Archiv des Autors: Campus - Südkreuz

Heilerziehungspflegerin werden. Inklusion unterstützen.

»Ein authentisches Miteinander« – Eine angehende Heilerziehungspflegerin erzählt…

Pia Janthur ist Auszubildende unserers ersten Kurses im Ausbildungsgang Heilerziehungspflege, HEP 1. Sie hat mit uns über ihre Motivation gesprochen, die Ausbildung zu beginnen, über ihre Freude am Beruf, über die Rolle der Sprache im Umgang mit Menschen mit Behinderung und über ihre persönliche Haltung und Wünsche zum Thema Inkulsion. Ein erfrischendes und informatives Gespräch mit einer interessanten Frau – zum Nachhören und Mitlesen… Danke, Pia Janthur!

Ich freu mich sehr, dass ich heute mit einer TeilnehmerIn aus unserer ersten Heilerziehungspflege-Klasse sprechen kann. Würden Sie sich ganz kurz vorstellen?

Pia Janthur: Ja. Mein Name ist Pia Janthur, ich bin 45 Jahre und seit Februar 2015 in der Ausbildung für den Heilerziehungspfleger.

Weshalb Heilerziehungspflege?

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Schule im Kino: Eindrücke vom Kinotag der Geneststraße.

selmaMitte November war Kinotag in der Geneststraße und über zweihundert TeilnehmerInnen aus unseren unterschiedlichen Schulen haben sich morgens um kurz vor neun im Odeon-Kino an der Hauptstraße in Schöneberg getroffen, um gemeinsam ›Selma‹ anzusehen.

Im Film ›Selma‹ geht es um den bewegenden, gewaltlosen Kampf der Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King, die um das Wahlrecht für die aforamerikanische Bevölkerung der USA ringt. Ganz zentral sind im Film die Selma-nach-Montgomery-Märsche aus dem Jahr 1965. Deshalb ist ›Selma‹ auch namensgebend für den Film von Regisseurin Ava DuVernay aus dem Jahr 2014.

Die Organisations-Crew hat sich für diesen Film entschieden, weil er ihnen – obwohl Geschichtsdrama – nach wie vor aktuell erscheint für Themen, die uns alle auch heute betreffen: Rassismus, Ausgrenzung, Ungerechtigkeit. Damit fiel die Wahl auf die Auseinandersetzung mit einem Anliegen, das uns im Rahmen aller Projekte unserers SOR-Projekts – ›Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‹ intensiv beschäftigt.

War es ganz zu Beginn noch recht unruhig im Kinosaal – bis alle sich eingerichtet hatten und am Popcorn knusperten, so wich diese Unruhe nach kurzer Zeit einer großen Gebanntheit und stellenweise auch großer Betroffenheit der Teilnehmenden, denn Selma ist alles andere als ein Popcorn-Film zum Wohlfühlen, sondern regt zur Auseinandersetzung und zum Nachdenken an.

In diese Auseinandersetzung ging es – zurück in der Schule angekommen – anschließend in den einzelnen Klassen. Das Besondere: Die TeilnehmerInnen der Ausbildungsgänge Sozialassistenz, Altenpflege und Heilerziehungspflege haben auf der Basis von Arbeitsanregungen und Brainstormings zum Großteil selbst entschieden, welche Themen und Aspekte sie in einer Erarbeitung vertiefen oder diskutieren möchten. So haben einige ein Charakterprofil von Martin Luther King erstellt, andere sind der Frage nachgegangen, ob er in ihren Augen ein typischer ›Held‹ ist, der auch heute noch ein Vorbild sein kann. Die Rolle der Medien und der Berichterstattung in Form von Bildern für die Bürgerrechtsbewegung wurde untersucht und auch die Bedeutung, die Religion für Martin Luther King (auf der Basis der filmischen Darstellung) hatte.

Engagierte Diskussionen gab es auch zu der Frage, die ein Reporter im Film stellt: »Ist die Bürgerrechtsbewegung wirklich gewaltfrei, wenn sie Gewalt bewusst provoziert?« Hier gingen die Meinungen durchaus auseinander und die Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit diesen Fragen war intensiv und konstruktiv.

