Archiv für den Monat: Februar 2018

Auslandspraktikum in Totnes (England)

Die Erzieherschülerin Nicole berichtete monatlich von ihrem fünfmonatigem Auslandspraktikum in einer Pre-School in Totnes (England).  Nun neigt sich diese Zeit voller wertvoller Erfahrung für sie dem Ende entgegen. Es ist Zeit für ein Abschlussresümee.

Hallo lieber Leser,

In weniger als zehn Tagen endet meine Zeit in England. Ja, ich kann es selbst kaum glauben, dass das Abendteuer bald vorbei sein wird. Die letzten sechs Arbeitswochen sind, in meinen Augen, viel zu schnell vergangen.

Ich habe in der englischen Pre-School, vergleichbar mit einem deutschen Kindergarten, sehr viele Eindrücke und Erlebnisse sammeln können. Die Kinder sind hier zwischen zwei und vier Jahren alt. In meiner Einrichtung hat jede Erzieherin Bezugskinder, die sie über den Tag betreut. Einmal am Tag kommen die Kinder zu ihren jeweiligen Bezugsgruppen zusammen, wo sie gemeinsam mit ihrer zuständigen Erzieherin eine Aktivität machen. In der Einrichtung bekommen die Kinder sehr viel Zeit zum Freispiel über den Tag zugesprochen. Innerhalb dieser Zeit bieten die Erzieher kleine Aktivitäten an, wo die Kinder selbst entscheiden dürfen, ob sie das Angebot ausprobieren möchten. Zwei Mal am Tag (Mittag und vor Schluss) kommen alle Erzieher und die Kinder der fünf Gruppen zu einem großen Gruppenkreis zusammen. Hier werden Neuigkeiten oder Anliegen besprochen, Lieder gesungen oder kleine Gruppenspiele gespielt. Die Aktivitäten und das Spielen sollen die Kinder unterstützen, ihre benötigten Fähigkeiten für ihr Alter zu erwerben und zu verbessern.

Ich erhielt einen tollen Einblick in das Tätigkeitsfeld eines englischen Erziehers. Ich habe festgestellt, dass ein kleiner Betreuungsschlüssel wesentlich dazu beiträgt, die Motivation und Gesundheit der Mitarbeiter zu stärken. Als Erzieher kann man viel individueller und spezifischer auf das Verhalten eines Kindes eingehen. Dank der guten Organisation im Team und dem kollegialen Arbeitsklima kam kaum Hektik oder Stress am Tag auf.

In all der Zeit in England lebte ich bei einer Gastfamilie. Ich bin wirklich froh, dass ich diese Familie bekommen habe. Ich war ihre erste Austauschschülerin, die aus Deutschland kam und über knapp fünf Monate bei ihnen blieb. Die Gasteltern nehmen schon seit ein paar Jahren Gastschüler auf und sind auf diesem Gebiet quasi Profis. Es gab nicht jeden Abend Fast Food zum Essen oder es gab keinen weiteren Gastschüler im Haus. Das ist nicht immer überall so, worüber ihr euch im Klaren sein müsst.

Ich bin sehr dankbar, dass die Gasteltern so entspannt waren, wenn es um das Thema Weggehen ging. Für sie ist es völlig normal, dass ihre vorherigen Gastschüler an einigen Abenden der Woche zum Pub mit anderen Studenten gegangen sind. In meinem Fall war es so, dass ich an einigen Wochenendtage unterwegs war. Die Eltern gaben mir sehr oft nützliche Tipps für meine Ausflüge auf dem Weg mit, was ich total cool fand.

Jetzt wartet mein Koffer darauf, dass ich so langsam anfange zu packen. Hoffentlich überschreite ich nicht die Kiloanzahl für meine Gepäckstücke! Zu Not schicke ich einen Karton mit allen übrigen Sachen an meiner Mama, welcher ich vorher weiß machen werde, sie erhält eine weitere Postkarte aus England. 😀

Bis bald zum letzten Eintrag

Alles liebe Nicole

 

Jetzt geht es los…

Kaufmännische Assistent*innen imPraktikum Die Einladungen zur Abschlussveranstaltung am 22. Februar sind bereits verschickt, die Zeugnisse über den staatlichen Berufsabschluss gedruckt, unterschrieben sowie gesiegelt und die Auszeichnungen für die Preisträger*innen vorbereitet (gleich 4 Absolvent*innen erhalten eine Ehrung, da sie ihre Ausbildung  mit einem Notendurchschnitt von 1,0 bzw. 1,1 abschließen).

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Auslandspraktikum in Rumänien 3 – Der Abschied naht…

Rebecca aus der Erzieherklasse E18 absolviert ein Auslandspraktikum in Rumänien. Über ihre Erfahrungen während dieses Praktikums verfasst sie regelmäßig kleinere Blogartikel. Hier ist ihr vorläufig letzter Bericht:

Es ist immer wieder dasselbe: Am Anfang bildet man sich ein, dass 5 Monate sich bestimmt wie eine Ewigkeit anfühlen und nie vergehen werden und jetzt, wo mir nur noch wenige Tage meines Praktikums im Timişoara bleiben, wird mir bewusst, wie schnell diese Zeit doch vorbei gegangen ist.

