Auszubildende der Fachschule für Sozialpädagogik schildern von ihrem Praktikum in Großbritannien

Auszubildende der Fachschule für Sozialpädagogik schildern von ihrem Praktikum in Großbritannien

Liebe Blogleserinnen und Leser!

Unsere Schüler Juliane Werner und Nico Stähr schildern mehr von ihrem Praktikums- und Lebensalltag in Plymouth. Erfahren Sie mehr über unsere Praktikanten in Plymouth.

Haben Sie schon ein Praktikum im Ausland gemacht und möchten ihre Erfahrungen mit anderen austauschen? Dann machen Sie mit und erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen in einem Kommentar.

Mein Alltag in Plymouth von Juliane Werner (10.03.2013)

Morgens um 06.30Uhr klingelt der Wecker, AUFSTEHEN!! Die Dusche wartet…
Nach dem Styling gehe ich dann in die Küche. „Good morning, Love“, sagt meine halbwache Gast-Mutti jeden Morgen. Damit gibt sie mir ein gutes Gefühl.
Während ich meinen Kaffee trinke und dabei eine Zigarette genieße, toastet mein Toast. Nach dem Frühstück mache ich mich auf den Weg zum Bus. „Good bye, my Love!“, bekomme ich noch hinterher gerufen. Der Tag kann also beginnen. 🙂

Um 09.00Uhr beginnt meine Schicht und dauert bis 16.00Uhr. Meistens nehme ich dann den Bus um 16.25Uhr zurück nach Plymouth, manchmal auch später.
Dort steige ich am City Centre aus und laufe über den Marktplatz nach Hause. Jeden Tag ist hier eine Menge los. Musik spielt überall, die Menschen lachen viel und an jeder Ecke kann ich Leute beobachten, die entweder ein lustiges Video drehen oder total verrückt zu der Musik tanzen. Es macht einfach nur mega viel Spaß und gibt der Feierabendstimmung eine gewisse „Gute-Laune-Note“.

Zwischen 17-18 Uhr bin ich dann wieder zu Haus. Zeit fürs Dinner.
Meine Gast-Mutti kocht jeden Abend frisch und tischt gewaltig auf. Meistens gibt es eine Portion frischen Salat, Gemüse, Pommes frites und Fleisch, dazu Mayonnaise, Ketchup und BBQ-Sauce. Natürlich lässt sie sich fast täglich was Neues einfallen. Auch die traditionell süße Nachspeise fehlt nicht. Eis, Pfannkuchen, Wackelpudding mit Vanillesoße oder Kuchen serviert die liebe Gast-Mutti mit großer Freude.

Nach dem Essen ist dann endlich Zeit fürs Chatten mit meinen Freunden.
Jaaaaaaa, ich sollte lieber an meiner Arbeit schreiben und täglich nehme ich mir vor, dass ich fleißig daran tippen werde. Zeit wird es!!!!

Liebe Grüße aus Plymouth!!
See you later, Berlin.
Juliane

Austausch-Log von Nico Stähr

Hallo, ich bins mal wieder.

Ja, wie vermutet ist nun eine Art Alltag eingekehrt. Aber das ist ganz gut so. Bei der Arbeit fühle ich mich mittlerweile als Teil eines Teams, in dem ich eigene Aufgaben übernehme und nicht mehr nur das Gefühl habe, zur Bespaßung der Kinder da zu sein. Ich schreibe kleine Beobachtungen und entwickle daraus grobe Zielplanungen für einzelne Kinder, die in verschiedenen Bereichen Förderbedarf haben, und bespreche dies mit den Erzieherinnen. Die nehmen diese Gedanken dann in ihre Planungen mit auf.

Heute Morgen wurde ich von der Sonne geweckt, das war wirklich schön, nachdem es in den letzten Tagen wirklich viel geregnet hat. Ich habe mir zwar einen Regenschirm gekauft, allerdings bringt der einem hier nicht so viel, weil der Wind, der hier eigentlich immer weht, ungefähr tausendmal stärker weht, wenn es regnet und besagten Schirm regelmäßig „umstülpt“, also nach außen biegt, sodass man damit bei einem Straßenumzug perfekt durch die Luft fliegende Bonbons fangen könnte, er aber seinen eigentlichen Zweck kaum noch erfüllt. Also lasse ich mich einfach einregnen, so wie viele Einheimische es offenbar auch tun, und hoffe, dass meine Jacke dem Regen standhält. Bisher tat sie es. Toi, toi, toi.

Also irgendwie vergeht die Zeit hier ganz schön schnell. Heute ist mir bewusst geworden, dass wir von unseren insgesamt 21 Wochen, die wir hier in Plymouth sind, bereits sieben hinter uns gebracht haben. Trotz meiner überschaubaren mathematischen Kenntnisse bedeutet das, dass bereits ein Drittel der Zeit vergangen ist. Das ist einerseits schön, weil ich dann bald wieder zu Mama nach Hause kann, aber irgendwie auch nicht so schön, weil ich die Zeit hier, die Eindrücke, die Menschen, die Stadt, das Meer und die Tatsache, einfach mal eine andere Luft zu schnuppern, wirklich sehr genieße.

Momentan ist hoher Besuch aus Berlin in der Stadt: Frau Philbert-Hasucha schaut nach dem Rechten. Für zehn Tage ist sie in Plymouth und sie besucht uns einzeln in unseren Einrichtungen, spricht mit unseren Praxisanleitern über uns und unsere Arbeit und erkundigt sich bei uns, ob wir momentan zufrieden sind, mit der Arbeit, mit der Unterkunft und sonstigen Kleinig- und Größigkeiten, mit denen wir hier zu tun haben. Sie tut dann ihr Möglichstes, damit es uns gut geht. Am Donnerstag treffen wir uns noch mal alle gemeinsam mit ihr für ein kleines Abschiedstreffen, bevor sie dann wieder nach Berlin fliegt.

TTYL (talk to you later)
Nico

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.