Eine andere Klasse aus dem Ausbildungsgang Sozialassistenz hat den Film zum Anlass genommen, nach möglichen Gründen für rassistische Positionen in unserer Zeit zu suchen und sich zu fragen, wie man ihnen am besten begegnen kann – ganz gleich ob privat oder im Beruf.

Nach viel angeregter Diskussion, Auseinandersetzung und kleinen Präsentationen zum Thema gingen die Teilnehmenden am Ende des Schultages zufrieden, aber auch nachdenklich auseinander. Die Themen sind ganz offenbar mit diesem Tag nicht abgeschlossen – was auch das Organisationsteam freut, denn dass das Nachdenken nach der Schule weitergeht, haben sich natürlich alle Beteiligten gewünscht.

Das Organisationsteam schaute anschließend zufrieden auf diesen Ausnahme-Tag und beschloss: So ein Kinotag soll unbedingt wiederholt werden. Und dank des Sponsorings, durch eine Beteiligung von Campus an den Kosten der Karten für die einzelnen TeilnehmerInnen, war das Ganze für alle überaus erschwinglich und kann so ganz bestimmt auch für alle wieder einmal möglich sein!

Die BIlder zeigen Impressionen aus den Arbeitsgruppen der Klassen Soz 19 und Soz 22.

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Links:

Interessantes Begleitmaterial zum Film:

http://www.selma.studiocanal.de/download/Selma_Filmpaedagogisches_Begleitmaterial.pdf

 

 

 

 

 

 

Mein Praktikum in Plymouth

Franziska Kopatz befindet sich im dritten Ausbildungsjahr zur Erzieherin bei Campus. Die letzten fünf Monate hat sie genutzt, um ihr Praktikum in Plymouth, Südengland zu absolvieren. Einige ihrer Erfahrungen teilt sie mit uns hier im Blog.

Plymouth

„Ich schließe die Augen, atme tief ein und sehe die Weiten des Ozeans, fühle die frische Brise der Küstenluft und höre das Wellenrauschen entlang der Klippen…“

Mein Zuhause

Die letzten fünf Monate hieß mein Zuhause Südengland. Genauer noch die Beatrice Avenue im wunderschönen Plymouth. Dort lebte ich in einer Gastfamilie und teilte mir das neue Heim mit immer wechselnden, vielseitigen Menschen, aller Herren Nationen. Ruhig war es in diesem Haus eigentlich nie. Viele verschiedene Sprachen hallten durch die Räume oder die Stimmen der Kinder und Enkelkinder.

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Inklusion für gehörlose und höreingeschränkte Menschen

vvInklusion bei Campus Berlin: Dank Ferndolmetscherdienst VerbaVoice gibt es auch bei uns neue Möglichkeiten für Gehörlose und hörgeschädigte Menschen.

In Deutschland gibt es schätzungsweise etwa 300.000 gehörlose Menschen und außerdem ca. 700.000 Menschen, die stark im Hören eingeschränkt sind und deshalb zusätzliche visuelle Informationen benötigen, um Gesagtes zu verstehen. Für diese Menschen gibt es seit ein paar Jahren dank VerbaVoice mit Internet und Dolmetscherdienst neue Möglichkeiten der Teilhabe an Bildung und am gesellschaftlichen Leben. Campus will mitmachen und setzt dabei unter anderem auch auf die Software von VerbaVoice. Ab sofort soll bei uns inklusive Bildung auch für Menschen möglich sein, die schwerhörig oder gehörlos sind.

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Reportagen aus der Schreibwerkstatt

Unsere angehenden SozialassistentInnen aus der Soz 18 haben ihre Chance genutzt: Im Deutschunterricht sind gerade ›journalistische Textsorten‹ Thema und unsere TeilnehmerInnen haben Gelegenheit, sich auch selbst an diesen Formaten auszuprobieren. Zwei besonders gelungene Texte werden hier vorgestellt. Jeanné Ibisch und Cleo Schöttler nehmen uns in ihren Mini-Reportagen mit in ihr letztes Praktikum und laden dazu ein, kleine Ausschnitte aus der Praxis mitzuerleben. Der Blick in den Deutschunterricht als Schreibwerkstatt zeigt: Mit Sprache kann man kleine Situationen einfangen, anschauen, reflektieren…

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Das Projekt HÖRMAL!

