Archiv der Kategorie: Allgemein

Wer, wie, was vorhat? – Gesprächsrunde mit Vertreter*innen politischer Parteien

Am 24. September ist Bundestagswahl und nicht allein aus diesem Grund steht das Jahr bei Campus unter dem SOR-Motto: „Einmischen/mitmischen: Gesellschaft gestalten!“. Wie schon vor vier Jahren, lädt unsere Schule Politiker*innen aus den größten Parteien ein. Sie sollen unseren Schüler*innen zu den Themen „Bildungspolitik“, „Soziales und Gesundheit“ und „Migration“ Rede und Antwort stehen. Zuerst sollen Sie sich positionieren und danach werden sie knallhart befragt. Für schüchterne Schüler*innen wird eine Twitter-Box herumgegeben, in diese ihre Fragen werfen und vorlesen lassen können.

Den Auftakt der Runde machte der Generalsekretär der Berliner FDP, Sebastian Czaja. Er stellte sich gestenreich und tapfer den Fragen der Schüler*innen. Allerdings wirkte er überrascht von der Menge der gestellten Fragen. Nicht auf alles konnte er zufriedenstellend antworten und gab schließlich zu, nicht in allen Themenbereichen Experte sein zu können. Das war ehrlich und wirkte sympathisch. Neben den von uns vorgegebenen Themen, interessierte unsere Schüler*innen besonders die Position zur Mietpreissituation in Deutschland und das Konzept des Bürgergeldes. Die FDP steht weiterhin für Deregulierung und Entbürokratisierung im Sinne eines unkomplizierten Staates. Ob das allerdings bei den derzeitigen Entwicklungen die beste Lösung sei, wurde von unseren Schüler*innen kritisch hinterfragt.

Dr. Laura Dornheim ist Kandidatin der Grünen Liste für die Bundestagswahl. Themenschwerpunkte von Frau Dr. Dornheim sind Digitalisierung und Geschlechtergerechtigkeit zwischen Männern und Frauen. Ihre Positionierung zu den vorgegeben Themen fiel zeitlich knapp aus. Daraus ergab sich aber mehr Zeit für die Fragerunde mit den Schüler*innen. Die Diskussion mit den Schüler*innen umfasste Fragen nach der Mietpreisbremse ebenso wie Fragen nach Konzepten für bessere Arbeitsbedingungen im sozialen Bereich. Laut Frau Dornheim fordern die Grünen grundsätzlich mehr Geld für den sozialen Bereich und eine höhere Besteuerung von „Superreichen“. Man mag gespannt sein, ob dies wirklich in die Tat umgesetzt werden würde.


Im Lauf der nächsten Wochen werden noch weitere Parteien eingeladen: die CDU, die SPD, die Piraten und die Linke. Alle sollen sich in ähnlicher Art und Weise positionieren und sich den Fragen unserer Schüler*innen stellen. Denn es geht uns nicht darum, Werbung für eine spezifische Partei zu machen. Stattdessen wollen wir die Vielfalt in unserer Parteienlandschaft präsentieren und darüber unsere Schüler*innen motivieren, durch ihre Stimme bei der nächsten Bundestagswahl die Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

Der eine oder andere mag sich fragen: Huch, da fehlt aber noch eine Partei. In der Tat wurde innerhalb des Lehrer*innenkollegiums recht kontrovers über die Frage diskutiert, ob auch die AfD eingeladen werden solle. Viele empfanden dies als unvereinbar mit unserem Engagement für „Schule ohne Rassismus“ und haben sich deshalb gegen eine Einladung der AfD ausgesprochen. Andere wiederum sehen die AfD als demokratisch wählbare Partei an, die man gleichberechtigt zu Wort kommen lassen müsse. Wir haben uns am Ende demokratisch gegen eine Einladung der AfD entschieden.

Da wir eine kritische Auseinandersetzung mit der AfD und dem damit verbundenen Rechtspopulismus aber dennoch wichtig und notwendig finden, wird Frank Metzger vom apabiz e.V. eingeladen, eine Gesprächsrunde zur AfD zu leiten. Einige kennen Herrn Metzger vielleicht sogar noch von einem Workshop auf unserem letzten SOR-Tag. In jedem Fall dürfen wir gespannt sein auf weitere heiße Gesprächsrunden, die uns hoffentlich dabei helfen, uns ein Bild von der Parteienlandschaft in Deutschland zu machen.

