Archiv des Autors: Campus - Südkreuz

Von Glücksunterhosen und goldenen Anhängern. Oder: Weshalb Glücksbringer ganz ohne Magie zum Erfolg führen können.

Ein paar Glücksschuhe können unter Umständen für sicheren Stand sorgen :)

Ein paar Glücksschuhe können unter Umständen für sicheren Stand sorgen

Von Bettina Conradi

Meine gute Freundin Mia (Name geändert) trug zu jeder ihrer Abschlussprüfungen ihre Glücksunterhose: Einen pinkfarbenen Schlüpfer mit schwarzer Spitze, auf dem das Wort ›Bratarsch‹ zu lesen war. Natürlich trug sie ihn – nur für sich – auch an allen wichtigen ›ersten Tagen‹ im Praktikum oder auch später – bei Vorstellungsgesprächen oder bei der Aufnahme einer neuen Arbeitsstelle. Sie schwor darauf.
Bella (Name geändert), meine damalige Mitbewohnerin, trug zu solchen Gelegenheiten immer ihren Glücksanhänger um den Hals, eine kleine goldene Version des Italien-Stiefels. Ich habe meine Abschlussklausuren alle mit meinem Glückskugelschreiber verfasst und vor jeder mündlichen Prüfung den Song ›New Eyes Open‹ von ›The Draft‹ rauf und runter gehört.

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Orientierung, Perspektive und Qualifikation: Die Ausbildung Sozialassistenz

soz18 Die zweijährige Ausbildung zum/zur Sozialassistent/in ist bei Campus Berufsbildung nun seit 2008 fester Bestandteil des Ausbildungsangebots. Und, wir geben es zu, wir sind voreingenommen – lesen Sie nicht weiter, wenn Ihnen das nicht gefällt: Wir halten diese Ausbildung für wirklich gut und für eine sehr gute Chance, die eigene berufliche Zukunft in die Hand zu nehmen, selbst dann, wenn das bisher nicht so gut geklappt haben sollte. Für unsere Voreingenommenheit gibt es natürlich Gründe: Die Sozialassistentenausbildung bei Campus Berlin bietet Orientierung, Perspektive, Qualifikation und dazu ein Lernumfeld, in dem Sie Ihren Umgang mit dem Lernen noch einmal neu beginnen können.

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Pack den Schweinehund ein! Oder: Wie man gute Vorsätze wirklich umsetzen kann.

Sie beginnen eine Aus- oder Weiterbildung und wollen alles besser machen als früher in der Schule? Ihre Ausbildung läuft, aber sie haben alle guten Vorsätze über Bord geworfen und bemerken, dass sich die alten Gewohnheiten zurückschleichen?
Wir kennen es wohl alle: Wir beginnen etwas Neues mit viel Energie und großen Vorsätzen und stellen doch kurz darauf fest, dass alles nicht so klappt wie wir es uns vorgestellt hatten.
Annegret Mahn, Diplom-Psychologin und Campus-Dozentin, die zudem als Coach und Beraterin arbeitet, kennt das Problem aus ihrer täglichen Praxis und weiß Möglichkeiten, es anzugehen.
Bettina Conradi hat Frau Mahn zum Gespräch getroffen und Tipps mitgebracht, die dabei helfen können, gute Vorsätze im Ausbildungsalltag nicht über Bord zu werfen. Ein Tipp sei schon mal verraten: Wir müssen den Schweinehund einpacken, also unsere Widerstände einplanen, wenn wir Vorsätze erfolgreich umsetzen wollen…


Foto: Sebastien Wiertz, Flickr: bit.ly/1qIZTmH (CC BY)

Michael Cramer: Vom Lehrer zum EU-Parlamentarier

Michael Cramer: Vom Lehrer zum EU-Parlamentarier

Michael Cramer: Vom Lehrer zum EU-Parlamentarier

Am Freitag den 18.10.13 bekamen wir, die Soz.13, Besuch von Michael Cramer. Wir konnten ca.10 Fragen persönlich an ihn und über seine Arbeit als Abgeordneter der Grünen im EU-Parlament stellen. Er war von 1975-1995 Lehrer an einem Gymnasium in Neukölln. Wir hatten den Eindruck, dass er ein guter Lehrer war. Die Chemie zwischen ihm und uns stimmte sofort. Seine verständliche Sprache machte es uns leicht, die komplizierten, politischen Inhalte zu verstehen.

Stolz erzählte er von den Erfolgen seiner Fraktion im EU-Parlament. So bekommt heute jeder Fahrgast innerhalb Europas bei Verspätungen von Fernverkehrszügen ab 2 Stunden die Hälfte des Fahrpreises erstattet.

