Auslandspraktikum in Rumänien 2

Rebecca aus der Erzieherklasse E18 absolviert ein Auslandspraktikum in Rumänien. Über ihre Erfahrungen während dieses Praktikums verfasst sie regelmäßig kleinere Blogartikel. Doch lest selbst:

Neues aus Timişoara:

In dem Kindergarten „Kinderwelt“ habe ich mich bereits gut eingelebt und alles kennengelernt. Es gefällt mir sehr gut hier, die Kollegen sind alle super herzlich und hilfsbereit und von meiner Anleiterin kann ich viel lernen. In diesem Blogbeitrag möchte ich von einer besonderen Situation erzählen, die sich vor circa einer Woche ereignete. An einem sonnigen Arbeitstag ging ich wie gewohnt zur Einrichtung und war schon fast am Kita-Eingang, da bemerkte ich eine Bewegung am Wegesrand. Überrascht schaute ich genauer hin: Dort lag eine relativ kleine Eule mit einem seltsam verdrehten Flügel im Gestrüpp. Etwas unschlüssig, was ich tun sollte, machte ich erst mal ein „Beweisfoto“ und ging in den Kindergarten und erzählte diese Geschichte meiner Gruppenleiterin.

Diese konnte da jedoch auch nichts machen, da es hier keinen zuständigen Förster gab, der für verletze Wildtiere verantwortlich wäre und sich darum kümmern könnte. Als dann noch einige andere Erzieher von der Eule erfuhren, beschlossen wir, die Eule erst mal in einer Pappkiste im Schuppen der Kita unterzubringen, damit sie vor Straßenhunden oder möglichen anderen Gefahren geschützt war. Da unsere Kitaleiterin sehr tierlieb war, rief diese auch gleich einen Tierarzt an, der etwas später vorbeikam, um die Eule abzuholen und weiterzupflegen und den gebrochenen Flügel wieder zu richten. Zu diesem Zeitpunkt, wo der Tierarzt die Eule begutachtete, waren auch einige Gruppen auf dem Hof und wollten die Eule einmal sehen. Der Tierarzt ließ alle Kinder gucken und teilweise auch vorsichtig streicheln, während fleißig Fotos gemacht wurden. Nun ist die Eule in ärztlicher Behandlung und ich bin sehr froh, dass wir etwas für das Tier tun konnten.

Etwas kritisch sehe ich, dass die Kinder die Eule anfassen durften (Krankheitsgefahr!) und sie so zur Schau gestellt wurde. Da Eulen bei Tageslicht nahezu blind sind, bedeutete dies wohl noch zusätzlichen Stress für sie. Durch Situationen wie diese entdecke ich im Alltag immer wieder die kleinen, aber feinen Unterschiede in der Mentalität zwischen Deutschland und Rumänien. Das ist spannend und regt zum Nachdenken und Hinterfragen der eigenen Einstellungen und Verhaltensweisen an. Ich bin gespannt, was mich die nächste Zeit noch erwarten wird!

Projekt für den guten Zweck

Projekt für den guten Zweck? – Genau das haben unsere Auszubildenden organisiert!

Die Klasse A6 der Kaufleute für Büromanagement hat im Rahmen des Unterrichts einen Projekttag über Nachhaltigkeit durchgeführt.

Themen des Projekts waren u.a.:

  • Wasserverbrauch
  • Mülltrennung / Recycling
  • Ökologische Büromaterialien
  • Erstellung, Nutzung und Verschwendung von Papier
  • Umweltschutz

Alle Ausbildungs- und Umschulungsklassen sowie Mitarbeiter am Standort Charlottenburg wurden durch Vorführungen und Ausstellungen über die Wichtigkeit vom nachhaltigem Verhalten informiert. Jeder Einzelne von uns kann etwas für unsere Umwelt tun und das hat uns die KBM A6 anschaulich verdeutlicht.

Auch gab es ein sehr leckeres Buffet mit Kuchen, Cookies, Brownies uvm. Die Einnahmen wurden für einen guten Zweck gespendet.

