Archiv des Autors: Campus - Südkreuz

Graffiti im eigenen Haus!

Campus Berlin in Kooperation mit AROUNDTOWN Commercial Properties

2017 stellen Auszubildende von Campus Berufsbildung e.V. am Standort Südkreuz einen #interkulturellen Kalender mit #Graffitimotiven zusammen. Der interkulturelle Kalender ist schon seit fünf Jahren Tradition bei uns. Jeder neu beginnende Kurs wählt einen internationalen Gedenk­ bzw. Aktionstag aus und gestaltet ein Statement dazu in Form eines #Graffitis, das abfotografiert und im Kalender 2018 abgebildet wird.

Die Graffitis wurden Anfang des Jahres im Natur-Park Schöneberger Südgelände gesprüht.

Nun dürfen wir seit Ende Mai im eigenen Haus sprayen! Dank einer Kooperation mit der Firma AROUNDTOWN Commercial Properties, die das Immobilienobjekt an der Alboinstraße verwaltet, haben wir fünf große Wände des Alboin Kontors an der Magirusstraße zur Verfügung gestellt bekommen.
Wir danken AROUNDTOWN Commercial Properties, dass wir hier im Haus sprayen dürfen und hoffen, sie sind genauso glücklich mit den Ergebnissen wie wir: Die Graffitimotive sind beeindruckend!

Die Klasse AP26 der Berufsfachschule für #Altenpflege wählte den Welttag gegen Kinderarbeit, der ein kritisches Bewusstsein für die weltweite Ausbeutung von Kindern schaffen soll. „Ja zu Bildung, nein zu Kinderarbeit!“ Durch bewusstes Einkaufen können wir Einfluss auf den Einsatz von Kinderarbeit in Massenproduktionen nehmen.

Campus Berlin - Graffiti - Welttag gegen Kinderarbeit

Campus Berlin - Graffiti - Welttag gegen Kinderarbeit

Campus Berlin – Graffiti – Welttag gegen Kinderarbeit

Die Klasse Soz 32 der Berufsfachschule für Sozialassistenz entschied sich für den Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie. Sie fanden heraus, dass in 76 Ländern Homosexualität immer noch bestraft wird und in 7 Ländern darauf die Todesstrafe steht. Dazu möchte die Klasse sagen: „Die Sexualität ist so vielfältig wie ein Regenbogen!“

Campus Berlin - Graffiti - Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie

Campus Berlin - Graffiti - Internationaler Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie

Campus Berlin – Graffiti – Internationaler Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie

Der Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung war für die Klasse Soz 33 die richtige Wahl. Wenngleich Sklaverei heute durch die allgemeine Erklärung der Menschenrechte verboten ist, befinden sich derzeit schätzungsweise 21 Millionen Menschen in Sklaverei ähnlichen Verhältnissen, indem sie wie Gegenstände angesehen und als solche ge- und verkauft werden. Mit „New Pangea“ möchten sie auf den Zusammenhalt aller Kontinente blicken und auf die Zeit verweisen, in der alle Kontinente noch ein Ganzes auf der Erdoberfläche bildeten so dass sich alle Menschen „die Hände reichen“ konnten.

Campus Berlin - Graffiti - Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung

Campus Berlin - Graffiti - Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung

Campus Berlin - Graffiti - Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung

Campus Berlin – Graffiti – Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung

Und die Klasse APb17 unserer #Altenpflegeschule nahm den Internationalen Tag des Friedens zum Anlass, die aktuelle Situation der Geflüchteten, die vor Krieg und Verfolgung fliehen müssen, aufzugreifen.

Campus Berlin - Graffiti - Internationaler Tag des Friedens

Campus Berlin - Graffiti - Internationaler Tag des Friedens

Campus Berlin – Graffiti – Internationaler Tag des Friedens

Wir freuen uns, einige Fotos dieser Graffitis mit Euch zu teilen und damit weitere Zeichen gegen jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung zu setzen!
Weder Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, kulturelle oder ethnische Herkunft, Alter oder sexuelle Orientierung eines Menschen noch tatsächliche oder vermeintliche Unterschiede können zur Rechtfertigung von Abwertung, Verfolgung oder Tötung dienen. Und das zeigen die Graffitibilder!