Interaktiver Unterricht mit den neuen Big Pads

Am Standort Charlottenburg werden für den Unterricht nun Big Pads eingesetzt! Die großen interaktiven Whiteboards werden zusätzlich für eine interessantere Unterrichtsgestaltung eingesetzt.

Campus Berlin - Big Pad Präsentation

Präsentationen, Videos, Brainstorming, Tafelbild – mit den neuen Big Pads wird der Unterricht interaktiv. Sie vereinen Computer, Beamer, Tafel und Flipcharts in Einem. Die Bedienung ist einfach und intuitiv; ob mit der Hand, der Maus, der Tastatur oder dem speziellen Pen.

 

Das Big Pad lädt zu einer abwechslungsreichen Unterrichtsgestaltung mit umfangreicheren Unterrichtsmittel ein. Die Schüler*innen werden aktiv in den Unterricht einbezogen!

Campus Berlin Big Pad Tafelbild

Unsere Lehrer*innen sowie Schüler*innen sind begeistert von den hochmodernen neuen Gestaltungsmöglichkeiten. Dies steigert nicht nur die Motivation der Schüler*innen, sondern auch der Lehrer*innen.

Erzieherklasse besucht Pangea Haus und erstellt Spielzeug aus Recyclingmaterial

Die Erzieher-Klasse E20 hat am 28.März 2017 ein Angebot des Projekts Bildung trifft Entwicklung wahrgenommen und an einem Workshop zum Thema Spielzeug aus Recyclingmaterialien teilgenommen.    

Das Pangea Haus ist ein interkulturelles Zentrum im Stadtbezirk Wilmersdorf-Charlottenburg , indem über 20 verschiedenste Organisationen aus vier verschiedenen Kontinenten versammelt sind. Pangea ist die Bezeichnung für den Urkontinent, in dem alle Kontinente noch vereint waren und es die Bezeichnung von Ländern noch nicht gab. (http://www.pangea-haus.de/)

Das vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderte Projekt Bildung trifft Entwicklung arbeitet mit Menschen zusammen, die Migrationserfahrungen haben und/oder aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerika zurückgekehrt sind und so über einen wertvollen Erfahrungsschatz über die Lebensgewohnheiten und Bedingungen in den Länder des globalen Südens verfügen.  Diese Referent*innen bieten  zahlreiche Themen zum globalen Lernen an (z.B. Fairer Handel und Weltwirtschaft , Interkulturelles Lernen, Umweltthemen), die zu vielfältigem  Perspektivwechsel  anregen.

Ziel dieser Projekte ist es, den Blick auf die Welt zu verändern und eigene Lebensweisen in Deutschland zu reflektieren. Dabei geht es immer auch darum die Länder des globalen Südens nicht allein unter dem Aspekt der „Entwicklungsländer“ zu betrachten.

Die Teilnehmenden der E20 haben beispielsweise erfahren, dass Ruanda ein Land ist, welches ohne Plastiktüten auskommt oder das allein in Kamerun über 200 Sprachen gesprochen werden. Auf dem gesamten Kontinent sind es sogar mehr als 2000 Sprachen.

Neben vielen Informationen , die unterschiedliche Sichtweisen auf das Leben in Ländern des globalen Südens differenziert darstellen, konnten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des praxisbegleitenden Unterrichts die Herstellung von Spielmaterialien ausprobieren.

So sind an diesem Tag Geldbörsen aus leeren Tetrapacks, Bälle aus Papier und Plastiktüten sowie das Huulala aus Schraubglasdeckeln und Schnürre entstanden. Das Huulala erinnert in seiner Handhabung an die bei uns bekannten JoJos.

Insgesamt betrachtet hatten wir einen gelungenen Veranstaltungstag mit vielen Impulsen für die Praxis und der absolut notwendigen Auseinandersetzung mit der Frage: Was hat mein Leben hier in Deutschland eigentlich mit dem Leben in anderen Teilen der Welt zu tun?