Projekt Umwelt - Campus Berlin Projekt Umwelt2 - Campus Berlin

Insgesamt konnten über 161€ an Plan International für den Sonderprojekt-Fonds gespendet werden. Mit diesen Fond werden wichtige nachhaltige Projekte in den Bereichen Gesundheit, Schutz und Bildung finanziert.

Das Campus Team bedankt sich für das Engagement der KBM A6!

Auslandspraktikum in Rumänien

 Eine stürmische Begrüßung:

Ein Praktikum in Timisoara, Rumänien. Dass das eine Herausforderung darstellen würde, dessen war ich mir schon lange vorher bewusst, aber mit diesem Start hätte ich nicht gerechnet. Einen Tag vor Praktikumsbeginn in einem Kindergarten in der Vorschulgruppe kam ich an. Abends wollte ich mich dann mit meiner Praxisanleiterin treffen und in meiner Unterkunft „einziehen“. Doch vorher hatte ich noch Zeit, mich mit der Stadt ein bisschen vertrauter zu machen und trotz grauem Wetter und dicken Wolken sprudelte ich vor Aufregung und Neugier, was mich erwarten würde. Ich war vielleicht eine halbe Stunde angekommen, da bemerkte ich den immer stärker werdenden Wind und seltsame Wolkenformationen, die sich zu mehreren Strudeln bildeten und immer näher kamen. Gerade befand ich mich auf dem Parkplatz eines Kauflandes und als die ersten Schilder umher flogen und mir der Sand in die Augen kam, rettete ich mich mit vielen Anderen in den Laden.

Später berichteten mir Freunde aus Deutschland, dass sie davon in den Nachrichten gehört hätten, was für ein großes Unwetter in Timisoara gewütet hatte, was sogar mehrere Todesopfer und viele Verletzte mit sich gebracht hatteL. In weiten Teilen der Stadt und im Umland waren stundenlang die Strom- und Wasserversorgung unterbrochen. Überall lagen umgekippte LKWs, es hingen umgeknickte Werbeschilder auf den Straßen und es waren viele Äste abgebrochen und zum Beispiel auf Autos gekippt. Ich kann nur sagen: Gott sei so Dank, dass meinen Lieben, die mich mit dem Auto hingefahren haben, und mir nichts passiert ist! Trotzdem bin ich umso bestürzter über die vielen traurigen Folgen.

Am nächsten Morgen stand der erste Arbeitstag vor der Tür. Da die Kita etwas außerhalb lag, gab es das eben benannte Problem: Kein fließendes Wasser und kein Strom. Dazu kam, dass einige der Mitarbeiter krankheitsbedingt ausfielen, aber auch nur sehr wenige Kinder kamen. Meinen ersten Tag verbrachte ich also in einer dunklen Kita: Kerzenschein im Flur und Büro (In Deutschland wahrscheinlich schwer vorstellbar, dauerhaft offenes Feuer im Flur zu haben J) und ausnahmsweise ohne Zähne putzen und ohne Klospülung. Was für ein unerwarteter Anfang für ein Auslandspraktikum, aber schon am nächsten Tag war der Strom und das Wasser wieder da und alle Rumänen, die ich gefragt habe, sagten mir, dass so etwas hier eigentlich noch nie vorgekommen wäre. Also kann ich mich nach diesem chaotischen Start hoffentlich ohne Einfluss von Naturextremen an das 3. Praktikum machen.

LEKTION Nr.1: Ich lerne daraus, wie unglaublich dankbar man eigentlich für Alltäglichkeiten, wie Strom und Wasser, sein darf!! J

Rebecca Arndt aus der Erzieher*innenklasse E18 absolviert ihr drittes Praktikum als Auslandspraktikum in Rumänien.

 

 

SOR-Aktionstag am 20.09.2017 – Eindrücke

 

Unser diesjähriger Aktionstag »Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage« (SOR/SMC) stand ganz im Zeichen der anstehenden Bundestagswahl. So war das Motto dementsprechend »Einmischen-mitmischen-Gesellschaft gestalten“. Es war ein bunter Tag, der viel Gelegenheit zum Nachdenken bot. Hier ein kurzer Überblick über den Tag:

D a s   W a h l l o k a l (von 08.30-15 Uhr)

Wer nicht wählen geht, darf nicht motzen!

