Archiv für den Monat: Mai 2011

Vorstellungsgespräch via Webcam

Man geht mit der Zeit. Immer mehr Personaler haben das Vorstellungsgespräch per Webcam entdeckt. So erhalten beide Seiten einen ersten Eindruck von der Person am anderen Ende der Leitung. Für die Personalverantwortlichen hat ein Vorstellungsgespräch via Webcam den Vorteil, dass man schneller einen ersten Eindruck vom Bewerber erhält und ihm dabei auch in die Augen schauen kann, wenn auch nur über den Computermonitor. Ein erstes Treffen kann somit vor dem heimischen Computer stattfinden. Der Bewerber hat bei der Methode den Vorteil, dass er keine teuren Reisekosten mehr hat, wenn er beispielsweise als Berliner ein Unternehmen aus München als potenziellen neuen Arbeitgeber auserkoren hat. Zeitlich ist dies natürlich auch von Vorteil.

In den USA hat diese Methode eines ersten Kennenlerngesprächs bereits in vielen Unternehmen Einzug gehalten. Die Bewerber werden zum Vorstellungsgespräch nicht mehr persönlich eingeladen, sondern von Rekruitingbeauftragten und Personalverantwortlichen via Webcam und Skype auf Herz und Nieren geprüft und befragt. Aufpassen sollte man dabei natürlich, dass man aus alter Gewohnheit sich nicht auf der Couch im Pyjama lümmelt.

Natürlich kann ein solches Vorstellungsgespräch via Webcam nicht hundertprozentig ein reales Treffen ersetzen. Für die Personalentscheider ist die Webcam-Konferenz aber gut für einen ersten Eindruck. Kann der Kandidat aber den Personalverantwortlichen vor der Webcam überzeugen, stehen die Chancen gut, in die nächste Auswahlrunde, ein reales Treffen, eingeladen zu werden

Arbeitslosenzahl in Berlin im Mai gesunken

Gute Nachrichten gibt es derzeit vom Arbeitsmarkt. In Berlin waren nämlich nur noch 234.661 Menschen ohne Arbeit. Im Vormonat waren in der Hauptstadt noch 3.594 Arbeitslose mehr gemeldet. Die Arbeitslosenquote in Berlin lag im Mai 2011 mit 13,6 Prozent um 0,3 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats. Vor allem profitieren die jungen Menschen derzeit am Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahl der Berliner Arbeitslosen unter 25 Jahren beträgt 21.026 Personen. Somit sind 849 weniger junge Menschen arbeitslos gemeldet. Auch die Zahl der „Best Ager“ ohne Arbeit – den Menschen von 50 bis 65 Jahren – sank im Vergleich zum April auf 57.558 Personen.

Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, sagte: „Der Rückgang der Arbeitslosenzahl zum Vormonat zeigt, dass die gute konjunkturelle Entwicklung am Arbeitsmarkt ankommt und auch Arbeitslose davon profitieren. Im Vergleich zum Vorjahr wurden deshalb in den Jobcentern weniger Beschäftigung schaffende Maßnahmen, wie zum Beispiel Arbeitsgelegenheiten, eingesetzt. Die „Berliner Joboffensive“, die am 1. Juni in den Berliner Jobcentern startet, wird deutlich zeigen, dass auch Arbeitslose, die bisher von Arbeitslosengeld II leben, gute Chancen haben, von der positiven Entwicklung am regulären Arbeitsmarkt zu profitieren.“

Neben den erfreulichen Arbeitslosenstatistiken in der Hauptstadt, gibt es auch bundesweit gute Nachrichten. Im Mai ist die Zahl der Erwerbslosen unter die Marke von 3 Millionen Arbeitslosen gefallen. So waren im Mai nur noch 2,96 Millionen Personen ohne Arbeit – 118.000 Menschen weniger als im April und circa 276.000 Personen weniger als im Mai letzten Jahres. 40,79 Millionen Menschen sind in der Bundesrepublik in Beschäftigung. Bundesweit bedeutet das eine Senkung der Arbeitslosenquote auf 7 Prozent. Im April 2011 waren noch 7,7 Prozent der Bundesbürger erwerbslos.

Zentralabitur und das Ende der Hauptschulen

Zentralabitur und das Ende der Hauptschulen

Die Nachrichten überschlagen sich. Es wird von einem radikalen Umbruch in der Bildungspolitik gesprochen, der Abschaffung der Hauptschulen und der Einführung eines Zentralabiturs. Chancengleichheit soll endlich Realität werden.

