Archiv für den Monat: Mai 2013

Deutschland braucht Arbeitskräfte in der Pflege!

Daniel Bahr, der FDP-Gesundheitsminister, fordert eine Erleichterung der Zuwanderung von ausländischen Pflegekräften aufgrund des Fachkräftemangels im Pflegebereich. Momentan herrscht in Deutschland ein Mangel an Fachkräften in der Alten- und Krankenpflege. Gesundheitsminister Bahr möchte das ändern, indem er die Vorrangprüfung für Pflegekräfte abschaffen will. Grund dafür sind die zu hohen Hindernisse, die die Aufnahme von ausländischen Pflegekräften erschweren. Laut eines Artikels in SpiegelOnline verwies Bahr auf das Notfallpaket von mehr als einer Milliarde Euro, das das Kabinett in der vergangenen Woche für die Kliniken beschlossen hatte. Er erwarte, dass die Krankenhäuser zusätzliche Pflegestellen schaffen. Aufgrund der schlechten Bezahlung von Pflegekräften bleiben die Berufe Altenpflege und Krankenpflege weiterhin unattraktiv. Bahr argumentiert, dass die Arbeitgeber und Arbeitnehmer für die Höhe der Löhne selber verantwortlich seien. Bahr ist optimistisch. Er geht davon aus, dass sich die Lage für Arbeitskräfte in der Alten- und Krankenpflege verbessern wird.

Deutschland braucht Arbeitskräfte in der Pflege!

Was halten Sie davon? Sind Sie der Meinung, dass der Zugang von ausländischen Pflegekräften der beste Weg zur Behebung des Fachkräftemangels ist? Welche Rolle spielen Barrieren wie Sprachkenntnisse und Lohn? Teilen Sie uns Ihre Meinung in einem Kommentar mit!

Nur noch fünf Wochen in Plymouth!

Liebe Blogleserinnen und Leser!

unser Schüler, Nico Stähr, schildert von seinem Praktikums-und Lebenalltag in Plymouth.

Die Engländer müssen die Erfinder des gesunden Mittelweges sein von Nico Stähr

Die letzten Wochen waren sehr aufregend: Ich habe es geschafft, mich ein bisschen unter das englische Volk zu mischen und habe die Engländer in ihrem eigenen Revier aufgesucht: im Pub. Und zwar im ‚Dog and Duck’, einem ganz normalen Pub, wie es ihn wahrscheinlich zigmal in Plymouth gibt. Aber genau deswegen findet man dort auch „die ganz normalen“ Engländer, die Einheimischen, zu denen ich ja bislang nicht sonderlich viel Kontakt hatte, bis auf Gastfamilie und ein paar Kollegen.

Es war ein Freitagnachmittag und die Stimmung war bereits sehr lustig, jeder hatte seinen Spaß und das eine oder andere Feierabendbierchen genossen. Sowieso ist die Stimmung sehr ungezwungen, und wenn man vor hat, allein vor sich hinzutrinken und Trübsal zu blasen, ist dies nicht unbedingt der Ort, den ich dazu empfehlen würde. Um ein Getränk zu bestellen, muss man an die Theke kommen und dort auch direkt bezahlen. Dies führt dann unweigerlich dazu, dass man früher oder später auch mit anderen ins Gespräch kommt, weil man, während man auf sein Getränk wartet, mit 99 prozentiger Wahrscheinlichkeit von jemandem, der neben einem steht, angesprochen wird und man über irgendwelche Themen ins Gespräch kommt. Und so kommt dann eins zum anderen und man findet sich plötzlich in einer lustigen Runde voller Engländer wieder. Daraus haben sich dann weitere Treffen ergeben, die dann am letzten Wochenende in einem Barbecue bei einer Kollegin ihren derzeitigen Höhepunkt erreicht haben. Ich hatte bei all diesen Treffen unheimlich viel Spaß und die Engländer wirklich zu schätzen gelernt. Das Mittelding zwischen Gelassenheit und Organisiertheit zusammen mit dem Mittelding zwischen Offenheit und Distanz empfand ich – und empfinde ich noch immer – als eine sehr angenehme Eigenschaft, mit der ich gut zurechtkomme und die ich sehr sympathisch finde.

Die Zeit vergeht aber auch schnell…jetzt sind es nur noch knapp sechs Wochen, dann geht es wieder zurück nach Berlin…

Nasse Pfingsten – fette Weihnachten

lautet eine alte Bauernregel. Ostern 2013 hingen tapfere bunte Ostereier an kahlen Sträuchern und versuchten sich gegen den Schnee zu behaupten. Auch der 50 Tage später folgende Feiertag – Pfingsten griechisch „pentekosté hemerá“ = 50. Tag nach Ostern – wird sich nicht durch Sonnenschein und blauen Himmel auszeichnen.

Aber bleiben wir optimistisch, denken wir an die oben genannte Bauernweisheit, die auch durch den deutschen Dramatiker und Lyriker Bertolt Brecht bestätigt wird:

„Pfingsten / sind die Geschenke am geringsten / während Oster, Geburtstag und Weihnachten / was einbrachten“.

Zum Trost sollen hier einige Pfingstbräuche genannt werden:

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Unsere angehende Erzieherin hat Heimweh!

Liebe Blogleserinnen und Leser!

unsere angehende Erzieherin Juliane Werner hat Heimweh! Erfahren Sie mehr von ihrem Praktikums- und Lebensalltag in Plymouth.

Schon wieder Sonntag von Juliane Werner

Noch 8 Wochen und 7 Wochenenden.

Die Zeit vergeht verdammt schnell.                                                                                     Langsam wachsen mir meine Gastfamilie und auch die Kinder in meiner Einrichtung, das Team, ans Herz. Erste Abschiedsgedanken schwirren in meinem Kopf herum. Dennoch wächst aber auch meine Vorfreude auf das Zuhause, meine Familie und Freunde!

Mein Praktikum hier in Plymouth gibt mir Zeit, über meine Gewohnheiten nachzudenken.Ich bin jemand, der jeden Tag nach der Schule nach Hause kommt, etwas isst und sich danach bis in die späten Abendstunden zu Freunden gesellt.Hier komme ich nach der Arbeit nach Hause, warte auf mein Dinner und gehe dann bald schlafen. Am Wochenende treffe ich meistens meine Kollegen aus Deutschland. Viel Zeit zum Nachdenken, aber auch viel Zeit, um mich einsam zu fühlen.

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