 Vier Tage vor der eigentlichen Bundestagswahl konnte bereits in unserer Schule gewählt werden. Dazu hatten sich im Vorfeld die Sozialassistent*innen der Soz 32 intensiv mit dem Thema „Demokratie und Wahlen“ auseinandergesetzt. Es gab ein Wahllokal mit Wahlkabinen. Und es gab Listen aller wahlberechtigten Schüler*innen und Lehrer*innen. Das Ergebnis dieser schulinternen Wahl wichtig eindrucksvoll vom Ergebnis der echten Bundestagswahl ab:

D i e   W o r k s h o p s (von 9.00-12.00 Uhr):

 „Geschlechtergerechtigkeit/Gender Equality als Menschenrecht“

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 kennen, verstehen und vor allem anwenden. Das ist nur ein Ergebnis aus diesem  Workshop. Anna Kolling von Engagement Global gGmbH/Bildung trifft Entwicklung brachte einen Koffer voller spannender  Übungen mit in den Workshop – Übungen zu Geschlechtergerechtigkeit, die zum Nachdenken und zum Weiterdenken anregten. Die Einschränkung der Rechte für Frauen hat bei vielen für Erstaunen gesorgt.  Die Teilnehmer*innen dieses Workshops konnten unter anderem auch von ihren Erfahrungen im Erleben von Geschlechtergerechtigkeit berichten und gängige Rollenbilder diskutieren.

 „Siebdruck-Werkstatt – Vielfalt erleben!“

 

In diesem zweitägigen Workshop führte Mansour Ciss von Engagement Global gGmbH/Bildung trifft Entwicklung die Teilnehmer*innen in Teile der afrikanischen Kultur ein, besonders in die ghanaische Kultur und die dort verwendete Symbolsprache Adrinka. Er erzählte über Esskultur, Mode und Musik, bevor er schließlich die Drucktechniken Schablonendruck und Siebdruck vorstellte. Mithilfe dieser Techniken bedruckten die Teilnehmer*innen des Workshops unsere Campus-Beutel. Alle arbeiteten mit Adrinka-Symbolen und Motiven aus Afrika. Das Zusammenspiel zwischen neuem Wissen über Afrika und Anwenden von Drucktechniken empfanden viele als sehr interessant. Die bedruckten Beutel, allesamt Unikate, konnten danach auf Spendenbasis erworben werden. Alle Spenden gingen an den SoziAl e.V. Förderverein.

 

„Neue Herausforderungen im beruflichen Alltag durch rechtspopulistische Parteien?

Was kann ich tun als Erzieher*in?“

 Populistische Denkweisen sind wieder „in“. Die Schuld an sozialen Missständen wird dabei vor allem sozial niedriger stehenden Menschen zugewiesen. Nicht zuletzt auch den Menschen mit Migrationshintergrund. Leider machen Stereotypen und Vorurteile heutzutage auch nicht mehr vor der Kita halt. Manche Eltern bringen sie dorthin und einige Kinder greifen sie in diskriminierenden und ausgrenzenden Verhaltensweisen auf.  Im Workshop von Frau Eva Prausner vom Projekt ElternStärken tauschten sich die Teilnehmer*innen anhand von Fallbeispielen und Diskussionen über Strategien im Umgang mit diesen neuen Herausforderungen aus. Was können Erzieher*innen tun, wenn ein Kind nicht mit einem anderen Kind aufgrund seines Migrationshintergrundes spielen möchte?