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Stoff von vorne – Frontalunterricht besser als sein Ruf

Eine Lehrerin steht vor einer Klasse und spricht zu den Schüler_innen. Wichtige Fakten und Schlüsselworte des Lerninhalts schreibt sie an die Tafel. Wenn es zu still wird oder Unruhe aufkommt, stellt sie Fragen und fügt die Antworten in den weiteren Stoff ein. Wenn die Schüler_innen Fragen nicht beantworten können, werden andere Aspekte des Stoffes zu vermittelt. Am Ende eines Themenblock überprüfen Aufgaben und Tests, ob der Stoff gut sitzt oder noch nachgelernt werden muß. Das ganze nennt sich Frontalunterricht und galt unter fortschrittlichen Pädagogen lange als Auslaufmodell von Lehrmethoden in der Schule. Selbstständiges Lernen der Schüler_innen in offenen Formen, zu zweit oder in kleinen Gruppen wird dagegen für besonders wirkungsvoll gehalten.

John Hattie, ein Bildungsforscher aus Neuseeland, gibt dem Frontalunterricht jetzt wieder gute Noten. Er hält andere Faktoren für gutes Lernen wichtiger, als nur die Methode des Unterrichts. Die Glaubwürdigkeit von Lehrern, klare Zielvorgaben am Anfang jedes Themenblocks sind genauso wichtig, wie die Rückmeldung von Schülern für die Lehrer am Ende jeder Stunde. Nur so können sie einschätzen, wo die Schüler im Verständnis des Stoffes stehen und wie es am besten weitergehen soll. Weiterlesen

Braune Haut ist schön und sexy, aber aufpassen! Zu viel Sonne ist schädlich für die Gesundheit

Heute Morgen bei meinem üblichen Frühstück bestehend aus Dinkelbrötchen, Fetakäse mit getrockneten  Tomaten, fetthaltigem Yoghurt und entkoffeinierten Kaffee, habe ich auf meinem Facebookprofil auf Neuigkeiten geklickt.
Mal gibt es interessante Post, mal gibt es nur Schrott. Aber heute Morgen gab es einen Videobeitrag, der mich bewegte und mir Angst machte.
Der Videobeitrag heißt, „ Dear 16 Year Old Me“ und ich glaube dass, Menschen, die die Sonne und das Solarium lieben und vergöttern, können etwas davon lernen.

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Die Soz 13 auf den ratternden Spuren der Politik

Die Soz 13 zu Besuch bei Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert (SPD)

Bei Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert (SPD)

Die Klasse SOZ 13 war am 15.Mai 2013 im Sozial- und Wirtschaftsunterricht zu Gast bei der Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert (SPD).

War Frau Rawert eine gute Wahl für den Besuch der Sozialassistent_innen?

Frau Rawert hat vor ihrem Beruf als Politikerin in Münster Sozialpädagogik studiert und als Diplom-Pädagogik in Berlin an der FU abgeschlossen. Dann hat sie als Sozialpädagogin in Berlin u.a. in der Fortbildungsstätte „Haus am Rupenhorn“, beim Sozialdienst katholischer Frauen und als 1.Frauenbeauftragte an der Charité gearbeitet. 1987 trat sie der SPD bei. 2005 wurde sie mit 34,2% der Wählerstimmen für den Bundestag in einem Direktmandat als Abgeordnete für den Berliner Wahlkreis 82 Tempelhof-Schöneberg gewählt. Das ist der Wahlkreis, in dem die Berufsfachschule für Sozialassistenz von Campus liegt. In der auslaufenden Legislaturperiode war M. Rawert über die Liste in den Bundestag gekommen und saß im Ausschuss für Gesundheit und im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Das umfasst viele Belange, die auch die Schüler/innen betreffen.

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Deutschland braucht Arbeitskräfte in der Pflege!

Daniel Bahr, der FDP-Gesundheitsminister, fordert eine Erleichterung der Zuwanderung von ausländischen Pflegekräften aufgrund des Fachkräftemangels im Pflegebereich. Momentan herrscht in Deutschland ein Mangel an Fachkräften in der Alten- und Krankenpflege. Gesundheitsminister Bahr möchte das ändern, indem er die Vorrangprüfung für Pflegekräfte abschaffen will. Grund dafür sind die zu hohen Hindernisse, die die Aufnahme von ausländischen Pflegekräften erschweren. Laut eines Artikels in SpiegelOnline verwies Bahr auf das Notfallpaket von mehr als einer Milliarde Euro, das das Kabinett in der vergangenen Woche für die Kliniken beschlossen hatte. Er erwarte, dass die Krankenhäuser zusätzliche Pflegestellen schaffen. Aufgrund der schlechten Bezahlung von Pflegekräften bleiben die Berufe Altenpflege und Krankenpflege weiterhin unattraktiv. Bahr argumentiert, dass die Arbeitgeber und Arbeitnehmer für die Höhe der Löhne selber verantwortlich seien. Bahr ist optimistisch. Er geht davon aus, dass sich die Lage für Arbeitskräfte in der Alten- und Krankenpflege verbessern wird.

