Archiv für den Monat: September 2013

Campus zeigt Courage! – Schule ohne Rassismus

Text: Hani, Anna und Marie der AP14b
Fotos: Schüler_innen der Erzieherklasse E1

Unser Schulfest, das am 04. September 2013 stattfand, wurde mit Vielfalt und viel Mühe von den Schüler_innen der Altenpflege, der Sozialassistenz und der Fachschule für Sozialpädagogik gestaltet.
Gemeinsam wollten wir als Schüler_innen und Dozent_innen ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung setzen.
Es wurden verschiedene Aktivitäten angeboten.

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Stoff von vorne – Frontalunterricht besser als sein Ruf

Eine Lehrerin steht vor einer Klasse und spricht zu den Schüler_innen. Wichtige Fakten und Schlüsselworte des Lerninhalts schreibt sie an die Tafel. Wenn es zu still wird oder Unruhe aufkommt, stellt sie Fragen und fügt die Antworten in den weiteren Stoff ein. Wenn die Schüler_innen Fragen nicht beantworten können, werden andere Aspekte des Stoffes zu vermittelt. Am Ende eines Themenblock überprüfen Aufgaben und Tests, ob der Stoff gut sitzt oder noch nachgelernt werden muß. Das ganze nennt sich Frontalunterricht und galt unter fortschrittlichen Pädagogen lange als Auslaufmodell von Lehrmethoden in der Schule. Selbstständiges Lernen der Schüler_innen in offenen Formen, zu zweit oder in kleinen Gruppen wird dagegen für besonders wirkungsvoll gehalten.

John Hattie, ein Bildungsforscher aus Neuseeland, gibt dem Frontalunterricht jetzt wieder gute Noten. Er hält andere Faktoren für gutes Lernen wichtiger, als nur die Methode des Unterrichts. Die Glaubwürdigkeit von Lehrern, klare Zielvorgaben am Anfang jedes Themenblocks sind genauso wichtig, wie die Rückmeldung von Schülern für die Lehrer am Ende jeder Stunde. Nur so können sie einschätzen, wo die Schüler im Verständnis des Stoffes stehen und wie es am besten weitergehen soll. Weiterlesen

Kommen Sie rein…kochen und reden Sie mit – „der AP-Stammtisch“

Altenpflegeausbildung - Stammtisch bei Campus Berlin

Altenpflegeausbildung – Stammtisch bei Campus Berlin

Von Monika Laskowski, Klassenleitung AP 16

Im Rahmen des Unterrichts entwickelte die AP 16 die Idee eines Stammtisches für die Altenpflegeauszubildenden von Campus mit dem vordergründigen Ziel, sich untereinander bezüglich der theoretischen aber auch der praktischen Ausbildung austauschen zu können.

Beim gemeinsamen Kochen, Backen und anschließenden Verspeisen der zubereiteten Gerichte können einmal in zwei Monaten u.a. Probleme in der Ausbildung thematisiert, gemeinsam Lösungen entwickelt, Informationen zur Berufspolitik, tollen Praxiseinrichtungen und Termine für Pflegeveranstaltungen weitergegeben oder Lerngruppen gebildet werden. Weiterlesen

Meine Zeit bei Campus

Jetzt sitze ich hier und es schießt mir durch den Kopf: „Das war es. Du hast es geschafft!“
2 Jahre Campus Berufsbildung e.V. mit dem Schwerpunkt Fremdsprachen.

Der modulare Unterrichtsaufbau war interessant und man konnte sich so in die jeweiligen Themenwelten sehr gut einarbeiten und das Gelernte im nächsten Modul wieder mit einfließen lassen und perfekt umsetzen. Die Lehrer waren zu jeder Zeit sehr kompetent und standen einem mit Rat und Tat zur Seite. Mit den Fachkräften in den einzelnen Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch hatten wir alle sehr viel Spaß. Die lockere Art machte es einem leicht, sich in das ungewohnte Umfeld aus neuen Mitschülern, Lehrern und unterschiedlichen Modulen zurechtzufinden. Neben dem Erfolg eines sehr guten Abschlusses, lernte ich auch viele Menschen kennen, die mein Leben auf positive Weise bereichert haben.

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Feierliche Verabschiedung nach erfolgreicher Ausbildung

Nach zwei- bzw. dreijähriger kaufmännischer und technischer Berufsausbildung in den Fachrichtungen Betriebswirtschaft, Fremdsprachen, Informationsverarbeitung und Elektronik / Datentechnik (Doppelqualifizierung – staatlicher Berufsabschluss und Fachhochschulreife) wurden die kaufmännischen und technischen Assistentinnen und Assistenten der Klassen BFB 18, BFF 9, BFI 8 und ITA 6 am 30. August 2013 feierlich verabschiedet.

In Anwesenheit des Lehrerkollegiums der Campus Berufsfachschulen und des beruflichen Gymnasiums sowie der Klassen, die ihre Ausbildung zu Schuljahresbeginn neu an den Berufsfachschulen aufgenommen haben, erhielten die Absolventinnen und Absolventen aus den Händen des Schulleiters Professor Dr. Eberhard Meumann und der Klassenleiter Klaus-Dieter Föhlinger, Anke Groneberg, Eberhard Schwarz und Sven Theimer ihre Zeugnisse über den staatlichen Berufsabschluss überreicht. Festliche Musik bildete der Rahmen der Veranstaltung im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur.

Gut auf die berufliche Tätigkeit vorbereitet

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Rassismus in unserer Sprache

Die Schulband studiert u.a. ihr Campus-Lied "no hate, no racism - show your courage" ein.

Die Schulband studiert u.a. ihr Campus-Lied „no hate, no racism – show your courage“ ein.

Von Rüdiger Loeffelmeier

Es gibt dankenswerterweise nur noch wenige Menschen in Deutschland, die die Begriffe „Negerkuss“ oder „Mohrenkopf“ für eine bestimmte Süßigkeit verwenden. Oft sind diese Leute naiv, seltener offen rassistisch.

Während dieser Begriff also beinahe ausgestorben ist, halten sich andere latent oder offen rassistische Wörter hartnäckig in unserem Wortschatz. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Begriff „Zigeuner“, der eine lange Geschichte hat, der aber nie, wie immer gerne behauptet, wertneutral verwendet wurde. Immer verband sich nämlich mit der Bezeichnung „Zigeuner“ die Zuschreibung von negativen, sprich kriminellen oder für die „Normalgesellschaft“ gefährlichen Eigenschaften. Selbst in romantisch-verklärenden Volksliedern („Lustig ist das Zigeunerleben“) tauchen Stereotype auf, die eine Menschengruppe als nicht steuerzahlende, wildernde, sich nur dem Genuss hingebende Bande charakterisieren. Nicht erst im Nationalsozialismus führte diese Kriminalisierung zu Verfolgung und Mord, und auch heute kommt es immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen auf Menschen, die in den Denkstrukturen des „Normalbürgers“ als „Zigeuner“ gelten.

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