 „Wirtschaft – Arbeit –  Interessen“:

 Marcelo Cardoso vom EPIZ e.V. begann mit der grundsätzlichen Klärung unterschiedlicher, zum Teil entgegengesetzter Interessen von Arbeitnehmer*innen gegenüber Arbeitgeber*innen. Danach simulierten die Teilnehmer*innen durch ein Planspiel Aspekte der Marktwirtschaft. Sie entdeckten dabei die Abhängigkeit der Löhne  von der wirtschaftlichen Entwicklung eines Unternehmens und reflektierten die Auswirkungen von unternehmensbezogenen „Tarifverhandlungen“ auf die eignen Verhandlungsmacht. Auch Fragen des Arbeitsrechts wurden schließlich vertieft, wie z.B. das Verfahren im Tarifkonflikt und das Streikrecht.

„Ölpalmenanbau und Menschenrechte“

Heike Kammer vom Engagement Global gGmbH/Bildung trifft Entwicklung zog mit 16 Jahren in die Welt und wurde eine Menschenrechts-/Friedens-Aktivistin unter anderem auch in Südamerika.

Sie erzählt, wie in Kolumbien Bauern gewaltsam von ihrem Land vertrieben wurden, wie die Armee, unter dem Vorwand regierungsfeindliche Guerillatruppen zu bekämpfen, grausame Morde an den Bauern verübte. Danach seien große Konzerne gekommen, sagt sie, und hatten das Land der Bauern übernommen. Sie bauten Ölpalmen in Monokultur an, um Palmöl zu produzieren – Palmöl, das heute in der Hälfte aller Fertigspeisen und Hygieneprodukte zu finden ist. Riesige Mengen des Palmöls werden zudem für Biosprit in Deutschland benötigt.

Die Konsequenzen sind bestürzend: Menschen, die bisher als Bauern oder im Regenwald leben konnten, verarmen nun in den Städten. Frauen und Mädchen müssen sich prostituieren, Männer arbeiten auf den Plantagen unter sklavenähnlichen Bedingungen. Die einseitige Bewirtschaftung laugt zudem die Böden derart aus, dass bereits nach zwei bis drei Jahren nichts mehr auf ihnen wächst.

Was können wir tun? Wir müssen beim Einkauf auf nachhaltige und faire Produkte achten und wir müssen wissen, dass nicht überall wo „Bio“ draufsteht, auch eine ökologische Lösung geboten wird (Siehe Biosprit).

 „Inklusion – Die große Herausforderung“

Andreas Fischer referierte über die große Herausforderung der Inklusion. Das Thema hatte viele Interessenten, sodass der Raum beinahe zerplatzte. Obwohl der Workshop für einige zu „vortragslastig“ ausfiel, regte das Thema doch sehr stark zum Weiterdenken an. Handlungssituationen mit Inklusionskontexten wurden durchgearbeitet und mit den eigenen Erfahrungen in Verbindung gebracht. Die Teilnehmer*innen wünschten sich im Anschluss auch für ihre Berufsbildung einen Methodenkoffer an die Hand, aus dem sie greifbare Vorgehensweisen für Inklusion schöpfen können.

„Rap für Gerechtigkeit – Rap für Chancengleichheit weltweit“

Florian Steindle von SOR/SMC leitete den Klassiker unter den Workshops. Zuerst tauchten die Teilnehmer*innen über ihre eigenen Erfahrungen mit HipHop in die Geschichte dieser Jugendbewegung ein, um schließlich eigene Raptexte zu produzieren. Diese Texte gaben sie dann vor dem beeindruckten Hofprogramm zum Besten. Immer wieder erstaunlich in welch kurzer Zeit die Teilnehmer*innen derartige Ergebnisse zustande bringen.

„5 Gramm“

Filmpräsentation und Diskussion

Die Auszubildenden der HEP 1 haben sich im Rahmen der Entwicklung eines Theaterstücks mit den nationalsozialistischen Massenmorden an geistig- und körperbehinderten Menschen beschäftigt. Im Mittelpunkt ihres Interesses standen zum einen die Pflegerinnen, die ihre Mitwirkung an den Tötungen rechtfertigen mussten, und zum anderen die Opfer der als „Euthanasie“ getarnten Morde. Im Rahmen dieses Workshops stellten die Auszubildenden ihr Theaterstück, das sie aufgeführt und gefilmt hatten, vor, um es mit den Teilnehmer*innen zu diskutieren. Und in der Tat rief der Film große Betroffenheit hervor und wurde rege diskutiert.