 

Wer, wie, was vorhat? – Gesprächsrunde mit Vertreter*innen politischer Parteien

Am 24. September ist Bundestagswahl und nicht allein aus diesem Grund steht das Jahr bei Campus unter dem SOR-Motto: „Einmischen/mitmischen: Gesellschaft gestalten!“. Wie schon vor vier Jahren, lädt unsere Schule Politiker*innen aus den größten Parteien ein. Sie sollen unseren Schüler*innen zu den Themen „Bildungspolitik“, „Soziales und Gesundheit“ und „Migration“ Rede und Antwort stehen. Zuerst sollen Sie sich positionieren und danach werden sie knallhart befragt. Für schüchterne Schüler*innen wird eine Twitter-Box herumgegeben, in diese ihre Fragen werfen und vorlesen lassen können.

Den Auftakt der Runde machte der Generalsekretär der Berliner FDP, Sebastian Czaja. Er stellte sich gestenreich und tapfer den Fragen der Schüler*innen. Allerdings wirkte er überrascht von der Menge der gestellten Fragen. Nicht auf alles konnte er zufriedenstellend antworten und gab schließlich zu, nicht in allen Themenbereichen Experte sein zu können. Das war ehrlich und wirkte sympathisch. Neben den von uns vorgegebenen Themen, interessierte unsere Schüler*innen besonders die Position zur Mietpreissituation in Deutschland und das Konzept des Bürgergeldes. Die FDP steht weiterhin für Deregulierung und Entbürokratisierung im Sinne eines unkomplizierten Staates. Ob das allerdings bei den derzeitigen Entwicklungen die beste Lösung sei, wurde von unseren Schüler*innen kritisch hinterfragt.

Dr. Laura Dornheim ist Kandidatin der Grünen Liste für die Bundestagswahl. Themenschwerpunkte von Frau Dr. Dornheim sind Digitalisierung und Geschlechtergerechtigkeit zwischen Männern und Frauen. Ihre Positionierung zu den vorgegeben Themen fiel zeitlich knapp aus. Daraus ergab sich aber mehr Zeit für die Fragerunde mit den Schüler*innen. Die Diskussion mit den Schüler*innen umfasste Fragen nach der Mietpreisbremse ebenso wie Fragen nach Konzepten für bessere Arbeitsbedingungen im sozialen Bereich. Laut Frau Dornheim fordern die Grünen grundsätzlich mehr Geld für den sozialen Bereich und eine höhere Besteuerung von „Superreichen“. Man mag gespannt sein, ob dies wirklich in die Tat umgesetzt werden würde.


Im Lauf der nächsten Wochen werden noch weitere Parteien eingeladen: die CDU, die SPD, die Piraten und die Linke. Alle sollen sich in ähnlicher Art und Weise positionieren und sich den Fragen unserer Schüler*innen stellen. Denn es geht uns nicht darum, Werbung für eine spezifische Partei zu machen. Stattdessen wollen wir die Vielfalt in unserer Parteienlandschaft präsentieren und darüber unsere Schüler*innen motivieren, durch ihre Stimme bei der nächsten Bundestagswahl die Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

Der eine oder andere mag sich fragen: Huch, da fehlt aber noch eine Partei. In der Tat wurde innerhalb des Lehrer*innenkollegiums recht kontrovers über die Frage diskutiert, ob auch die AfD eingeladen werden solle. Viele empfanden dies als unvereinbar mit unserem Engagement für „Schule ohne Rassismus“ und haben sich deshalb gegen eine Einladung der AfD ausgesprochen. Andere wiederum sehen die AfD als demokratisch wählbare Partei an, die man gleichberechtigt zu Wort kommen lassen müsse. Wir haben uns am Ende demokratisch gegen eine Einladung der AfD entschieden.

