Archiv der Kategorie: Campus Abenteuer

Überleben in der Tundra

Das Leben in der Tundra ist hart und birgt viele Herausforderungen und Gefahren. Es herrschen extreme Bedingungen: bis zu -50° im Winter, Schnee, wenige Tierarten und Permafrostboden, welcher das Anbauen der meisten Pflanzen unmöglich macht.

Frau Ladenkova und Frau Schulz sind beeindruckt, mit wie viel Stärke und Pragmatismus die Nenzen ihr Leben meistern.

Jeder in der Familie hat seine Aufgabe, und nur dadurch können sie unter diesen Bedingungen leben. Bei den Nenzen geht es nicht darum, ob man Lust hat im Haushalt zu helfen, sondern um das Überleben der Familie.

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Wie sieht das Leben der Nomadenfamilie aus?

Bis zu zweimal im Monat müssen die Nenzen ihr gesamtes Hab und Gut zusammenpacken und damit weiter ziehen, um genug Nahrung zu finden. Wenn ein passender Ort gefunden wird, baut die Mutter den Tschum auf, während der Vater jagen geht.  Der Tschum wird mit einem Ofen ständig beheizt. Für die Frischluftzufuhr sorgt eine Öffnung an der Decke.

Jede Familie besitzt drei Schlitten, je einen Schlitten für die Lebensmittel, Kleidung und den Tschum. Aus hygienischen Gründen müssen die Lebensmittel immer auf einem separaten Schlitten mitgeführt werden. Das Essen kann leicht verderben, da es zum Großteil aus rohen Fisch und Fleisch besteht

Auch die Religion spielt bei den Nenzen eine bedeutende Rolle. Die am Weitesten verbreitete Glaubensrichtung ist der Schamanismus. Eine Christianisierung erfolgte nur oberflächlich. Auch heute noch werden in den Familien Schamanen ausgebildet, welche böse Geister verjagen und Erkrankungen heilen.

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Aber was machen eigentlich die Kinder? Gehen Sie überhaupt zur Schule?

Erfahren Sie im nächsten Beitrag mehr über das Leben der Kinder in der Tundra; Schule, Hobbies etc.

Besuch bei einer Nomadenfamilie in Sibirien

Der neue Tag beginnt. Die erlebnisreiche Anreise nach Sibirien steckt unseren Mitarbeiterinnen noch in den Knochen, aber die Vorfreude auf weitere Abenteuer überwiegt. Heute steht der Besuch einer traditionell lebenden Nomadenfamilie auf dem Programm – ein Besuch bei den Nenzen.

Wer möchte schon zweimal in Sibirien stecken bleiben?

Nach dem gemeinsamen Frühstück werden die Schneemobile noch einmal gecheckt. Handyempfang oder Navigationssysteme, um Hilfe zu rufen, gibt es übrigens nicht. Im Notfall ist man auf sich allein gestellt! Deshalb hat der einheimische Reiseführer die beiden noch einmal eindringlich gewarnt:

“Ihr müsst mir folgen und dürft mich nie aus den Augen verlieren, вперёд, поехали!“

Besuch bei einer Nomadenfamilie in Sibirien Besuch bei einer Nomadenfamilie in Sibirien

Besuch in der Tundra

Diese Fahrt ist unvergesslich! Die Freiheit, das wunderbare Gefühl, Teil der Natur zu sein – und die Kälte, die bis in die Knochen kriecht …Zwei Stunden nur Schnee und karge Nadelgehölze … dann endlich eine Jurte – ein Tschum!

 

Tschum – das Haus der Nenzen

Der Empfang der Familie ist herzlich und lässt erst gar keine Befangenheit aufkommen. Während unsere Globetrotterinnen voller Staunen das Innere des Tschum betrachten, werden sie ihrerseits von den Kindern beäugt, kein Wunder, sind sie doch die ersten Gäste aus Europa.

Die Nenzen sind von alters her nomadische Rentierhirten, Fischer und Jäger.

Jetzt ist es soweit, Frau Schulz und Frau Ladenkova dürfen die Kultur dieses Volkes kennen lernen und ihre Delikatessen probieren.