 

Neu gestaltete Übungsfirma

Moderne Computerausstattung, neue Büromöbel, neue Abteilungen – Die Übungsfirma WorkArea GmbH erstrahlt im neuem Glanz.

Campus Berlin Übungsfirma 1

Der Standort Charlottenburg ist Mitglied im Deutschem ÜbungsFirmenRing. Unsere Schüler*innen lernen die kaufmännische Praxis unter Echtbedingungen kennen – die Übungsfirma ist das virtuelle Abbild eines realen Unternehmens.

 

Die WorkArea GmbH

Campus Berlin Übungsfirma 2Die WorkArea GmbH hat sich auf Arbeitssicherheit & Berufsbekleidung spezialisiert. Es gibt verschiedene Abteilungen; Einkauf, Rechnungswesen, Verkauf, Personalwesen und die allgemeine Verwaltung. In jeder Abteilung lernen die Schüler*innen die relevanten Aufgaben und Tätigkeiten in der Praxis kennen. Sie führen z.B. Verhandlungen mit Geschäftspartnern, organisieren Geschäftsreisen, erstellen Angebote und kümmern sich um den Vertrieb und das Marketing ihrer Produkte.

Die Übungsfirma erfreut sich großer Beliebtheit und ermöglicht unseren Schüler*innen einen realen Einblick in die Welt eines Unternehmens zu bekommen.

Rückblick auf den Kinotag in der Campus Berufsbildung e.V.

Es ist der 02.03.2017 um 8.30 Uhr in Schöneberg. Vor dem schlichten Kinobungalow mit dem Neonschriftzug Odeon versammeln sich mehr und mehr Schüler. Sie frösteln etwas, da der Zeitpunkt des Treffens von der Kino-AG auf eine Stunde vor dem Filmbeginn gelegt wurde. Das stößt bei der aktuellen Wetterlage nicht bei allen auf Begeisterung.

Als das Kino um 9 Uhr seine Pforten öffnet, werden es insgesamt 150 Schüler sein.

Das Kino mit der überraschend breiten Kinoleinwand bietet Platz für 359 Besucher. Es ist fast halb gefüllt, als die Kino-AG die Schüler über den Ablauf nach dem Film informiert. Die Kino-AG ist eine Arbeitsgemeinschaft aus Schülern verschiedener Klassen, die freiwillig die Aufgabe übernommen haben, diesen Kinotag zu planen. Alle Schüler und Lehrer sollen am Ende des Filmes das Kino nur durch einen Eingang verlassen, sagen sie, und alle sollen ein farbiges Los entgegennehmen. Sie sind noch gar nicht richtig fertig mit dem Erzählen, als sich das Licht verdunkelt und der Film beginnt – „Die Blumen von gestern“.

Der Film provoziert schnell die ersten Lacher. Doch so einfach ist es nicht. Im Anschluss ergeben sich direkt die ersten Diskussionen. „Wie fandst Du den Film?“ „Ich weiß nicht.“ „Und Du?“ „Ich fand ihn richtig gut.“ „Und Du?“ „Oh, ich fand ihn ganz fürchterlich!“ Der Film polarisiert. Doch das kann ja auch fruchtbar sein für die anschließenden Workshops.

Nach dem Film begeben sich Schüler und Lehrer wieder in die Geneststraße und sind gespannt, was sie erwartet. Die Kino-AG hat das weitere Vorgehen etwas mysteriös gehalten. Die Workshops sind in Farben aufgeteilt. So gibt es Räume, deren Türen farblich markiert und mit einer Impulsfrage ausgestattet sind. Jeder Schüler und Lehrer weiß nun, wohin er oder sie gehen muss, da am Ende des Kinofilmes farbige Lose verteilt wurden. Die Workshops werden von Mitgliedern der Kino-AG moderiert. Es wird rege und manchmal sogar hitzig diskutiert und es entstehen Plakate, die am Ende des Tages im Schulkorridor ausgestellt werden:


Die Mitglieder der Kino-AG sind stolz auf das, was sie bewerkstelligt haben. Und das können sie auch. In einer Abschlusssitzung reflektieren sie den Tag unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Sie lassen sich nicht in die Karten gucken, überlegen aber bereits, was sie beim nächsten Kinotag besser machen können.