Da wir eine kritische Auseinandersetzung mit der AfD und dem damit verbundenen Rechtspopulismus aber dennoch wichtig und notwendig finden, wird Frank Metzger vom apabiz e.V. eingeladen, eine Gesprächsrunde zur AfD zu leiten. Einige kennen Herrn Metzger vielleicht sogar noch von einem Workshop auf unserem letzten SOR-Tag. In jedem Fall dürfen wir gespannt sein auf weitere heiße Gesprächsrunden, die uns hoffentlich dabei helfen, uns ein Bild von der Parteienlandschaft in Deutschland zu machen.

Graffiti ist bei Campus angesagt

Der interkulturelle Kalender 2018 von Campus Berlin

Auch dieses Jahr stellen die Auszubildenden von Campus Berufsbildung e.V. am Standort Südkreuz wieder einen interkulturellen Kalender zusammen.

Jeder neu beginnende Kurs wählt einen internationalen Gedenk­ bzw. Aktionstag aus, mit dem er sich kritisch auseinandersetzt, und gestaltet das Ergebnis in Form eines Graffitis. Auf diese Weise entstehen die Kalenderblätter für 2018.

Die Klasse Soz 31 der #Sozialassistentenausbildung wählte den 27. Januar, der im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus  erklärt wurde. Das Bild stellt die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau dar, die am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee erfolgte. Mit dem Graffiti soll  allen Menschen gedacht werden, die Opfer des nationalsozialistischen Terrors wurden: Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende, Intellektuelle, Künstler*innen und Widerstandaktivist*innen u.a. Der Slogan ‚Zusammenhalt macht frei‘ ist eine Anspielung auf den zynischen Spruch ‚Arbeit macht frei‘, der über dem Eingangstor in Auschwitz prangte und soll eine positive Botschaft im Zusammenhang mit der Befreiung vermitteln.
Die angehenden #Erzieher*innen der E22 wählten den 6. Februar als Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung. Und die Klasse E23 gestaltete ein Graffiti zum Weltglückstag [Internationaler Tag des Glücks], der am 20. März zelebriert wird.
Die Klasse HEP5/E25, eine gemischte Klasse von angehenden #Erzieher*innen und #Heilerziehungspfleger*innen, konnte sich nicht für einen einzelnen Tag entscheiden. Sie wählten einerseits den Weltgesundheitstag, der am 7. April begangen wird und an die Gründung der World Health Organisation (WHO) erinnert, und andererseits den Gedenktag an Burak Bektaş, ein Berliner Jugendlicher, der offensichtlich aus rassistischen Gründen am 5. April 2012 in Neukölln ermordet wurde.

Wir freuen uns, einige Bilder dieser ersten Graffitis mit Euch zu teilen. Hiermit setzen wir ein Zeichen gegen jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung aufgrund von kultureller oder ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder sexueller Orientierung.

Wir danken den Betreibern des Natur-Park Schöneberger Südgelände, dass wir die Graffitis bisher dort sprayen durften!

 

Burak Bektaş Gedenktag

Burak Bektaş Gedenktag

Erzieher*innen und Heilerziehungspfleger*innen Graffiti Weltgesundheitstag Burak Bektaş Gedenktag

Erzieher*innen und Heilerziehungspfleger*innen Graffiti Weltgesundheitstag Burak Bektaş Gedenktag

Rückblick auf den Kinotag in der Campus Berufsbildung e.V.

Es ist der 02.03.2017 um 8.30 Uhr in Schöneberg. Vor dem schlichten Kinobungalow mit dem Neonschriftzug Odeon versammeln sich mehr und mehr Schüler. Sie frösteln etwas, da der Zeitpunkt des Treffens von der Kino-AG auf eine Stunde vor dem Filmbeginn gelegt wurde. Das stößt bei der aktuellen Wetterlage nicht bei allen auf Begeisterung.

Als das Kino um 9 Uhr seine Pforten öffnet, werden es insgesamt 150 Schüler sein.