D a s   H o f p r o g r a m m (von 12.00-13.00 Uhr)

 
Auch in diesem Jahr gab es nach den Workshops wieder ein buntes Hofprogramm mit vielen musikalischen Beiträgen unter anderem vom Rap-Workshop, vom Schulchor und vom Akwaba Gospel Choir. Zudem gab es auch wieder flammende Reden für Toleranz und dem Auftrag, die Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Wie schon das ganze Jahr über zeigte sich das Wetter von seiner wechselhaften Seite. Dem Sonnenschein folgte ein kurzer, aber intensiver Regenguss, bevor sich der Himmel wieder klärte. Eisern hielten sich die Teilnehmer*innen des Aktionstages und ließen sich ihre gute Stimmung auch von dieser Wechselhaftigkeit nicht verderben.

  

D a s   B u f f e t (von 13.00 – 14.00 Uhr)

 

 

 

 

Im Anschluss an das Hofprogramm genossen alle das Buffet, welches von Mitarbeiter*innen der Schule zusammengestellt wurde. Zur Hälfte wurde es am Vortag von den Altenpfleger*innen der AP 25 vorbereitet und zur anderen Hälfte kam es aus den heimischen Küchen unserer Schüler*innen. Am frühen Morgen hatten viele Schüler*innen selbst zubereitete Speisen aus den verschiedensten Kulturen in Tupperdosen an einen zentralen Ort gebracht. Diese wurden dann von unseren Lehrerinnen aufbereitet und zusammengestellt. Das herrlich angerichtete Buffet wurde von den Teilnehmer*innen des Aktionstages mit großer Freude und viel Lob verschlungen. Es war der gelungene Abschluss eines gelungenen Tages.

D e r   E v a l u a t i o n s b a u m

Der Erzieher*innen der E 20 und E 22 entwarfen zum Zweck der Evaluation einen sehr kreativ gestalteten blätterlosen Baum. Die Teilnehmer*innen konnten am Ende des Tages ihre Kommentare in Form von Blättern an den Baum hängen. Am Ende des Tages war der Baum dann tatsächlich blätterbehangen und strotzte vor Feedback-Kommentaren.

D o k u m e n t a t i o n

Der diesjährige SOR-Tag wurde von den Sozialassistent*innen der Soz 34 dokumentiert. Dabei ist unter anderem ein Video entstanden, welches unter folgendem Link zu betrachten ist:

SOR-Aktionstag 20. September 2017

2017 ist nicht nur das Jahr der sinnflutartigen Regenfälle, sondern 2017 ist auch ein Wahljahr. Der Bundestag wird gewählt und damit indirekt auch der oder die Bundeskanzler*in. Vier Tage vor dieser wichtigen Wahl findet unser jährlicher SOR-Aktionstag statt. Wie könnte da das Motto anders lauten als „Einmischen-mitmischen-Gesellschaft gestalten“. Schon das ganze Schuljahr steht unter diesem Motto.

Als Schule halten wir es tatsächlich für unsere Pflicht, unseren Schüler*innen grundlegendes politisches (Fakten-)Wissen zu ermöglichen. In diesem Zuge haben wir in den letzten Wochen alle wichtigen demokratischen Parteien in unsere Schule eingeladen, damit diese ihre politischen Programme darlegen und in einen Dialog mit unseren Schüler*innen treten. Denn wir glauben, dass nur informierte Bürger*innen tatsächlich im Sinne einer Demokratie mitwirken können, um eine Gesellschaft aktiv zu gestalten.