Wir sind in jedem Fall gespannt und sagen Danke an die Film-AG für die Planung und Danke an Herrn Eberhardt für die Unterstützung der Kino-AG.

Hervorragende Ausbildungsergebnisse der Absolventen im Februar 2017

Campus Berlin - Absolventenpreisträger Februar 2017
Zwei Schülerinnen, Frau Lehmann aus der Klasse BFB25 sowie Frau Herms aus der Klasse BFF16 und ein Schüler, Herr Nitz aus der Klasse BFB25, beendeten ihre zweijährige Ausbildung mit einem Durchschnitt von 1,0 oder 1,1. Für diese hervorragenden Ergebnisse nahmen die Absolventen am 24.02.2017 aus den Händen des Schulleiters Dr. Pieter Wolter und des Pädagogischen Direktors des Campus Berufsbildung e.V. Herrn Prof. Dr. Meumann, die Campus Absolventenpreise in Empfang.

Mit viel Applaus würdigten die anwesenden Schülerinnen und Schüler, Familienangehörige, Gäste und Lehrkräfte diese Ergebnisse

Campus Berlin - Zeugnisübergabe 2017Die sehr guten Ergebnisse des Ausbildungsjahrganges widerspiegeln sich in zahlreichen Festanstellungen, die bereits mit den Absolventen geschlossen wurden. Während des betrieblichen Praktikums äußerten zahlreiche Praktikumsbetreuer, dass die Schüler sehr gut ausgebildet wurden, insbesondere in SAP, und zuverlässig und ehrgeizig bei der Erfüllung ihrer Aufgaben arbeiteten. Die Praktikumsbetriebe betonten, dass sie gern wieder Praktikanten unserer Berufsfachschulen aufnehmen möchten.

Campus Berlin - Sektempfang

Nach der Zeugnisübergabe lud der Schulleiter alle Anwesenden zu einem Sektempfang ein.

Schule im Kino – Interview über die Arbeit der Film-AG

Ich sitze mit Nancy in der Küche. Nancy ist Auszubildende der Sozialassistenz und nun die „Medienbeauftragte“ der Film-AG. Die Film-AG ist eine Gemeinschaft von Schüler*innen verschiedener Klassen aus allen Ausbildungsbereichen der Campus Berufsbildung e.V. am Standort Südkreuz.
Freiwillig haben sie die Planung des Kinotags am 02.03.2017 übernommen.
Film-AG bei der Plaunung des Kinobesuchs
Die Zusammenarbeit in dieser Gruppe sei erstaunlich gut, sagt Nancy. Es gebe eine Vielzahl an guten Ideen und anregende Diskussionen über diese Ideen. Viele scheinen auch bereits Erfahrungen in der Organisation von Ereignissen gemacht zu haben. Man streite sich kaum und auch die Abstimmungen verliefen bisher problemlos.

Besonders erfreulich sei, sagt sie und lächelt dabei, dass kein/e Lehrer*in dazwischen quatsche. Das sei mal etwas anderes, was man ruhig öfter machen könnte.

Ich frage Nancy, wie die Film-AG auf den Film „Die Blumen von gestern“ gekommen sei. Nach einer kurzen Recherche im Kino-für-Schulen-Programm der Yorck-Kinogruppe, erinnert sie sich,  habe man sich sehr schnell auf diesen Film geeinigt. Ein Film, der sehr interessant, aber auch schwierig sein soll. Nancy sagt, dass sie sehr gespannt sei, wie die Schüler*innen den Film aufnehmen werden.

Es gebe natürlich auch Kritik im Vorhinein. Einige hätten sich darüber beschwert, dass die Schüler*innen den Eintritt selbst bezahlen müssten, obwohl durch Unterstützung des Fördervereines SoziAL e. V. der Unkostenbeitrag auf 2,-€ pro Schüler*in gesenkt werden konnte.

Auch die Auswahl des Films sei nicht von allen wohlwollend aufgenommen worden.  Aber von derartiger Kritik möchte sich die Film-AG nicht entmutigen lassen.