Das Kino mit der überraschend breiten Kinoleinwand bietet Platz für 359 Besucher. Es ist fast halb gefüllt, als die Kino-AG die Schüler über den Ablauf nach dem Film informiert. Die Kino-AG ist eine Arbeitsgemeinschaft aus Schülern verschiedener Klassen, die freiwillig die Aufgabe übernommen haben, diesen Kinotag zu planen. Alle Schüler und Lehrer sollen am Ende des Filmes das Kino nur durch einen Eingang verlassen, sagen sie, und alle sollen ein farbiges Los entgegennehmen. Sie sind noch gar nicht richtig fertig mit dem Erzählen, als sich das Licht verdunkelt und der Film beginnt – „Die Blumen von gestern“.

Der Film provoziert schnell die ersten Lacher. Doch so einfach ist es nicht. Im Anschluss ergeben sich direkt die ersten Diskussionen. „Wie fandst Du den Film?“ „Ich weiß nicht.“ „Und Du?“ „Ich fand ihn richtig gut.“ „Und Du?“ „Oh, ich fand ihn ganz fürchterlich!“ Der Film polarisiert. Doch das kann ja auch fruchtbar sein für die anschließenden Workshops.

Nach dem Film begeben sich Schüler und Lehrer wieder in die Geneststraße und sind gespannt, was sie erwartet. Die Kino-AG hat das weitere Vorgehen etwas mysteriös gehalten. Die Workshops sind in Farben aufgeteilt. So gibt es Räume, deren Türen farblich markiert und mit einer Impulsfrage ausgestattet sind. Jeder Schüler und Lehrer weiß nun, wohin er oder sie gehen muss, da am Ende des Kinofilmes farbige Lose verteilt wurden. Die Workshops werden von Mitgliedern der Kino-AG moderiert. Es wird rege und manchmal sogar hitzig diskutiert und es entstehen Plakate, die am Ende des Tages im Schulkorridor ausgestellt werden:


Die Mitglieder der Kino-AG sind stolz auf das, was sie bewerkstelligt haben. Und das können sie auch. In einer Abschlusssitzung reflektieren sie den Tag unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Sie lassen sich nicht in die Karten gucken, überlegen aber bereits, was sie beim nächsten Kinotag besser machen können.

Wir sind in jedem Fall gespannt und sagen Danke an die Film-AG für die Planung und Danke an Herrn Eberhardt für die Unterstützung der Kino-AG.

Schule im Kino – Interview über die Arbeit der Film-AG

Ich sitze mit Nancy in der Küche. Nancy ist Auszubildende der Sozialassistenz und nun die „Medienbeauftragte“ der Film-AG. Die Film-AG ist eine Gemeinschaft von Schüler*innen verschiedener Klassen aus allen Ausbildungsbereichen der Campus Berufsbildung e.V. am Standort Südkreuz.
Freiwillig haben sie die Planung des Kinotags am 02.03.2017 übernommen.
Film-AG bei der Plaunung des Kinobesuchs
Die Zusammenarbeit in dieser Gruppe sei erstaunlich gut, sagt Nancy. Es gebe eine Vielzahl an guten Ideen und anregende Diskussionen über diese Ideen. Viele scheinen auch bereits Erfahrungen in der Organisation von Ereignissen gemacht zu haben. Man streite sich kaum und auch die Abstimmungen verliefen bisher problemlos.

Besonders erfreulich sei, sagt sie und lächelt dabei, dass kein/e Lehrer*in dazwischen quatsche. Das sei mal etwas anderes, was man ruhig öfter machen könnte.

Ich frage Nancy, wie die Film-AG auf den Film „Die Blumen von gestern“ gekommen sei. Nach einer kurzen Recherche im Kino-für-Schulen-Programm der Yorck-Kinogruppe, erinnert sie sich,  habe man sich sehr schnell auf diesen Film geeinigt. Ein Film, der sehr interessant, aber auch schwierig sein soll. Nancy sagt, dass sie sehr gespannt sei, wie die Schüler*innen den Film aufnehmen werden.

Es gebe natürlich auch Kritik im Vorhinein. Einige hätten sich darüber beschwert, dass die Schüler*innen den Eintritt selbst bezahlen müssten, obwohl durch Unterstützung des Fördervereines SoziAL e. V. der Unkostenbeitrag auf 2,-€ pro Schüler*in gesenkt werden konnte.

