Bundesfreiwilligendienst soll den Zivildienst ablösen

Der Bund plant einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) als Ersatz für den Zivildienst, der mit der Aufhebung der Wehrpflicht wegfallen wird. Für diesen Dienst sollen nicht nur junge Menschen, sondern auch Männer/Frauen und Senioren gewonnen werden.

Der Bund finanziert den Bundesfreiwilligendienst mit 350 Millionen Euro im Jahr. Der BFD ist am 1. Juli 2011 gestartet worden. Das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr bleiben als Alternativangebote weiterhin bestehen.

Neben den klassischen Einsatzgebieten wie der Betreuung älterer und behinderter Menschen in Pflegeheimen oder der Mithilfe in Kinderheimen und Krankenhäusern kann der Bundesfreiwilligendienst auch in Bereichen wie Sport, Integration und Kultur geleistet werden.

Das Bundesamt für Zivildienst ist zuständig für die Anerkennung der neuen Einsatzplätze. Einsatzstellen des Freiwilligen Sozialen oder des Freiwilligen Ökologischen Jahres können auf Antrag zusätzlich als Einsatzstellen des Bundesfreiwilligendienstes anerkannt werden. Die Anerkennung der Einsatzstellen wird zunächst auf zwei Jahre befristet sein. Sie wird auf unbestimmte Zeit verlängert, wenn die Voraussetzungen nach dem Gesetz zum Bundesfreiwilligendienst vorliegen.

Interessierte können sich direkt an die Stellenanbieter wenden, also etwa an Sozialverbände oder Krankenhäuser. Sie werden in ihrem Einsatz pädagogisch/psychologisch begleitet. Während des Bundesfreiwilligendiensts werden Seminare angeboten (mindestens 25 Tage).

Die Teilnehmer des BFD sollen sich mindestens 6 Monate verpflichten und können bis zu 2 Jahren dabei bleiben. Personen, die älter als 27 Jahre sind, sollen sich nach dem Willen des Gesetzgebers für eine Dauer des Bundesfreiwilligendienstes von mindestens einem Jahr und 20 Wochenstunden verpflichten.

Es wird eine monatliche Aufwandsentschädigung von max. 330 Euro gezahlt. Die Freiwilligen sind sozialversichert, außerdem werden Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung von den Anbietern übernommen.

Das Freiwillige Soziale Jahr, der Zivildienst oder die Führung eines Mehrpersonenhaushalts werden als Berufstätigkeit bis zu einem Jahr bei einer Studienaufnahme, z.B. als Erzieher/in, angerechnet.

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