Nach unserem Gespräch, sagt Nancy, werde sich die Film-AG wieder zusammensetzen und die Workshops planen, die im Anschluss des Films stattfinden sollen. Das Kino-für-Schulen-Programm stelle zu jedem Film ein umfassendes Begleitmaterial zur Verfügung, das man nun für die Schüler*innen aufbereiten müsse.

Natürlich sei die Zeit sehr knapp, die die Film-AG von der Schule zur Verfügung gestellt bekommt. Das könnte man in Zukunft verbessern, sagt Nancy, aber ansonsten findet sie ihre Aufgabe sehr spannend und würde jederzeit wieder freiwillig eine solche übernehmen.

Sebastian Wala

Sammelaktion für die Kältehilfe der Berliner Stadtmission

Es ist nur eine geschätzte Zahl, aber sie ist traurig und alarmierend: In Berlin haben ca. 10.000 Menschen keine Wohnung, d.h. sie leben auf der Straße. Die damit verbundenen Probleme sind vielfältig und werden im Winter lebensbedrohlich!

Die Berliner Stadtmission, die seit 1877 existiert und die heute Trägerin verschiedener sozialer Einrichtungen ist, kümmert sich um die Frauen und Männer, indem sie ihnen im Rahmen der Kältehilfe Notübernachtungsplätze anbietet, mit zwei Kältebussen unterwegs ist, um Menschen vor dem Erfrieren zu retten, und eine (ehrenamtliche) ärztliche Betreuung bereitstellt. Bei dieser Arbeit ist sie auf Spenden angewiesen, da weder vom Bund noch vom Land Berlin genügend finanzielle Mittel bereitgestellt werden, um diesen Menschen wirkungsvoll zu helfen.

 Die Soz 24 wollte ihre Sozialassistentenausbildung mit einer unterstützenden Aktion abschließen und entschloss sich, eine Sammelaktion für alle Klassen des Standorts Südkreuz zu starten. Diese war durchaus erfolgreich, so dass wir uns am 26. Januar, bepackt mit Umzugskartons voller Kleidung und vielen Tüten voller Lebensmittel und Hygieneartikel, zum Zentrum der Stadtmission in der Lehrter Straße 68 aufmachen konnten. Dort empfing uns Frau Rogasch, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadtmission zuständig ist, und informierte uns anschaulich und umfassend über die Arbeit der Kältehilfe. Dabei erfuhren wir, dass in der Wintersaison jeden Abend bis zu 200 Menschen vor der Tür der Stadtmission stehen und darauf warten, eine warme Mahlzeit und einen Notübernachtungsplatz zu erhalten. Obwohl eigentlich nur 120 Schlafplätze vorhanden sind, weisen die Mitarbeiter_innen niemanden ab und zeigen sich in ihren Bemühungen, allen einen Platz anzubieten, sehr kreativ.

Bild 0

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 Frau Rogasch führte uns dann in die Räumlichkeiten (Bild 0), die für uns, die wir eine kuschelige Wohnung haben, nicht gerade einladend wirken. Für diejenigen Frauen und Männer, die sonst in einem Schlafsack draußen bei Minustemperaturen übernachten müssen, dürfte das anders sein.

Bild 1

Bild 1

 

Bild 2

Bild 2

Nach einem Sicherheitscheck nehmen sie auf einfachen Bierbankgarnituren ihr Essen ein (Bild 1+2), haben die Gelegenheit zu duschen und erhalten einen Schlafplatz, der aus einer Isomatte und einfachem Bettzeug besteht (Bild 3).

Bild 3

Bild 3 – Schlafplätze

Besonders berührend war ein im Speisesaal aufgestelltes Gedenkkreuz, an dem Zettel befestigt sind, die an verstorbene Wohnungslose erinnern (Bild 4). Das verbreitete Vorurteil, dass in diesem ‚Milieu‘ jede/r nur an sich denkt, wird spätestens hier nachhaltig erschüttert!