Auch die Auswahl des Films sei nicht von allen wohlwollend aufgenommen worden.  Aber von derartiger Kritik möchte sich die Film-AG nicht entmutigen lassen.

Nach unserem Gespräch, sagt Nancy, werde sich die Film-AG wieder zusammensetzen und die Workshops planen, die im Anschluss des Films stattfinden sollen. Das Kino-für-Schulen-Programm stelle zu jedem Film ein umfassendes Begleitmaterial zur Verfügung, das man nun für die Schüler*innen aufbereiten müsse.

Natürlich sei die Zeit sehr knapp, die die Film-AG von der Schule zur Verfügung gestellt bekommt. Das könnte man in Zukunft verbessern, sagt Nancy, aber ansonsten findet sie ihre Aufgabe sehr spannend und würde jederzeit wieder freiwillig eine solche übernehmen.

Sebastian Wala

Sammelaktion für die Kältehilfe der Berliner Stadtmission

Es ist nur eine geschätzte Zahl, aber sie ist traurig und alarmierend: In Berlin haben ca. 10.000 Menschen keine Wohnung, d.h. sie leben auf der Straße. Die damit verbundenen Probleme sind vielfältig und werden im Winter lebensbedrohlich!

Die Berliner Stadtmission, die seit 1877 existiert und die heute Trägerin verschiedener sozialer Einrichtungen ist, kümmert sich um die Frauen und Männer, indem sie ihnen im Rahmen der Kältehilfe Notübernachtungsplätze anbietet, mit zwei Kältebussen unterwegs ist, um Menschen vor dem Erfrieren zu retten, und eine (ehrenamtliche) ärztliche Betreuung bereitstellt. Bei dieser Arbeit ist sie auf Spenden angewiesen, da weder vom Bund noch vom Land Berlin genügend finanzielle Mittel bereitgestellt werden, um diesen Menschen wirkungsvoll zu helfen.

 Die Soz 24 wollte ihre Sozialassistentenausbildung mit einer unterstützenden Aktion abschließen und entschloss sich, eine Sammelaktion für alle Klassen des Standorts Südkreuz zu starten. Diese war durchaus erfolgreich, so dass wir uns am 26. Januar, bepackt mit Umzugskartons voller Kleidung und vielen Tüten voller Lebensmittel und Hygieneartikel, zum Zentrum der Stadtmission in der Lehrter Straße 68 aufmachen konnten. Dort empfing uns Frau Rogasch, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadtmission zuständig ist, und informierte uns anschaulich und umfassend über die Arbeit der Kältehilfe. Dabei erfuhren wir, dass in der Wintersaison jeden Abend bis zu 200 Menschen vor der Tür der Stadtmission stehen und darauf warten, eine warme Mahlzeit und einen Notübernachtungsplatz zu erhalten. Obwohl eigentlich nur 120 Schlafplätze vorhanden sind, weisen die Mitarbeiter_innen niemanden ab und zeigen sich in ihren Bemühungen, allen einen Platz anzubieten, sehr kreativ.

Bild 0

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 Frau Rogasch führte uns dann in die Räumlichkeiten (Bild 0), die für uns, die wir eine kuschelige Wohnung haben, nicht gerade einladend wirken. Für diejenigen Frauen und Männer, die sonst in einem Schlafsack draußen bei Minustemperaturen übernachten müssen, dürfte das anders sein.

Bild 1

Bild 1

 

Bild 2

Bild 2

Nach einem Sicherheitscheck nehmen sie auf einfachen Bierbankgarnituren ihr Essen ein (Bild 1+2), haben die Gelegenheit zu duschen und erhalten einen Schlafplatz, der aus einer Isomatte und einfachem Bettzeug besteht (Bild 3).

Bild 3

Bild 3 – Schlafplätze

Besonders berührend war ein im Speisesaal aufgestelltes Gedenkkreuz, an dem Zettel befestigt sind, die an verstorbene Wohnungslose erinnern (Bild 4). Das verbreitete Vorurteil, dass in diesem ‚Milieu‘ jede/r nur an sich denkt, wird spätestens hier nachhaltig erschüttert!