Am 20.09.2017 werden wir wie jedes Jahr im Rahmen des SOR-Aktionstages zahlreiche spannende Workshops anbieten, die ganz unter dem Motto „Einmischen-mitmischen-Gesellschaft gestalten“ stehen. Sie sollen unsere Schüler*innen vor allem dabei unterstützen, eine eigene politische Meinung herauszubilden. Dabei liegt uns allerdings besonders die Stärkung von Charaktereigenschaften wie Mut, Toleranz, Solidarität oder Fairness am Herzen. So gibt es beispielsweise einen Workshop zum Thema „Wirtschaft – Arbeit – Interessen“, in dem es unter anderem darum geht, wie Arbeitnehmer*innen mutig ihre Interessen gegenüber Arbeitgeber*innen verfolgen und durchsetzen können. In einem anderen Workshop geht es wiederum um die Mitgestaltungsmöglichkeiten von Schüler*innen an der Schule. Dann können sich die Schüler*innen in einigen Workshops mit dem eigenem Konsumverhalten und dessen Konsequenzen für andere Menschen auf der Welt auseinandersetzen. Sie können sich dabei also die Frage stellen, ob das alles noch fair ist. Auch Toleranz und Solidarität wird in vielen Workshops eine Rolle spielen. Sei es unter dem Stichwort der Mediendarstellung von Menschen mit einer Migrationsgeschichte, der anhaltenden Frage der Geschlechtergerechtigkeit oder den Stolpersteinen der inklusiven Gesellschaft.

Kontrovers wurde zuletzt unsere Haltung gegenüber der AfD diskutiert, die wir als einzige der wichtigen Parteien nicht eingeladen hatten und der wir damit den Dialog mit unseren Schüler*innen verweigerten, wie man einwenden könnte. Auch das wird ein Thema in einigen Workshops sein.

Campus Berlin SOR-Aktionstag 2016

Nach den Workshops wird uns wieder ein Hofprogramm erwarten, gespickt mit einigen Reden und musikalischen Beiträgen. Bei letzteren erwarten wir natürlich vor allem gespannt die Ergebnisse aus dem Rap-Workshop.

Des Weiteren werden die Sozialassistent*innen der Soz 32 am Aktionstag ein Wahllokal für alle Schüler*innen organisieren. Dadurch können die Schüler*innen unserer Schule bereits vier Tage vor der eigentlichen Wahl, ihre Stimme abgeben und sich für eine Partei entscheiden. Ausgezählt werden die Stimmen dann im Anschluss an den SOR-Tag.

Die Evaluation des Aktionstages wird in diesem Jahr mittels eines „Feedback-baums“ stattfinden, der, wie unten zu sehen ist, gerade von den Erzieher*innen der E20 und E22 entworfen wird.

Campus Berlin SOR-Tag Evaluationsbaum

Campus Berlin SOR-Tag „Feedback-baum“

Wir suchen Verstärkung – EDV-Lehrer

EDV-Lehrer
Wir suchen Lehrer für unsere private kaufmännische Berufsfachschule am Standort Charlottenburg ab sofort:

Lehrer*in für EDV (MS-Office) in Verbindung mit Bürowirtschaft in Festanstellung (Vollzeit)

Das sind Ihre Tätigkeiten:

• selbstständige Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Unterrichts,
• Erstellung der Unterrichtsplanung und erforderlicher Materialien (Klausuren, Lernleistungskontrollen)
• Teilnahme an Notenkonferenzen
• Durchführung des Unterrichts entsprechend den modernen Erkenntnissen in der Erwachsenenbildung.

Das bringen Sie mit:

• Einschlägiges abgeschlossenes Hochschulstudium,
• Pädagogische Ausbildung oder Lehrgenehmigung,
• mindestens 2 Jahre Lehrerfahrung; idealerweise an berufsbildenden Schulen,
• Sichere Beherrschung des MS-Office-Pakets,
• Zuverlässigkeit und Engagement.

Das erwartet Sie:

• Zusammenarbeit mit einem engagierten und zuverlässigen Team,
• motivierte und freundliche Klassen,
• gut erreichbare und gut ausgestattete Schulungsstätte.

Über Ihr Interesse freuen wir uns und erwarten Ihre Bewerbungen unter:
info@campus-health-service.de

Weiter Infos unter: https://www.campus-berlin.de/jobs/

Graffiti im eigenen Haus!