Deutschland braucht Arbeitskräfte in der Pflege!

Was halten Sie davon? Sind Sie der Meinung, dass der Zugang von ausländischen Pflegekräften der beste Weg zur Behebung des Fachkräftemangels ist? Welche Rolle spielen Barrieren wie Sprachkenntnisse und Lohn? Teilen Sie uns Ihre Meinung in einem Kommentar mit!

Nur noch fünf Wochen in Plymouth!

Liebe Blogleserinnen und Leser!

unser Schüler, Nico Stähr, schildert von seinem Praktikums-und Lebenalltag in Plymouth.

Die Engländer müssen die Erfinder des gesunden Mittelweges sein von Nico Stähr

Die letzten Wochen waren sehr aufregend: Ich habe es geschafft, mich ein bisschen unter das englische Volk zu mischen und habe die Engländer in ihrem eigenen Revier aufgesucht: im Pub. Und zwar im ‚Dog and Duck’, einem ganz normalen Pub, wie es ihn wahrscheinlich zigmal in Plymouth gibt. Aber genau deswegen findet man dort auch „die ganz normalen“ Engländer, die Einheimischen, zu denen ich ja bislang nicht sonderlich viel Kontakt hatte, bis auf Gastfamilie und ein paar Kollegen.

Es war ein Freitagnachmittag und die Stimmung war bereits sehr lustig, jeder hatte seinen Spaß und das eine oder andere Feierabendbierchen genossen. Sowieso ist die Stimmung sehr ungezwungen, und wenn man vor hat, allein vor sich hinzutrinken und Trübsal zu blasen, ist dies nicht unbedingt der Ort, den ich dazu empfehlen würde. Um ein Getränk zu bestellen, muss man an die Theke kommen und dort auch direkt bezahlen. Dies führt dann unweigerlich dazu, dass man früher oder später auch mit anderen ins Gespräch kommt, weil man, während man auf sein Getränk wartet, mit 99 prozentiger Wahrscheinlichkeit von jemandem, der neben einem steht, angesprochen wird und man über irgendwelche Themen ins Gespräch kommt. Und so kommt dann eins zum anderen und man findet sich plötzlich in einer lustigen Runde voller Engländer wieder. Daraus haben sich dann weitere Treffen ergeben, die dann am letzten Wochenende in einem Barbecue bei einer Kollegin ihren derzeitigen Höhepunkt erreicht haben. Ich hatte bei all diesen Treffen unheimlich viel Spaß und die Engländer wirklich zu schätzen gelernt. Das Mittelding zwischen Gelassenheit und Organisiertheit zusammen mit dem Mittelding zwischen Offenheit und Distanz empfand ich – und empfinde ich noch immer – als eine sehr angenehme Eigenschaft, mit der ich gut zurechtkomme und die ich sehr sympathisch finde.

Die Zeit vergeht aber auch schnell…jetzt sind es nur noch knapp sechs Wochen, dann geht es wieder zurück nach Berlin…

Unsere angehende Erzieherin hat Heimweh!

Liebe Blogleserinnen und Leser!

unsere angehende Erzieherin Juliane Werner hat Heimweh! Erfahren Sie mehr von ihrem Praktikums- und Lebensalltag in Plymouth.

Schon wieder Sonntag von Juliane Werner

Noch 8 Wochen und 7 Wochenenden.

Die Zeit vergeht verdammt schnell.                                                                                     Langsam wachsen mir meine Gastfamilie und auch die Kinder in meiner Einrichtung, das Team, ans Herz. Erste Abschiedsgedanken schwirren in meinem Kopf herum. Dennoch wächst aber auch meine Vorfreude auf das Zuhause, meine Familie und Freunde!

Mein Praktikum hier in Plymouth gibt mir Zeit, über meine Gewohnheiten nachzudenken.Ich bin jemand, der jeden Tag nach der Schule nach Hause kommt, etwas isst und sich danach bis in die späten Abendstunden zu Freunden gesellt.Hier komme ich nach der Arbeit nach Hause, warte auf mein Dinner und gehe dann bald schlafen. Am Wochenende treffe ich meistens meine Kollegen aus Deutschland. Viel Zeit zum Nachdenken, aber auch viel Zeit, um mich einsam zu fühlen.

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