohngemeinschaften, Beschäftigungs- und Fördereinrichtungen, in der Reisebegleitung oder Werkstätten für Menschen mit Behinderung zu arbeiten. Viele entscheiden sich nach dem Freiwilligen Sozialen Jahr oder Bundesfreiwilligendienst für die Berufsausbildung. Einige möchten sich auch aus dem Beruf heraus weiter qualifizieren. Aber als Koordinator für diesen Ausbildungsgang muss Fähnrich oft tatenlos zuschauen, wie Interessierte sich trotz ihrer Motivation wieder gegen den Beruf entscheiden. Die Ausbildung birgt zu viele Hürden. Noch entstehen aktuell kontinuierlich Klassen, wenn auch mit geringer Schülerzahl. Es ist allerdings fraglich, ob es dabei bleiben wird, denn bald wird man in der Erzieherausbildung nicht nur vom Schulgeld befreit, sondern auch bezahlt. Das könnte für die Ausbildung der Heilerziehungspflege den Todesstoß bedeuten.

Was der Senat damit erreichen will ist eindeutig: dem akuten Notstand in den Kitas entgegenwirken. Aber muss das wirklich auf Kosten eines anderen Bildungsganges geschehen? Denn die Heilerziehungspflege ist ein lebendiger Beruf mit guten Jobperspektiven und vielen motivierten Bewerber*innen. Das Ansehen des Berufs würde angesichts der Inklusionsziele perspektivisch steigen. Es wäre weitaus klüger, diese Berufsausbildung zu fördern, anstatt interessierte und fähige Bewerber*innen zu verprellen. Fähnrich schlägt zum Beispiel vor, in einem weiteren 2+2-Modell, analog zur Sozialpädagogik einen Bachelor-Abschlussin Sonderpädagogik zu ermöglichen. Dann hätten ausgebildete Heilerziehungspfleger*innen an Schulen mit Inklusionsklassen attraktive Einsatzmöglichkeiten. Angesichts der Überforderung auf Seiten der Lehrer*innen wäre das sicher gern gesehen. Doch das erste Ziel der Politik scheint zu sein, den Mangel an Kitaplätzen zu beheben, ohne dabei Verluste auf anderen Ebenen zu berücksichtigen. Da den Ausbildungsbetrieben bewusst ist, dass ausgebildete Erzieher*innen auch als Fachkraft der Behindertenhilfe arbeiten dürfen, sehen auch diese keinen Handlungsbedarf – und das, obwohl es Erzieher*innen an einer elementaren Grundausbildung im medizinischen und pflegerischen Bereich mangelt. Spätestens an dieser Stelle müsste auch den Betrieben die Problematik klar werden.

Fähnrich beschreibt seinen Beruf als eine Arbeit, bei der kein Tag dem anderen gleiche. Eine Tätigkeit voller Herausforderungen, bei der man auf allen Ebenen, von der Medizin bis zur Pädagogik, Wissen abrufen und danach handeln sowie sich mit vielen, unterschiedlichen Krankheitsbildern, pädagogischen Ansätzen und Maßnahmen auseinandersetzen müsse. Der Beruf habe sich in den letzten 30 Jahren massiv gewandelt, die Bedingungen in den Einrichtungen haben sich grundlegend geändert. Top ausgebildete Heilerziehungs-pfleger*innen, sollten gefragter sein denn je. Blieben die Bedingungen in Berlin allerdings so wie aktuell, konstatiert Fähnrich, dann überlebe die Ausbildung nicht mehr das Jahr 2020.

Jamil Hammoud erzählt was er bei Campus besonders toll fand und wo er heute arbeitet