Campus Berlin in Kooperation mit AROUNDTOWN Commercial Properties

2017 stellen Auszubildende von Campus Berufsbildung e.V. am Standort Südkreuz einen #interkulturellen Kalender mit #Graffitimotiven zusammen. Der interkulturelle Kalender ist schon seit fünf Jahren Tradition bei uns. Jeder neu beginnende Kurs wählt einen internationalen Gedenk­ bzw. Aktionstag aus und gestaltet ein Statement dazu in Form eines #Graffitis, das abfotografiert und im Kalender 2018 abgebildet wird.

Die Graffitis wurden Anfang des Jahres im Natur-Park Schöneberger Südgelände gesprüht.

Nun dürfen wir seit Ende Mai im eigenen Haus sprayen! Dank einer Kooperation mit der Firma AROUNDTOWN Commercial Properties, die das Immobilienobjekt an der Alboinstraße verwaltet, haben wir fünf große Wände des Alboin Kontors an der Magirusstraße zur Verfügung gestellt bekommen.
Wir danken AROUNDTOWN Commercial Properties, dass wir hier im Haus sprayen dürfen und hoffen, sie sind genauso glücklich mit den Ergebnissen wie wir: Die Graffitimotive sind beeindruckend!

Die Klasse AP26 der Berufsfachschule für #Altenpflege wählte den Welttag gegen Kinderarbeit, der ein kritisches Bewusstsein für die weltweite Ausbeutung von Kindern schaffen soll. „Ja zu Bildung, nein zu Kinderarbeit!“ Durch bewusstes Einkaufen können wir Einfluss auf den Einsatz von Kinderarbeit in Massenproduktionen nehmen.

Campus Berlin - Graffiti - Welttag gegen Kinderarbeit

Campus Berlin - Graffiti - Welttag gegen Kinderarbeit

Campus Berlin – Graffiti – Welttag gegen Kinderarbeit

Die Klasse Soz 32 der Berufsfachschule für Sozialassistenz entschied sich für den Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie. Sie fanden heraus, dass in 76 Ländern Homosexualität immer noch bestraft wird und in 7 Ländern darauf die Todesstrafe steht. Dazu möchte die Klasse sagen: „Die Sexualität ist so vielfältig wie ein Regenbogen!“

Campus Berlin - Graffiti - Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie

Campus Berlin - Graffiti - Internationaler Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie

Campus Berlin – Graffiti – Internationaler Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie

Der Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung war für die Klasse Soz 33 die richtige Wahl. Wenngleich Sklaverei heute durch die allgemeine Erklärung der Menschenrechte verboten ist, befinden sich derzeit schätzungsweise 21 Millionen Menschen in Sklaverei ähnlichen Verhältnissen, indem sie wie Gegenstände angesehen und als solche ge- und verkauft werden. Mit „New Pangea“ möchten sie auf den Zusammenhalt aller Kontinente blicken und auf die Zeit verweisen, in der alle Kontinente noch ein Ganzes auf der Erdoberfläche bildeten so dass sich alle Menschen „die Hände reichen“ konnten.

Campus Berlin - Graffiti - Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung

Campus Berlin - Graffiti - Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung

Campus Berlin - Graffiti - Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung

Campus Berlin – Graffiti – Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung

Und die Klasse APb17 unserer #Altenpflegeschule nahm den Internationalen Tag des Friedens zum Anlass, die aktuelle Situation der Geflüchteten, die vor Krieg und Verfolgung fliehen müssen, aufzugreifen.

Campus Berlin - Graffiti - Internationaler Tag des Friedens

Campus Berlin - Graffiti - Internationaler Tag des Friedens

Campus Berlin – Graffiti – Internationaler Tag des Friedens

Wir freuen uns, einige Fotos dieser Graffitis mit Euch zu teilen und damit weitere Zeichen gegen jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung zu setzen!
Weder Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, kulturelle oder ethnische Herkunft, Alter oder sexuelle Orientierung eines Menschen noch tatsächliche oder vermeintliche Unterschiede können zur Rechtfertigung von Abwertung, Verfolgung oder Tötung dienen. Und das zeigen die Graffitibilder!