Besuch bei einer Nomadenfamilie in Sibirien Besuch bei einer Nomadenfamilie in Sibirien

Das Menü des Tages: 

  • Vorspeise – Fischsuppe
  • Hauptgericht – zartes Renntierfleisch
  • Dessert – gefrorene Beeren und Tee

Während sie die Mahlzeit genießen, erzählt das Ehepaar über ihr Leben, die Erziehung der Kinder, die Bräuche des Volkes und ihre Lebensphilosophie. Was macht es schon, das die Sprachkenntnisse nicht immer reichen. Freundlich lachen, nicken und sich mit Händen und Füßen verständlich machen …

Frau Ladenkova und Frau Schulz tauchen ein in eine fremde Welt mit harten und gefährlichen Lebensumständen – und einer ungebrochenen Liebe zur Natur.

Lassen Sie uns diese Erfahrungen im nächsten Beitrag miterleben!

Der Weg zum „Ende der Welt“ im Norden Sibiriens

„Was wollt Ihr denn da?“
„Seid Ihr verrückt?“
„Ist das nicht gefährlich?“

Genau solche Fragen hörten Frau Ladenkova und Frau Schulz öfters. Aber wer ein Abenteuer will, lässt sich davon nicht abbringen!

Das Abenteuer beginnt schon in Berlin

Flug buchen (easy!), Hinfahrt in eine abgeschiedene Gegend organisieren (mit vorhandenen Russischkenntnissen – in Ordnung!), Visum beantragen (auch in Ordnung!) und passende Kleidung beschaffen (oh oh…).
Der Weg zum „Ende der Welt“ im Norden SibiriensWas zieht man bloß bei bis zu minus -35 Grad Celsius an?

Zum Glück hat man Freunde, die gerne in den Winterurlaub fahren und einen was leihen können. Ein bisschen Shopping ist ja auch nicht schlimm 😉

Sie sind für alles gewappnet und es kann losgehen!

 

Der Weg zum nördlichen Polarkreis ist anstrengend und lang:

  • Flug von Berlin nach Moskau
  • eine lange Nacht am Flughafen in Moskau
  • nächster Flug nach Salekhard

Klingt doch nicht so schlimm…

Der abenteuerliche Teil kommt jetzt:  

Mit einer Jeep Karawane geht es vom Flughafen losWas für große Autos! Müde, aber voller Spannung freuen sie sich auf die 5-stündige Fahrt in den Ort Salemal.

Die Fahrt führte über den zugefrorenen Fluss Obj. Es ist doch etwas wärmer als normalerweise um diese Zeit des Jahres. Ist doch toll – Muss man sich nicht ganz so dick einpacken!

Leider heißt es auch, dass die Flüsse antauen. Der Jeep der beiden bleibt stecken! Sie sind mitten in Sibirien bei Minusgraden und keinen Städten weit und breit.

„Was ist, wenn wir hier nicht mehr rauskommen? Wenn wir erfrieren? Verhungern? Wenn die Bären oder Wölfe kommen?„

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Campus im Norden Sibiriens

Die Jamal-Halbinseln befinden sich weit über dem nördlichen Polarkreis im Norden Sibiriens –  ein abgeschiedener Ort mitten im Permafrost. Es herrschen Temperaturen bis zu minus 70 Grad Celsius. Das ist die Heimat der Nenzen, die als nomadische Rentierhirten noch immer durch die Tundra ziehen.

Campus in Sibirien

Unsere Mitarbeiterinnen Frau Ladenkova und Frau Schulz vom Campus Charlottenburg sind abenteuerlustige Frauen. Sie entdecken gemeinsam die Welt – und diesmal sogar das Ende der Welt, denn genau das bedeutet Jamal in der Sprache der Einheimischen.

Lesen Sie in unserem Blog, wie die beiden von Berlin nach Sibirien kamen, die Autofahrt auf einem zugefrorenen Fluss überstanden und die traditionelle Lebensweise des Volkes der Nenzen kennenlernten!

Der zugefrorene Fluss Campus Berlin