Archiv für den Monat: Januar 2017

Sammelaktion für die Kältehilfe der Berliner Stadtmission

Es ist nur eine geschätzte Zahl, aber sie ist traurig und alarmierend: In Berlin haben ca. 10.000 Menschen keine Wohnung, d.h. sie leben auf der Straße. Die damit verbundenen Probleme sind vielfältig und werden im Winter lebensbedrohlich!

Die Berliner Stadtmission, die seit 1877 existiert und die heute Trägerin verschiedener sozialer Einrichtungen ist, kümmert sich um die Frauen und Männer, indem sie ihnen im Rahmen der Kältehilfe Notübernachtungsplätze anbietet, mit zwei Kältebussen unterwegs ist, um Menschen vor dem Erfrieren zu retten, und eine (ehrenamtliche) ärztliche Betreuung bereitstellt. Bei dieser Arbeit ist sie auf Spenden angewiesen, da weder vom Bund noch vom Land Berlin genügend finanzielle Mittel bereitgestellt werden, um diesen Menschen wirkungsvoll zu helfen.

 Die Soz 24 wollte ihre Sozialassistentenausbildung mit einer unterstützenden Aktion abschließen und entschloss sich, eine Sammelaktion für alle Klassen des Standorts Südkreuz zu starten. Diese war durchaus erfolgreich, so dass wir uns am 26. Januar, bepackt mit Umzugskartons voller Kleidung und vielen Tüten voller Lebensmittel und Hygieneartikel, zum Zentrum der Stadtmission in der Lehrter Straße 68 aufmachen konnten. Dort empfing uns Frau Rogasch, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadtmission zuständig ist, und informierte uns anschaulich und umfassend über die Arbeit der Kältehilfe. Dabei erfuhren wir, dass in der Wintersaison jeden Abend bis zu 200 Menschen vor der Tür der Stadtmission stehen und darauf warten, eine warme Mahlzeit und einen Notübernachtungsplatz zu erhalten. Obwohl eigentlich nur 120 Schlafplätze vorhanden sind, weisen die Mitarbeiter_innen niemanden ab und zeigen sich in ihren Bemühungen, allen einen Platz anzubieten, sehr kreativ.

Bild 0

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 Frau Rogasch führte uns dann in die Räumlichkeiten (Bild 0), die für uns, die wir eine kuschelige Wohnung haben, nicht gerade einladend wirken. Für diejenigen Frauen und Männer, die sonst in einem Schlafsack draußen bei Minustemperaturen übernachten müssen, dürfte das anders sein.

Bild 1

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Bild 2

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Nach einem Sicherheitscheck nehmen sie auf einfachen Bierbankgarnituren ihr Essen ein (Bild 1+2), haben die Gelegenheit zu duschen und erhalten einen Schlafplatz, der aus einer Isomatte und einfachem Bettzeug besteht (Bild 3).

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Bild 3 – Schlafplätze

Besonders berührend war ein im Speisesaal aufgestelltes Gedenkkreuz, an dem Zettel befestigt sind, die an verstorbene Wohnungslose erinnern (Bild 4). Das verbreitete Vorurteil, dass in diesem ‚Milieu‘ jede/r nur an sich denkt, wird spätestens hier nachhaltig erschüttert!

Bild 4

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 Frau Rogasch berichtete während der Rundgangs über die psychischen und physischen Erkrankungen, die bei den meisten Wohnungslosen vorhanden sind, über die Suchterkrankungen und die Gefühle des Ausgegrenzt-Seins, über die Angebote der Stadtmission, die das Ziel einer Wiedereingliederung in die Gesellschaft haben, und über die Erfolge und Misserfolge, die diese Arbeit mit sich bringt.

 Die Schüler_innen der Soz 24 (und auch ihr Klassenleiter) waren beeindruckt und betroffen! Vielleicht wird die eine oder der andere den um Kleingeld bettelnden Menschen in der U-Bahn jetzt mit anderen Augen sehen und öfter mal ein paar Cent erübrigen. In unserem abschließenden Gespräch waren wir uns jedoch einig: Sammelaktionen wie diese sollten regelmäßig stattfinden, denn der Bedarf in diesem Bereich ist immens! Und solange die Politik Geld für Pannenbaustellen (Flughafen) und Prestigeobjekte (Staatsoper, Stadtschloss) verschwendet, ist unsere Spendenbereitschaft leider unerlässlich!