Bild 4

Bild 4

 Frau Rogasch berichtete während der Rundgangs über die psychischen und physischen Erkrankungen, die bei den meisten Wohnungslosen vorhanden sind, über die Suchterkrankungen und die Gefühle des Ausgegrenzt-Seins, über die Angebote der Stadtmission, die das Ziel einer Wiedereingliederung in die Gesellschaft haben, und über die Erfolge und Misserfolge, die diese Arbeit mit sich bringt.

 Die Schüler_innen der Soz 24 (und auch ihr Klassenleiter) waren beeindruckt und betroffen! Vielleicht wird die eine oder der andere den um Kleingeld bettelnden Menschen in der U-Bahn jetzt mit anderen Augen sehen und öfter mal ein paar Cent erübrigen. In unserem abschließenden Gespräch waren wir uns jedoch einig: Sammelaktionen wie diese sollten regelmäßig stattfinden, denn der Bedarf in diesem Bereich ist immens! Und solange die Politik Geld für Pannenbaustellen (Flughafen) und Prestigeobjekte (Staatsoper, Stadtschloss) verschwendet, ist unsere Spendenbereitschaft leider unerlässlich!

 Rüdiger Loeffelmeier

Campus Auszubildende für Ihre Leistung ausgezeichnet

Unsere Auszubildende Kauffrau im Gesundheitswesen, Frau Boldbaatar, absolviert Ihr Praktikum im KATHARINEN CITY WEST und wurde für Ihre sehr guten Leistungen mit einem Beitrag in der unternehmenseigenen Zeitung ausgezeichnet. Sie berichtet über Ihre Erfahrungen im Praktikum, warum sie sich für eine schulische Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen entschieden hat und über Ihre Pläne für die Zukunft.

Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen bei Campus Berlin

„Frau Jargalan Boldbaatar ist im dritten Ausbildungsjahr zur Kauffrau im Gesundheitswesen und absolviert seit Juni 2016 ein praktisches Jahr bei uns im KATHARINENHOF CITY WEST.

Lesen Sie im Interview über das spannende Tätigkeitsfeld von Jargalan Boldbaatar.

Frau Boldbaatar, warum haben Sie diesen Ausbildungsberuf gewählt?

Durch die Tätigkeit meiner Eltern im Gesundheitswesen, kam ich schon früh mit dieser Branche in Berührung. Für mich kam aber nur ein Beruf mit kaufmännischer Richtung in Frage, weil ich hier auch meine mathematische Leidenschaft weiterhin ausleben kann.

Warum haben Sie sich für eine schulische Ausbildung entschieden?

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Neue Umschulungen im Dialogmarketing am Standort Charlottenburg

Am Standort Charlottenburg starten wir mit 2 neuen Umschulungen; Servicefachkraft für Dialogmarketing und Kauffrau / Kaufmann für Dialogmarketing.

Wir starten am 01.03.2017 mit den Umschulungen!

Umschulung im Bereich Dialogmarketing bei Campus Berlin

Umschulung im Bereich Dialogmarketing bei Campus Berlin

Die Umschulung zur Servicefachkraft für Dialogmarketing dauert 16 Monate inkl. 4 Monate Praktikum und die Umschulung der Kaufleute für Dialogmarketing dauert 24 Monate inkl. 6 Monate Praktikum. Ziel der Umschulungen ist der IHK-Abschluss.

Servicefachkräfte und Kaufleute für Dialogmarketing kommunizieren direkt mit den Kundinnen und Kunden, stellen Kundenbeziehungen her und pflegen diese. Sie beraten Kunden am Telefon oder via Chat, bearbeiten Angebote und Aufträge und bieten kundenspezifische Problemlösungen an. Auch verkaufen sie Dienstleistungen und Produkte und übernehmen allgemeine Aufgaben im Marketing und Vertrieb. Kaufleute für Dialogmarketing planen auch Personaleinsätze und übernehmen die Führung der Mitarbeiter im Team. Servicefachkräfte und Kaufleute für Dialogmarketing arbeiten in Call-, Service und Kunden-Centern unterschiedlichster Wirtschaftsbranchen.

Wir freuen uns auf die neuen Bildungsangebote!

Interesse? Hier gibt’s weiter Informationen zur Servicefachkraft für Dialogmarketing und zur Kauffrau / zum Kaufmann für Dialogmarketing.