 

Verabschiedung unserer Absolvent*innen und Lehrer*innen

Überreichnung der AbiturzeugnisseAm 05. Juli überreichten der Pädagogische Direktor Prof. Dr. Meumann und der Schulleiter Dr. Wolter am Standort Friedrichstraße in einem feierlichen Ambiente unseren Abiturientinnen und Abiturienten die Abiturzeugnisse. Mit einem durchschnittlichen Abiturergebnis von 2,30 sind wir sehr stolz auf die Abiturklasse und gratulieren an dieser Stelle noch einmal für die hervorragende Leistung und bedanken uns für die drei tollen Jahre.

Zeugnisübergabe Abiturzeugnis

Am 18. Juli wurde bereits eine MSA-Klasse (Erwerb des Mittleren Schulabschlusses) durch den Klassenlehrer K.D. Föhlinger verabschiedet. Es waren 12 angenehme Monate mit der Klasse. Wir gratulieren zum erfolgreichen Abschluss und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg.

Zeugnis FachhochschulreifeZwei Tage später, am 20. Juli, verabschiedeten wir die FOS2-Klasse (Erwerb der Fachhochschulreife). Die Klassenlehrerin Frau Schilli und die Absolvent*innen selbst machten diesen Tag zu einem kleinen Highlight. Nach der Überreichung der Zeugnisse zur Fachhochschulreife blickten wir zurück auf die vergangenen 12 Monate und hörten gespannt die  Zukunftspläne unserer Fachhochschulreife-Absolvent*innen. Mit Pizza und Cocktails ließen wir den Nachmittag in der gemütlichen Runde ausklingen. An dieser Stelle auch noch einmal: Gratulation zum Abschluss und viel Erfolg für Ihre Zukunft.

Zeugnisübergabe Fachhochschulreife

Am Tag darauf wurde dann die letzte Klasse, unsere zweite MSA-Klasse (Erwerb des Mittleren Schulabschlusses), verabschiedet. Nach einem gemeinsamen letzten Frühstück überreichte hier der Klassenlehrer J. Bergemann die Abschlusszeugnisse. Vielen Dank für die 12 tollen Monate und wir wünschen Ihnen viel Erfolg.

In diesem Jahr verabschieden wir auch einige Kolleg*innen, die im nächsten Schuljahr nicht weiter an unseren Schulen unterrichten werden. Vielen Dank für die wundervolle und inspirierende Zeit. Wir wünschen Euch alles erdenklich Gute.

Verabschiedung B. Pötschke

Verabschiedung K.D. Föhlinger

1.Ausbildungsklasse „Kaufleute für Büromanagement“ abgeschlossen

Drei spannende und aufregende Jahre der Ausbildung sind vorbei. Unsere erste Klasse der Kaufleute für Büromanagement hat nun ihre Ausbildung beendet. Wie schnell die Zeit vergeht!

Büromanagement_Ausbildung 2

Büromanagement_Ausbildung

Neues Berufsbild

Im August 2014 startete die erste Ausbildungsklasse zur / zum Kauffrau / Kaufmann für Büromanagement am Standort Charlottenburg. Der Beruf der Kaufleute für Büromanagement wurde 2014 neu geschaffen. Dieser anerkannte Beruf vereint die drei Berufe Bürokaufleute, Kaufleute für Bürokommunikation und den Fachangestellte für Bürokommunikation in einem einzigen Beruf.

In den vergangenen Wochen haben wir mit jedem der Schüler*innen mitgefiebert, wenn er oder sie seine mündliche IHK-Prüfung hatte.

Dass sie heute als ausgebildete Kaufleute für Büromanagement vor uns stehen und dass wir sie auf diesem Weg stets unterstützt konnten, macht uns stolz.

Alles Gute!

Das Campus-Team bedankt sich bei unserer KBM A1 und wünscht alles Gute für die Zukunft!

Übrigens, die nächste Ausbildung startet am 28.08.2017.