 Rüdiger Loeffelmeier

Campus Auszubildende für Ihre Leistung ausgezeichnet

Unsere Auszubildende Kauffrau im Gesundheitswesen, Frau Boldbaatar, absolviert Ihr Praktikum im KATHARINEN CITY WEST und wurde für Ihre sehr guten Leistungen mit einem Beitrag in der unternehmenseigenen Zeitung ausgezeichnet. Sie berichtet über Ihre Erfahrungen im Praktikum, warum sie sich für eine schulische Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen entschieden hat und über Ihre Pläne für die Zukunft.

Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen bei Campus Berlin

„Frau Jargalan Boldbaatar ist im dritten Ausbildungsjahr zur Kauffrau im Gesundheitswesen und absolviert seit Juni 2016 ein praktisches Jahr bei uns im KATHARINENHOF CITY WEST.

Lesen Sie im Interview über das spannende Tätigkeitsfeld von Jargalan Boldbaatar.

Frau Boldbaatar, warum haben Sie diesen Ausbildungsberuf gewählt?

Durch die Tätigkeit meiner Eltern im Gesundheitswesen, kam ich schon früh mit dieser Branche in Berührung. Für mich kam aber nur ein Beruf mit kaufmännischer Richtung in Frage, weil ich hier auch meine mathematische Leidenschaft weiterhin ausleben kann.

Warum haben Sie sich für eine schulische Ausbildung entschieden?

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Mit Campus Berlin ins Ausland

Erasmus-Stipendien für unsere Auszubildende

Mit Campus Berlin ins Ausland

Mit Campus Berlin ins Ausland

Campus Berlin bietet die Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts mittels Erasmus-Stipendien. 23 unserer Auszubildenden nutzten zwischen 2014 und 2016 die Möglichkeit, ein Praktikum im Ausland zu absolvieren: Zwei Studentinnen der Heilerziehungspflege, fünf Auszubildende der Altenpflege und zehn eingehende Erzieherinnen waren in England. Sie alle wurden vor Ort von unserem Partner, der Totnes European School, betreut. Außerdem waren vier Auszubildende der Altenpflege in Graz, Österreich, im Geriatriezentrum Albert-Schweitzer. An der Christian-Doppler-Klinik in Salzburg war ein Schüler der Altenpflege und in der Villa Gorilla in Stockholm, Schweden, eine Studentin der Fachschule für Sozialpädagogik.

Die finanzielle Unterstützung durch das Stipendium ist von Land zu Land unterschiedlich. Für England, Österreich und Schweden wird ein Zuschuss für die Fahrtkosten übernommen. In Österreich und Schweden besorgt Campus Berlin den Praktikumsplatz, das Stipendium wird ausgezahlt und die Schüler*innen müssen davon selbst für Unterkunft und Verpflegung sorgen. Campus Berlin hilft dabei, z.B. einen Platz in einem Studentenheim zu bekommen. In England besorgt die Totnes European School den Praxisplatz und eine Gastfamilie, die Frühstück und eine warme Mahlzeit stellt. Das gesamte Geld geht an die Totnes School, so dass für alle anderen Kosten die Schüler*innen selbst aufkommen müssen. Unsere Kooperationspartner versorgen aber auch Praktikant*innen bei Problemen jeglicher Natur mit Offenheit und Erfahrung.

Wir sind der Überzeugung, dass eine Praxiserfahrung im Ausland für die Entwicklung unserer Auszubildenden, sowohl beruflich als auch privat, eine unvergleichbare Gelegenheit ist. Wir freuen uns darüber, ihnen diese Chance eröffnen zu können und animieren sie dazu, sie in Anspruch zu nehmen. Bei Interesse an einem Auslandspraktikum kontaktieren Sie unsere Schulleiterin, Frau Philbert-Hasucha: s.philbert-hasucha@campus-bb.de