Das Magazin FOCUS (Ausgabe Nr.16, 2011) widmet sich ausgiebig dem Thema.

So werden 357 000 junge Frauen und Männer in diesem Jahr die allgemeine Hochschulreife erwerben – so viele wie noch nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Nie war der Abi-Schnitt so entscheidend wie in diesem Jahr, und nie war der Druck so groß, endlich gleiche Bedingungen für alle zu schaffen. Auf dem Papier besteht Chancengleichheit. Wer das Abitur schafft, der kann – egal, ob er aus Bremen oder Bayern kommt – jedes Fach studieren. Reifeprüfung ist gleich Reifeprüfung. Es ist die größte Lüge des deutschen Bildungssystems.

Spätestens seit den diversen Pisa-Tests ist dieser Mythos entlarvt: Zwischen Nordsee und Alpen klaffen riesige Leistungslücken. Von einer Vergleichbarkeit der Abschlüsse kann nicht die Rede sein.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel: Ein Abitur für alle

Jeder zehnte Berliner kann von seinem Gehalt nicht leben

„Das Geld reicht Hinten und Vorne nicht“ – hört man mittlerweile immer öfter. In Berlin hat dieser Spruch allerdings einen traurigen und realen Hintergrund. Denn in der Hauptstadt können immer mehr arbeitende Menschen von ihrem Gehalt nicht leben. Sie verdienen so wenig, dass es kaum noch für das Nötigste reicht, das berichtete die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag. So gab es im vergangenen Jahr 129.000 Arbeitnehmer, die zusätzlich zu ihrem Gehalt auf Hilfe vom Staat angewiesen waren. Gegenüber zum Vorjahr stieg diese Zahl um fast 30 Prozent. Erschreckend dabei: selbst Menschen mit einem Vollzeitjob bekommen ein Gehalt unter dem Existenzminimum. Hier muss der Staat 35.000 Arbeitnehmern in Vollzeit helfen. Diese erschreckenden Zahlen zeigen einmal mehr das niedrige Lohnniveau in Berlin und die Zunahme von Billiglöhnen. Mit seinen Ausbildungen, Umschulungs– und Weiterbildungsmaßnahmen will Campus Berlin diesem Lohndumping entgegenwirken, schließlich haben unsere Absolventen die fachlichen Kenntnisse und Fertigkeiten, die sie auf dem Arbeitsmarkt brauchen und daher auch ein Anrecht auf ein Gehalt weit über dem Existenzminimum.

Virtueller Rundgang in der Wilmersdorfer Straße

Wer schon einmal durch die Wilmersdorfer Straße flaniert ist, dem ist sicherlich schon das Gebäude mit der Hausnummer 126/127 aufgefallen. Hier sitzen die Teilnehmer, die bei Campus Health und Campus & more eine Ausbildung, Weiterbildung oder eine Umschulung machen. Wer hier regelmäßig in den Unterrichtsräumen sitzt, kennt die Räumlichkeiten fast schon in- und auswendig. Wer das Gebäude bisher nur von Außen kannte, den laden wir nun zum Rundgang ein – virtuell versteht sich. Gewinnen Sie einen Eindruck von unseren modernen und hellen Unterrichtsräumen, die mit modernster Technik ausgestattet sind:

Bewerbungen per Internet auf dem Vormarsch

Die Zahl der Unternehmen, die Bewerbungen auf dem elektronischen Wege via Internet fordern steigt stetig an. Mittlerweile wollen in Deutschland 39 Prozent der Personalchefs Bewerbungen per Internet haben, dies ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom. Damit setzen sich Bewerbungen per Internet in der Wirtschaft immer mehr durch. Im letzten Jahr forderten noch 27 Prozent der Befragten Bewerbungen über das Internet. Neben E-Mails wollen Personalchefs die Bewerbungen via Online-Formular des Bewerbers erhalten. Der stetige Anstieg der Online-Bewerbungen bedeutet allerdings nicht den Tod der klassischen Bewerbungsmappe. 43 Prozent der befragten Personalchefs favorisieren immer noch die postalische Bewerbung. Allerdings ist dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken, denn 2010 wollten noch 61 Prozent der Befragten eine schriftliche Bewerbung. Auf der Suche nach einer geeigneten Bewerbung, sollte man also Unterlagen wie Anschreiben, Zeugnisse, Fotos oder Arbeitsproben möglichst digital auf dem Rechner vorliegen haben.

