Die Campus-Korken

Vor Kurzem übergab Herr Detlev Hoffmeister, Campus-Geschäftsführer, rund 20 Kubikmeter Kork an Herrn Wolfgang Frenz, den Vertreter der Diakonie Kork. Jetzt stehen die 30 Riesensäcke mit Korken im Campus-Lager am Spandauer Zitadellenweg für die Abfahrt bereit. Ziel des Transports sind die Werkstätten der „Diakonie Kork“ in Kehl am Rhein, Ortsteil Kork. Zwölf behinderte Menschen produzieren hier aus dem Rohstoff das Dämmstoffgranulat „RecyKork“. Sie freuen sich auf das Sammelgut aus Berlin, denn der Rohstoff ist knapp, ihre Arbeitsplätze hängen an diesem wertvollen Ausgangsmaterial. Seit 1991 wurden hier bereits 1,5 Milliarden Korken zu Dämmmaterial recycelt.

Die 20 Jugendlichen aus dem Campus-Projekt „Kork“, das vom JobCenter Spandau unterstützt wird, sammeln die Korken berlinweit in selbst gefertigten Boxen. Inzwischen umfasst ihr Sammelsystem bereits über 150  Lebensmittelfilialen. Die Jugendlichen holen dort regelmäßig die Korken ab. Dabei kommen sie mit den Mitarbeitern ins Gespräch und stellen sich bei dieser Gelegenheit als Arbeitssuchender vor. So ist schon mancher Jugendliche an eine Ausbildung oder an einen Job im Handel gekommen. Die Jugendlichen fühlen sich gut dabei, dass ihre Tätigkeit Sinn macht für den Erhalt von Arbeitsplätzen und für den Klimaschutz. Hardy Krüger, ein Jugendlicher mit Sammelleidenschaft, weiß dazu:

„Kork wird von Korkeichen gewonnen, die in Ländern wie Spanien, Portugal oder Algerien wachsen. Korkeichen können im Alter von 25 Jahren das erste Mal geschält werden. Danach dauert es mindestens 7 Jahre, bis eine neue Ernte der Rinde erfolgen kann. Nur bei einer solch schonenden Nutzung kann eine Korkeiche 150 Jahre alt werden. Kork wird unter anderem als Wand- und Fußbodenplatten, Pinnwände, Untersetzer, allg. Dichtungen, Gebäudeisolierung, Korktapete und

viele andere Gegenstände im Haushalt und Industrie verwendet.

 

Vielleicht entdecken ja auch Sie die Campus-Kork-Recycling-Behälter in Ihrer Supermarktfiliale.“

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