Jeder zehnte Berliner kann von seinem Gehalt nicht leben

„Das Geld reicht Hinten und Vorne nicht“ – hört man mittlerweile immer öfter. In Berlin hat dieser Spruch allerdings einen traurigen und realen Hintergrund. Denn in der Hauptstadt können immer mehr arbeitende Menschen von ihrem Gehalt nicht leben. Sie verdienen so wenig, dass es kaum noch für das Nötigste reicht, das berichtete die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag. So gab es im vergangenen Jahr 129.000 Arbeitnehmer, die zusätzlich zu ihrem Gehalt auf Hilfe vom Staat angewiesen waren. Gegenüber zum Vorjahr stieg diese Zahl um fast 30 Prozent. Erschreckend dabei: selbst Menschen mit einem Vollzeitjob bekommen ein Gehalt unter dem Existenzminimum. Hier muss der Staat 35.000 Arbeitnehmern in Vollzeit helfen. Diese erschreckenden Zahlen zeigen einmal mehr das niedrige Lohnniveau in Berlin und die Zunahme von Billiglöhnen. Mit seinen Ausbildungen, Umschulungs– und Weiterbildungsmaßnahmen will Campus Berlin diesem Lohndumping entgegenwirken, schließlich haben unsere Absolventen die fachlichen Kenntnisse und Fertigkeiten, die sie auf dem Arbeitsmarkt brauchen und daher auch ein Anrecht auf ein Gehalt weit über dem Existenzminimum.

3 Gedanken zu „Jeder zehnte Berliner kann von seinem Gehalt nicht leben

  1. Mina

    Erschreckend. Da buckelt man sich tagaus, tagein krumm und wird dann mit einem Minigehalt abgspeist! Ich bin da froh, eine anständige Ausbildung zu haben!

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  2. Lubica

    Interessant, das in Polen mit viel geringeren Gehalten und eigentlich schon viel höheren Preisen als in Deutschland die Leute problemlos ausgehen… Gute Zeiten sind vorbei – sparen sparen sparen

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  3. Jessica H.

    Also…so recht kann ich das gar nicht glauben, dass man in Berlin so wenig verdienen soll…Ich bin Architektin und habe angefangen mich bundesweit zu bewerben. Natürlich habe ich mich vorher informiert, wie es bei dem Thema Gehaltspanne aussieht und auf http://www.gehaltsvergleich.com/gehalt/Architekt-Architektin-FH-Uni.html gelesen, dass das Einstiegsgehalt in Berlin höher ausfällt als z.B. in Hessen.
    Natürlich kann ich mich jetzt auch nur auf meine Berufskategorie stützen und dadurch kann keine verallgemeinernde Aussage betroffen werden. Bestimmt gibt es einige Berliner, die mit ihrem Gehalt nicht auskommen und unterstützt werden müssen. Keine Frage!
    Dennoch wird mich das nicht davon abhalten mich auch in Berlin zu bewerben. Die Stadt ist nämlich klasse!

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