„Osama Execution Video“, „Profilbesucher anzeigen“ und Co. – Warnung vor Facebook-Würmern

Schöne neue Internetwelt. Viele unserer Teilnehmer sind bei Facebook vertreten, um sich dort mit anderen Teilnehmer, Dozenten, Absolventen oder auch mit Mitarbeitern von Campus Berlin zu vernetzen oder zu plaudern. Leider zeigt Facebook in den letzten Wochen auch sein negatives Gesicht. Viele Teilnehmer bekommen dort seit einigen Tagen merkwürdige Nachrichten, Einladungen und komische Videos gesendet. So kursieren derzeit Videos auf Facebook, die die Tötung Osama Bin Ladens („Osama Bin Laden EXECUTION Video!“) oder fragwürdige Szenen mit Teenie-Popstars („Sick! I lost all my respect for Miley Cyrus when I watched this video“) oder einen Achterbahnunfall („SCHRECKLICH! – Unfall in einem Freizeitpark in Deutschland!“) zeigen sollen. Andere User wiederum bekommen Einladungen zu Facebook-Events wie beispielsweise „Profilbesucher anzeigen“ oder bekommen fragwürdige Tipps, wie sie anzeigen lassen können, wer auf dem eigenen Facebook-Profil herumschnüffelt.

Allerdings ist bei den Videos, Einladungen und Pinnwandeinträgen höchste Vorsicht geboten. Hier wird mit der natürlichen Neugier des Menschen und im Falle des angeblichen Osama Execution Videos, mit der Aktualität im Weltgeschehen gespielt. Hinter den Links und Videos versteckt sich nämlich ein fieser Facebook-Wurm. Klickt man auf das Video, das beispielsweise die Exekution von Bin Laden zeigen soll, bekommt man zuerst eine Anleitung wie man das angesprochene Video schauen kann. Dazu soll man nur einen bestimmten Link in die Adresszeile seines Browsers kopieren. Wir können nur deutlich davon abraten. Anstatt der versprochenen Videos gelangt man in eine Falle. An all seine Freunde auf Facebook wird dann nämlich SPAM auf Pinnwänden und im Chat verteilt. Wer also ein seltsames Video oder eine zweifelhafte Nachricht von einem anderen Teilnehmer oder gar Mitarbeiter von Campus Berlin bekommen sollte, der kann sich sicher sein, dass einer seiner Freunde bereits mit dem Facebook-Wurm infiziert ist. Von daher die Bitte an alle Teilnehmer, Absolventen und Mitarbeiter: klickt diese Videos oder Nachrichten nicht und macht auch andere Freunde und Teilnehmer von Campus Berlin auf diesen Wurm aufmerksam.

Auch bei der Nachricht, dass ihr euch anschauen könnt, welcher euer Facebook-Freunde auf eurem Profil gestöbert hat, ist ein solcher Wurm, auch SCAM genannt. Die Nachrichten lauten dann „WOW Jetzt kannst du sehen wer sich dein Profil ansieht“ oder „wtf Du erscheinst als meist auftrender Profilbesucher. hier kanst Du Deine meist auftrende Profilbesucher finden“ (inklusive Schreibfehler). Die Möglichkeit, dass ihr sehen könnt, wer auf eurem Facebook-Profil war, gibt es bei Facebook nicht. Diese Option würde die Privatsphäre eurer Freunde verletzten, wenn ihr sehen würdet, was er oder sie sich angeschaut hat. Also: Finger weg von den Nachrichten oder auch von der Event-Einladung „Profilbesucher anzeigen“.

Die Flut an zweifelhaften Nachrichten auf Facebook wird in den kommenden Tagen sicherlich auch noch zunehmen. Die Option, dass die Würmer nur SPAM verteilen, ist leider nur eine Möglichkeit. Andere Würmer könnten beispielsweise in private Daten schauen oder euren Computer lahmlegen. Oder ihr schließt eventuell sogar ungewollt ein Abo ab.

Ob ihr euer Facebook-Profil mit einem solchen Wurm infiziert habt, könnt ihr unter euren Privatsphäre-Einstellungen nachschauen. Dort auf „Anwendungen und Webseiten“, „Bearbeite deine Einstellungen die Option“ schauen, ob ihr dort unter „Anwendungen, die du verwendest“ Anwendungen findet, die ihr nicht zugelassen habt. So könnt ihr euch, andere Teilnehmer von Campus Berlin und eure Freunde schützen und den Würmern den Garaus machen.