Nur noch fünf Wochen in Plymouth!

Liebe Blogleserinnen und Leser!

unser Schüler, Nico Stähr, schildert von seinem Praktikums-und Lebenalltag in Plymouth.

Die Engländer müssen die Erfinder des gesunden Mittelweges sein von Nico Stähr

Die letzten Wochen waren sehr aufregend: Ich habe es geschafft, mich ein bisschen unter das englische Volk zu mischen und habe die Engländer in ihrem eigenen Revier aufgesucht: im Pub. Und zwar im ‚Dog and Duck’, einem ganz normalen Pub, wie es ihn wahrscheinlich zigmal in Plymouth gibt. Aber genau deswegen findet man dort auch „die ganz normalen“ Engländer, die Einheimischen, zu denen ich ja bislang nicht sonderlich viel Kontakt hatte, bis auf Gastfamilie und ein paar Kollegen.

Es war ein Freitagnachmittag und die Stimmung war bereits sehr lustig, jeder hatte seinen Spaß und das eine oder andere Feierabendbierchen genossen. Sowieso ist die Stimmung sehr ungezwungen, und wenn man vor hat, allein vor sich hinzutrinken und Trübsal zu blasen, ist dies nicht unbedingt der Ort, den ich dazu empfehlen würde. Um ein Getränk zu bestellen, muss man an die Theke kommen und dort auch direkt bezahlen. Dies führt dann unweigerlich dazu, dass man früher oder später auch mit anderen ins Gespräch kommt, weil man, während man auf sein Getränk wartet, mit 99 prozentiger Wahrscheinlichkeit von jemandem, der neben einem steht, angesprochen wird und man über irgendwelche Themen ins Gespräch kommt. Und so kommt dann eins zum anderen und man findet sich plötzlich in einer lustigen Runde voller Engländer wieder. Daraus haben sich dann weitere Treffen ergeben, die dann am letzten Wochenende in einem Barbecue bei einer Kollegin ihren derzeitigen Höhepunkt erreicht haben. Ich hatte bei all diesen Treffen unheimlich viel Spaß und die Engländer wirklich zu schätzen gelernt. Das Mittelding zwischen Gelassenheit und Organisiertheit zusammen mit dem Mittelding zwischen Offenheit und Distanz empfand ich – und empfinde ich noch immer – als eine sehr angenehme Eigenschaft, mit der ich gut zurechtkomme und die ich sehr sympathisch finde.

Die Zeit vergeht aber auch schnell…jetzt sind es nur noch knapp sechs Wochen, dann geht es wieder zurück nach Berlin…

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