In der vergangenen Woche hatten wir eine Dinosaurier-Themenwoche, was die Kinder sehr begeistert hat, und in der nächsten Woche (meine letzte Woche) kann ich das Faschingsfest mit meiner Gruppe feiern und die Vorbereitungen dafür laufen schon einige Zeit: Es wird wieder ein kleines Bühnenprogramm und ein gemeinsames Essen für die/mit den Eltern geben und alle Kinder freuen sich schon auf das Verkleiden und das Feiern. Die Rumänen feiern und essen gerne gemeinsam; Das und noch Einiges mehr habe ich gelernt. Das Einstellen auf eine neue Kultur, Mentalität, Sprache und andere Umstände war herausfordernd, aber immer spannend.

Das Heimweh hielt sich aufgrund der vielen schönen Momente hier bis jetzt wirklich in Grenzen und es fällt mir schwer zu gehen. Aber trotzdem kann ich dem traurigen Abschied von hier auch mit einem Lächeln entgegen sehen: Meine Familie und Freunde fehlen mir doch.

Ich kann reflektierend und zurückblickend einfach nur sagen, wie dankbar ich für diese Zeit hier bin, für alle neuen Erfahrungen, Freundschaften und alle Höhen und Tiefen. Es war einfach die richtige Entscheidung und der richtige Weg und hat mich total weiter gebracht.

Mein Weg zum Beruf ist bunt!

Die neue Kampagne bei Campus Berlin am Standort Südkreuz

Der Standort Südkreuz versteht sich schon seit Jahren als eine Schule für Alle und möchte sich jetzt stärker mit dieser Botschaft auf dem Bildungsmarkt positionieren. Es soll vermittelt werden, dass hier alle Menschen willkommen sind – unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Aussehen, ihrem Alter, ihrer Religion, ihrem Geschlecht oder ihrer sexuellen Orientierung.

Um dies in die Öffentlichkeit hinauszutragen, führt die Schule eine Kampagne durch, in der einige Auszubildende sich mit ihrer Einzigartigkeit exemplarisch vorstellen. Bisher sind schon einige Portraits entstanden.

Mein Weg zum Beruf ist bunt

Claudia Schöttler zum Beispiel. Sie ist 42 Jahre alt und dreifache Mutter. Nachdem sie eine Ausbildung zur Sozialassistentin bei Campus Berlin absolvierte hatte, entschied sie sich für die Ausbildung zur Altenpflegerin.
»Die Schule ist SUPER!!! Ich habe diese Schule jetzt insgesamt 4 Jahre besucht und kann nur Positives berichten! Der Unterricht macht Spaß, die Schule hat eine freundliche Atmosphäre und ist offen für alle. Das finde ich toll!« – schreibt sie über Campus Berlin bei Google Maps.

Minirou Secka vertritt die Sozialassistenten. Er ist 20 Jahre alt und absolviert seit Februar 2017 die Sozialassistentenausbildung bei Campus Berlin. Minirou Secka, oder Mins, wie seine Freunde ihn nennen, kam im Jahr 2015 aus Gambia nach Deutschland und hat hier ein Jahr die allgemeinbildende Schule besucht. Danach absolvierte er ein Praktikum in einer Kita und hatte so viel Spaß dabei, dass er sich für die Ausbildung zum Sozialassistenten entschied. Wenn man Minirou Secka nach Campus Berlin als Schule fragt, antwortet er einfach: »Hier bin ich richtig!« und lächelt uns freundlich an.

Auch Ilknur Saka ist dabei. Frau Saka ist 46 Jahre alt und absolviert eine berufsbegleitende  Ausbildung zur Erzieherin bei Campus Berlin , d.h. sie arbeitet bereits 20 Stunden pro Woche als Erzieherin in einer Kita und besucht zusätzlich die Schule an zwei Nachmittagen in der Woche und zwei Samstagen im Monat.
Ilknur Saka ist gebürtige Berlinerin, wurde aber in ihrer Kindheit als Tochter eines sogenannten „Gastarbeiters“ in die Türkei zur Schule geschickt. Die Eltern wollten immer zurück in die Türkei, erzählt sie, deswegen kam am Anfang eine Schule in Berlin nicht in Frage. Während dieser Zeit besuchte sie ihre Eltern in Berlin nur in den Ferien.  Aber als Erwachsene entschied sich Ilknur Saka für ein Leben in Berlin, auch wenn ihre Eltern inzwischen zurück in ihrer Heimat sind. Sie ist alleinerziehend und absolviert ihre schulische Ausbildung gerne bei Campus Berlin. Sie sagt: »Bei Campus Berlin kann ich ich sein«.

Und der 24-jährige Marco de Figueiredo lächelt auch in die Kamera. Der gebürtige Münchner wollte beruflich Menschen helfen und absolviert nun seit August 2017 eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger bei Campus Berlin.
In seiner Freizeit kocht de Figueiredo gerne. Erfahren haben wir das, als wir ihn nach seinen Eindrücken bei Campus Berlin fragten und die Antwort lautete: »Toleranz und Offenheit sind bei Campus Berlin das richtige Rezept«.

Campus Berlin ist eine Schule, in der alle Menschen willkommen sind. Das stimmt! Hier sind Herkunft, Aussehen, Alter, Glaube, Geschlecht oder sexueller Orientierung kein Grund zur Ausgrenzung, sondern ein geschätztes Potenzial!
Dazu sagt die Schulleiterin, Frau Philbert-Hasucha: »Wir sind der Überzeugung, dass eine tolerante und harmonische multikulturelle Gesellschaft aktiv gestaltet werden muss, insbesondere bei pädagogischen und Pflegeberufen. Und das fängt in der Ausbildung an!«.

Wir danken ganz herzlich allen Schüler*innen, die sich für die Kampagne bereit erklärt haben und freue uns auf die Resonanz!