Jamil Hammoud wollte sich weiterbilden und interessierte sich außerdem für kaufmännische Berufe – perfekte Voraussetzungen für eine Ausbildung zum kaufmännischen Assistenten bei Campus. Dieser Abschluss macht nun den Weg zu seinem Ziel frei, Automobilverkäufer zu werden. Er befindet sich derzeit in dieser Berufsausbildung. Daran macht ihm am meisten der Umgang mit den Kunden Freude – und dass er seine Leidenschaft für Autos zum Beruf machen kann. Bei Campus hat ihm am Besten gefallen, dass der Stundenplan in wöchentliche Module eingeteilt wurde. Denn mit diesem System konnte man sich immer voll und ganz auf ein Thema konzentrieren. Am Ende der Woche wurde der Themenblock mit einer Klausur abgeschlossen. Besonders nützlich für seine derzeitige Tätigkeit, ist für ihn das bei Campus unterrichtete Business English, welches ihm beim Erstellen von Fahrzeugangeboten für Kunden aus dem Ausland hilft. Auch der Unterricht im Umgang mit Excel und die Fächer, welche rechtliche Grundlagen rund um das Erstellen von Verträgen behandelt haben, sind für seine derzeitigen Alltag im Beruf wichtig. Damit hat die Ausbildung bei Campus eine elementare Grundlage für seine berufliche Expertise geschaffen. Besonders die Lehrer*innen, welche mit Freude und Lebensenergie an den Unterricht herangehen, haben Jamil im Laufe seiner Ausbildung bei Campus motiviert. Eine tolle Erfahrung war außerdem der Herbstball, eine Veranstaltung mit schönen Momenten. Außerdem haben die Lehrer*innen Frau Schilli, Frau Hirt, Herr Bergemann und viele weitere seine Ausbildungszeit zu einer besonderen Zeit gemacht – sowie sein leider im Jahr 2014 verstorbener Klassenkamerad Ayman, ohne den die Zeit bei Campus nur halb so schön gewesen wäre.

Campus ist im Bonusprogramm

Campus Südkreuz bekommt eine Lernwerkstatt

Der Standort Südkreuz konnte eine Aufnahme in das Bonusprogramm mit dem Konzept einer Lernwerkstatt erreichen. Anhand dieser Unterrichtsform, werden die Schüler*innen die Möglichkeit haben Strategien für ein lebenslanges Lernen zu entwickeln. Außerdem soll in der Werkstatt der Umgang mit digitalen Medien gefördert werden. Das Angebot kann von Schüler*innen und Lehrer*innen genutzt werden! Die Lehrer*innen aus jedem Bildungsgang (Erzieher, Heilerziehungspflege, Altenpflege, Sozialassistenz) erarbeiten ein Konzept. Dafür kooperieren sie auch mit Mitarbeiter*innen aus dem Verein Die Lernwerkstatt . Die Campus Mitarbeiter werden Fortbildungen besuchen und sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Um eine genaue Vorstellung aus der Praxis zu bekommen, haben die  Lehrenden die Möglichkeit, an Schulen zu hospitieren, welche bereits eine Lernwerkstatt haben. Anfang 2020 soll alles startklar sein. Es werden Arbeitsmaterialien inklusive der Handlungsanweisungen für die eigenständige Umsetzung bereitstehen. Dann kann intensivem Forschen in der Campus-Werkstatt nichts mehr im Wege stehen.

Anja Frank, erzählt von ihrer Liebe zur Sprache und ist begeistert von der Flexibilität am Arbeitsmarkt

Ich heiße Anja Frank und absolvierte von 2008 bis 2010 bei Campus Berufsbildung e.V. Standort Friedrichstraße eine Ausbildung zur staatlich geprüften kaufmännischen Assistentin – Fachrichtung Fremdsprachen. Aufgrund meiner Liebe zu Fremdsprachen habe ich mich für diesen Ausbildungszweig entschieden. Es war die richtige Entscheidung, da man mit dieser Berufsbezeichnung in vielen Branchen arbeiten kann.

Heute noch denke ich gerne an die Ausbildungszeit zurück. Der Unterricht wurde interessant gestaltet und war sehr praxisnah. Die Lehrkräfte bei Campus waren sehr kompetent in dem jeweiligen Unterrichtsfach und daran interessiert, dass die Auszubildenden sehr gut auf das Berufsleben vorbereitet werden. Sie unterstützten die Schülerinnen und Schüler nach allen Kräften und Möglichkeiten.

Ich arbeite im Reisebüro Reisekontor Löhl am U-Bahnhof Strausberger Platz. Mir macht meine Arbeit viel Spaß. Mich freut es, wenn ich den Menschen einen schönen Urlaub vermitteln und meine bei Campus erworbenen Spanischkenntnisse anwenden kann. Auch die erlernten Computerkenntnisse erleichtern mir die Arbeit mit dem Computer. In den wirtschaftlichen Fächern sowie Rechnungswesen erwarb ich wichtige Grundlagen, die mir nicht nur im Berufsleben weiterhelfen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich nicht bereue, mich für diese Ausbildung entschieden zu haben und würde diese Ausbildungsstelle weiterempfehlen.“