Unsere Schulleiterin, Frau Philbert-Hasucha, besuchte die angehenden Erzieherinnen und Erzieher der Fachschule für Sozialpädagogik in Plymouth

Liebe Blogleserinnen und Leser,

unsere Schulleiterin, Frau Philbert-Hasucha, hat vor den Osternferien die angehenden Erzieherinnen und Erzieher der Fachschule für Sozialpädagogik in Plymouth besucht. Erfahren Sie mehr über den spannenden Aufenthalt von Frau Philbert-Hasucha.

Besuch in Plymouth von Frau Philbert-Hasucha

Als ich in Bristol am Bahnhof stand, dachte ich typisch England, Wind, Regen und eine pittoreske, leicht verfallene Umgebung. Das Hotel lag in der Touri-Gegend mit typischen viktorianischen Häusern der Oberschicht. Die Nacht war klar und der Blick konnte weit über das ruhige Meer streifen.

Am nächsten Morgen beim Frühstück (Eier, gegrillte Tomate, Schinken , Toast) konnte ich dem Wetterbericht entnehmen, dass dies der kälteste Frühling seit 50 Jahren ist, mit Schnee, Eis und Frost. Hier unten im Südwesten hält sich die Temperatur noch über Null, aber Regen und Wind sind fast noch unangenehmer.

Am nächsten Tag traf ich unsere Studenten in einer Studentenkneipe.  Mein erster Eindruck war, dass es ein paar Probleme beim Einleben gab, aber jetzt ist alles ok, die Arbeitsstelle wie auch die Unterkunft. Aber das Geld ist immer wieder ein Problem, England ist teuer, besonders in den ‚Extras‘ wie Zigaretten, Kino, Theater, Restaurantbesuch…

In den nächsten Tagen besuchte ich jeden Studenten in seiner Kita. Die Kitas liegen bis auf die Kita der Uni in normalen Wohnsiedlungen. Die Studenten erhalten hier einen Einblick in das „normale Leben“ weit ab vom Tourismus. Auffällig ist, dass alle Kitas wenig Außenraum haben, die Kinder sind meist im Innenraum und alles sieht etwas ärmlicher aus als bei uns, aber alles, was man braucht, ist vorhanden. Zwei Kitas sind in alten Beträumen untergebracht und eine Kita arbeitet sehr ausgeprägt nach Montessori (die hat mir am besten gefallen).

Nach einer  Eingewöhnungsphase sind die Studenten jetzt zufrieden und fühlen sich von den Kollegen gut angenommen. Die Sprachkenntnisse wachsen täglich, man denkt und träumt schon in der fremden Sprache. Alle Anleiterinnen berichten, dass unsere Studenten sehr fleißig und beliebt sind. Sie freuen sich, dass sie so lange bleiben, denn erst nach der Eingewöhnungszeit von ca. vier Wochen sind alle so weit, dass man konstruktiv miteinander arbeiten kann. Die Studenten können ihre Praktikumsaufgaben erfüllen und erhalten auch Unterstützung von den Anleiterinnen. Außerdem hatte ich mit jedem Studenten ein längeres Gespräch über die Erfüllung der Praktikumsaufgaben und die anstehende Facharbeit.

Alle Studenten sind privat bei Gastfamilien untergebracht. Das Urteil ist einhellig: Alle fühlen sich gut aufgenommen und sogar familiär umsorgt. Alle sind mit Halbpension untergebracht und das Essen ist abwechslungsreich und gut.

Unsere Partnerorganisation in Plymouth, die die Praktikumsplätze arrangiert und die Unterkünfte besorgt hat, ist bei Problemen Ansprechpartner. Jeden Dienstag gibt es im Hauptsitz der Tellus einen sozialen Abend für alle Austauschschüler, es werden Spiele angeboten, aber auch Musik und Tanz. Hier ist eine gute Gelegenheit, sich mit Menschen aus ganz Europa auszutauschen.

Tja, ich bin also ganz zufrieden mit dem, was ich sehen konnte und hoffe, dass auch die verbleibenden dreizehn Wochen für alle erfolgreich und angenehm verlaufen.
Jetzt soll ja der Frühling kommen – irgendwann muss er kommen – und dann können bei schönem Wetter auch das Meer und die Umgebung genossen werden. Ich hatte da Pech: Bis auf den ersten und den letzten Tag hat es geregnet und war kalt.
Heute sehe ich noch einmal alle und morgen geht es für Ostern nach Hause.

Bye Plymouth

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.