„Moin moin Hamburg!“

Vom 17. bis 18. Juni 2015 unternahmen Schüler der BFB 24 mit ihrer Klassenleiterin Frau Hirt einen Ausflug nach Hamburg. Ziel der Unternehmung war die Besichtigung des Flugzeugherstellers Airbus und seines rund 350 ha großen Geländes, um mehr über einen der größten europäischen Arbeitgeber zu erfahren.

Unsere Klassenfahrt begann am Mittwoch selbstverständlich mit der obligatorischen Freitags-Leistungskontrolle – ganz nach dem Campus-Motto „Pflicht vor Vergnügen“. Um 10 Uhr ging es zum Hauptbahnhof und von dort aus mit dem ICE nach Hamburg. Nach knapp zwei Stunden und einer technischen Störung auf der Strecke irgendwo im Nirgendwo – wahrscheinlich in Brandenburg 🙂 – hatten wir unser Ziel erreicht: Hamburg-Hauptbahnhof, die Drehscheibe der Welt. Ermüdet von der Fahrt teilten wir uns in zwei Gruppen: die eine fuhr dank der Hamburg-Card bequem mit der S-Bahn zur Unterkunft auf der Reeperbahn, die andere wanderte mehr oder weniger zielstrebig quer durch die Stadt und an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei dorthin.

Der Nachmittag und Abend des ersten Tages standen ganz im Zeichen der Hamburger Kultur und Wirtschaft. Zuerst besuchten wir die Landungsbrücken, bei denen es sich um Anlegestellen für (Fahrgast-)Schiffe handelt. Die erste Anlegestelle wurde bereits 1839 errichtet. Mittlerweile haben sich die Landungsbrücken auch zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt für S-Bahn, U-Bahn und Seetouristik entwickelt.

Fahrtbericht1Quelle: http://www.hamburg.de

Nach einem typischen Snack der Hansestadt („Fish and Chips“) gab es das Okay des Kapitäns Hirt für die freie Zeitgestaltung. Mit voller Fahrt steuerte die Hälfte der Campus-Matrosen auf die Reeperbahn zu, um hier die eine oder andere „Sehenswürdigkeit“ Hamburgs zu entdecken. Diejenigen Matrosen, die den Rang beim Kapitän erhöhen wollten, liefen mit ihm durch die Hamburger City. Dort wurden u. a. Rathaus, Alster, Großer Michel, Mönckebergstraße sowie das Operettenhaus besichtigt. Natürlich konnte Frau Hirt es sich nicht verkneifen, während des Spaziergangs unser wirtschaftliches und politisches Allgemeinwissen zu testen. Beim Gang durch die Speicherstadt sahen wir uns den Baufortschritt der Elbphilharmonie an und informierten uns über die Pläne des Projekts. Bereits seit April 2007 befindet sich das Konzerthaus im Bau. Danach machten wir einen Abstecher zum Konzernsitz von Unilever sowie gleich daneben zum Terminal für Kreuzfahrtschiffe – einem Wirtschaftszweig mit hohen Wachstumsraten. Unilever ist bekannt für Marken wie Langnese, Knorr, Axe und Ben & Jerry´s. Nach dem von Regen begleiteten Bildungsgang wurde die Testphase der Hamburger Kneipen durchgeführt. Man gönnte sich einen interessanten und ent-spannten Abend in verschiedenen Produkt- und Preisklassen der hansestädtischen Gastronomie.

Der Donnerstag begann mit der schwierigsten Aufgabe des Tages: dem Aufstehen um 7 Uhr. Das leckere Frühstück und die anderen Gäste des Hostels (Familien, Schulklassen und Seniorinnen) überraschten uns sehr, da unser Eindruck vom Hostel am Anreisetag ein ganz anderer war… Nach dem Checkout machten wir uns mit den Hamburger Öffis zu Airbus nach Hamburg-Finkenwerder auf, natürlich durch den Elbtunnel. Wir hatten Glück: „Heute mal kein Stau“.

An „Motivation und Begeisterung“ – als Voraussetzungen für beruflichen Erfolg im aktuellen Modul PRBE von Frau Hirt gelehrt – wurde die gesamte Zeit bis zum Airbus-Werk durch Reiseleiterin Hirt erinnert und von der Gruppe mehr oder weniger praktiziert. Am Werk angekommen, ging die Besichtigung unter Führung eines ehemaligen Airbus-Mitarbeiters auch schon los.

Fahrtbericht2Quelle: http://www.urlaub.de

Das Gelände verfügt über eine eigene Start- und Landebahn und ist mit ca. 350 ha so groß wie 560 Fußballfelder. So konnten wir bei unserer Ankunft den Start eines A350 beobachten, der zu einem der zahlreichen Testflüge aufbrach. Airbus beschäftigt allein an diesem Standort 16.000 Mitarbeiter. Damit ist das Unternehmen als einer der wichtigsten Arbeitgeber aus Hamburg nicht mehr wegzudenken.

An der Herstellung der Flugzeuge sind vier Länder betei-ligt: Frankreich, Spanien, England und Deutschland. In Hamburg findet die Endmontage der A320-Reihe sowie des A350 statt. Die Einzelteile werden mit dem Airbus Beluga vom jeweiligen Fertigungsort nach Hamburg geflogen, dort in riesigen Produktionshallen nach dem Prinzip der Gruppenfertigung (Stichwort: Fertigungsverfahren) zusammengefügt und mit der gewünschten Innenausstattung versehen. Fahrtbericht3Quelle: www.pressefoto-hamburg.de

Den größten Gewinn liefert die A320-Familie. Ihr Erfolgsrezept ist das Flying-by-Cabel-System. Damit kann der Pilot, der eine kleine Variante wie z. B. den A318 fliegt, direkt eine größere Maschine fliegen, ohne viele Stunden in einem Flugsimulator zu verbringen. Denn die Cockpits sowie die Lenkung sind bei allen Modellen gleich. Dies erspart den Fluggesellschaften hohe Kosten. Der Listenpreis einer Maschine der A320-Reihe liegt bei etwa 70 Mio. US-Dollar und ihre Herstellung dauert rund neun Monate. Auch die größte Passagiermaschine der Welt, der A380, wird zum Teil in Hamburg gefertigt. Rund 400 Mio. US-Dollar kostet der Typ, deren Herstellung bei ca. 12 bis 15 Monaten liegt.

Nach der Führung fuhren wir für nur acht Euro pro Per-son mit Flixbus nach Berlin zurück, erschöpft und dankbar, dass Frau Hirt uns einen Einblick in den Produktionsprozess eines „Ferienfliegers“ ermöglicht hat. Im Übrigen auch eine Branche der Zukunft: die Personenbeförderung. 🙂

Fahrtbericht4Quelle: http://aviationweek.com/

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