von Karsten Czura und Cleo Schöttler

hoermalDas Projekt ›HÖRMAL! Die Geschichte vom Tempelhofer Feld‹ soll informieren und außerdem aufmerksam und sensibel machen für das Tempelhofer Feld als Gedenkort. Durchgeführt haben das inklusive Projekt Jugendliche und junge Erwachsene unter der Leitung der Globalen Medienwerkstatt e.V. Eine Gruppe Auszubildender von CAMPUS war auch dabei und hat für das Projekt die Geschichte des Zwangsarbeiterlagers auf dem Tempelhofer Feld recherchiert. Karsten Czura und Cleo Schöttler, zwei angehende Sozialassistenten der Campus-Projektgruppe, geben uns einen Einblick in die Projektphase und nehmen uns in ihrem Text sogar mit zur Eröffnung des Hörmuseums.

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Perspektivwechsel durch ein Praktikum in der Altenpflege

fue»…und plötzlich hat sich meine Sicht auf mich selbst durch die Ausbildung und durch dieses Praktikum verändert.«

Claudia Schöttler, Auszubildende Sozialassistentin im letzten Ausbildungsjahr, hat gerade ihr Praktikum in einem Seniorenheim beendet. Wir sind froh, dass sie sich die Zeit genommen hat, uns ein paar Fragen zu beantworten, um einige ihrer Erfahrungen mit uns zu teilen.

Mögen Sie kurz beschreiben, mit welchen Erwartungen Sie in das Praktikum gegangen sind?

Ich bin ganz locker an mein Praktikum rangegangen. Da es mein zweites in der Pflege ist, war ich ganz entspannt und vor allem neugierig darauf. Erwartungen? – Ich wollte einen guten Einblick in den Alltag dort erlangen und war einfach gespannt: Weiterlesen

Praktikum in einem Asylheim

»In meinem früheren Beruf hatte ich nie das Gefühl, etwas so Wichtiges und Wertvolles gemacht zu haben.«

Benjamin Krügel, gerade in seinem zweiten Ausbildungsjahr zum Sozialassistenten,

Asylheim_Beitrag_Blogabsolviert zurzeit ein Praktikum im Kinder- und Jugendbereich einer Erstaufnahme-einrichtung für Flüchtlinge und Asylbewerber. Er nutzt hier die Möglichkeit, viele neue, auch persönlich bewegende Erfahrungen zu machen und hat sich – zu unserem Glück – bereit erklärt, einige seiner Erfahrungen mit uns in Form eines E-Mail-Interviews zu teilen.

Was Benjamin Krügel in seinem Praktikum tut, wie er die Situation vieler Flüchtlinge aus seiner Perspektive als Begleiter und Betreuer einschätzt und was er den Pegidas, Legidas und den anderen Gidas gerne sagen würde, das können Sie hier lesen:

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»Warum Altenpflege? Na, weil es ein so schöner Beruf ist!«

Unsere Koordinatorin, Carmen Kaufmann, im Gespräch mit Cap&Couch über den Altenpflege-Beruf.

Ganz oft sind es persönliche Begegnungen, die das Interesse für ein bestimmtes Berufsfeld wecken, neugierig machen und Fragen wie diese aufwerfen: »Wie wäre es, wenn ich Bäcker, Rennfahrerin oder Erzieher wäre…«?

So war das auch für Carmen Kaufmann, bevor sie ihre Ausbildung zur Altenpflegerin begann: Die Begegnung mit einer interessanten Persönlichkeit, die Spannendes über ihren Beruf in der Altenpflege erzählte, machte sie neugierig auf den Beruf. Das liegt nun schon einige Jahre zurück. Frau Kaufmann arbeitet jetzt als Lehrerin für Pflegeberufe und Koordinatorin bei Campus am Südkreuz.

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Neue Ausbildung: Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin

Torsten Fähnrich, einer der Konzepter unserer neuen Heilerziehungspflege-Ausbildung, stellt den Ausbildungsgang im Gespräch vor, erklärt, für wen diese Ausbildung etwas sein könnte und verrät auch, was das Besondere an dieser Ausbildung bei Campus ist.

Hören Sie das Interview, um einen Eindruck zu bekommen oder lesen Sie eine gekürzte Variante hier in unserem Blog.

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