Bild 4

Bild 4

 Frau Rogasch berichtete während der Rundgangs über die psychischen und physischen Erkrankungen, die bei den meisten Wohnungslosen vorhanden sind, über die Suchterkrankungen und die Gefühle des Ausgegrenzt-Seins, über die Angebote der Stadtmission, die das Ziel einer Wiedereingliederung in die Gesellschaft haben, und über die Erfolge und Misserfolge, die diese Arbeit mit sich bringt.

 Die Schüler_innen der Soz 24 (und auch ihr Klassenleiter) waren beeindruckt und betroffen! Vielleicht wird die eine oder der andere den um Kleingeld bettelnden Menschen in der U-Bahn jetzt mit anderen Augen sehen und öfter mal ein paar Cent erübrigen. In unserem abschließenden Gespräch waren wir uns jedoch einig: Sammelaktionen wie diese sollten regelmäßig stattfinden, denn der Bedarf in diesem Bereich ist immens! Und solange die Politik Geld für Pannenbaustellen (Flughafen) und Prestigeobjekte (Staatsoper, Stadtschloss) verschwendet, ist unsere Spendenbereitschaft leider unerlässlich!

 Rüdiger Loeffelmeier

Mit Campus Berlin ins Ausland

Erasmus-Stipendien für unsere Auszubildende

Mit Campus Berlin ins Ausland

Mit Campus Berlin ins Ausland

Campus Berlin bietet die Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts mittels Erasmus-Stipendien. 23 unserer Auszubildenden nutzten zwischen 2014 und 2016 die Möglichkeit, ein Praktikum im Ausland zu absolvieren: Zwei Studentinnen der Heilerziehungspflege, fünf Auszubildende der Altenpflege und zehn eingehende Erzieherinnen waren in England. Sie alle wurden vor Ort von unserem Partner, der Totnes European School, betreut. Außerdem waren vier Auszubildende der Altenpflege in Graz, Österreich, im Geriatriezentrum Albert-Schweitzer. An der Christian-Doppler-Klinik in Salzburg war ein Schüler der Altenpflege und in der Villa Gorilla in Stockholm, Schweden, eine Studentin der Fachschule für Sozialpädagogik.

Die finanzielle Unterstützung durch das Stipendium ist von Land zu Land unterschiedlich. Für England, Österreich und Schweden wird ein Zuschuss für die Fahrtkosten übernommen. In Österreich und Schweden besorgt Campus Berlin den Praktikumsplatz, das Stipendium wird ausgezahlt und die Schüler*innen müssen davon selbst für Unterkunft und Verpflegung sorgen. Campus Berlin hilft dabei, z.B. einen Platz in einem Studentenheim zu bekommen. In England besorgt die Totnes European School den Praxisplatz und eine Gastfamilie, die Frühstück und eine warme Mahlzeit stellt. Das gesamte Geld geht an die Totnes School, so dass für alle anderen Kosten die Schüler*innen selbst aufkommen müssen. Unsere Kooperationspartner versorgen aber auch Praktikant*innen bei Problemen jeglicher Natur mit Offenheit und Erfahrung.

Wir sind der Überzeugung, dass eine Praxiserfahrung im Ausland für die Entwicklung unserer Auszubildenden, sowohl beruflich als auch privat, eine unvergleichbare Gelegenheit ist. Wir freuen uns darüber, ihnen diese Chance eröffnen zu können und animieren sie dazu, sie in Anspruch zu nehmen. Bei Interesse an einem Auslandspraktikum kontaktieren Sie unsere Schulleiterin, Frau Philbert-Hasucha: s.philbert-hasucha@campus-bb.de

Auslandspraktikum in Neuseeland

Auslandspraktikum: Rebekka aus Neuseeland-01

Auslandspraktikum: Rebekka aus Neuseeland

Rebekka aus der #Erzieherklasse E 14 schickt uns ihren letzten Bericht aus Neuseeland – dort macht sie ihr drittes Praktikum:
„Neuseeland hat sich im letzten Monat wieder beruhigt. Es scheint so, als ob das Erdbeben und die Tsunami-Warnungen in Vergessenheit geraten sind. Ein natürlicher menschlicher Prozess, so scheint es mir. Im Fokus – Weihnachten. Es wird viel mit den Kindern gebastelt, geschmückt, verziert und gebacken. Bing Crosby mit “White Christmas” läuft im Hintergrund aller
Vorbereitungen und die Kinder studieren Lieder wie “O Christmas tree” (“O Tannenbaum”) ein.

Eine ganz gewöhnliche Kita-Weihnachtsroutine, sowie wir es in Deutschland halt kennen. Stop! Wartet mal. Irgendwas neuseeland-rebekka-23dez-02scheint doch anders zu sein. Wenn man aus dem Fenster blickt, wird
man vom puren Sonnenschein begrüßt. Wie konnte ich das vergessen? Es ist Sommer in Neuseeland! Ja, Weihnachten wird im Sommer gefeiert. Unbegreiflich, aber wahr. Ob ich mich daran gewöhnen könnte? Nein – mir fehlen die Weihnachtsmärkte, die Kälte, ein echter Tannenbaum, aber vor allem meine Familie. Darum läuft bei mir auf meinem IPod “I’ll be home for Christmas” auf und ab, obwohl mir dieser Wunsch dieses Jahr leider nicht erfüllt werden kann.“

Liebe Rebekka, im Januar bist Du ja wieder hier – wir freuen uns auf Dich!

Grausame Geschenke

Grausame Geschenke

Der Deutsche Tierschutzbund und die Tierschutzorganisation ‚Vier Pfoten‘ haben bei einer deutschlandweiten Untersuchung festgestellt, dass Winterkleidung wie Mützen, Handschuhe und Jacken, in der angeblich nur Kunstpelz verarbeitet wurde, dennoch Echtfell enthält. Da diese Produkte zumeist sehr preiswert sind, vermuten die Organisationen, dass die hier verarbeiteten Felle von Hunden und Katzen stammen, die in China unter grauenvollen Bedingungen gehalten und getötet wurden und deren Fell illegal nach Europa gelangte (https://www.vier-pfoten.de/themen/wildtiere/pelz/pelzkennzeichnung/).

Wer sicher sein möchte, dass Kleidung ohne Tierquälerei hergestellt wurde, sollte komplett auf jegliche Fellbestandteile verzichten! Und wer zu Weihnachten mit einem solchen Kleidungsstück beschenkt wird, kann dieses sicher problemlos umtauschen!

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

Rüdiger Loeffelmeier

Praktikum in England

Praktikum in England

Praktikum in England

Andressa aus der #Erzieherklasse E 14 ist auch in England und macht dort ihr drittes Praktikum. Hier ihr Kurzbericht:

„Im malerischen Torquay an der Südküste Englands geht es sehr touristisch zu, das Städtchen lebt vom Tourismus. Es gibt unzählige bed and breakfasts, Hotels, Golfclubs, Minigolfclubs und einen Zoo für seltene Vogelarten „Living Coasts“. In diesem Städtchen direkt an der Küste lebe ich für fünf Monate.

Sehr touristisch habe ich mich verhalten, als ich im Torquay Wheel die wunderbare Aussicht aufs Meer und die Stadt genossen habe (ein Foto vom Torquay Wheel schicke ich euch).england-andressa-20dez-02
Wenn ich nicht in der Kita/Vorschule arbeite, schreibe ich fleißig an meinem Praktikumsbericht usw. In meiner Freizeit gehe ich mit einem anderen Studenten aus meiner Familie joggen oder ich verbringe Zeit mit meiner sehr lieben Gastfamilie. Besonders ins Herz geschlossen habe ich den Border-Collie der Familie. Sie ist unglaublich schlau und hat eine Menge Tricks drauf. Sie ist in der Lage, Fußball zu spielen……ganz typisch englisch.“